Hünfeld (pf) – Auch gut zwei Wochen vor Weihnachten wurde der Hünfelder SV in der Fußball-Hessenliga nicht mit Glück überschüttet, ganz im Gegenteil: Mit der bitteren 1:2-Pleite gegen Griesheim verabschiedete sich der Aufsteiger in die Winterpause, die für den HSV nun mehr als gelegen kommt – zum Abschalten, Kräfte sammeln und um den Kader für den Abstiegskampf im neuen Jahr zu rüsten. Das Vertrauen ins Personal hat Trainer Dominik Weber aber auch trotz der anhaltenden Negativserie nicht verloren.

 „Es ist absolut brutal für die Jungs, wieder kurz vor Schluss so einen Rückschlag hinnehmen zu müssen und auf der anderen Seite nicht das Glück zu haben, selbst noch zu treffen“, bedauert HSV-Coach Dominik Weber den späten Gegentreffer im Heimspiel gegen die Griesheimer Viktoria, der den Hünfeldern erneut zumindest einen verdienten Punkt kostete: „Wir haben denke ich kein schlechtes Spiel abgeliefert“, betont der Trainer, der beim 1:2 konstatieren musste, „dass wir beim zweiten Ball irgendwo gepennt haben. Aber in unserer Situation fällt uns halt kein Ball vor die Füße“. Stattdessen tauchte Kevin Schuller wenige Minuten vor dem Ende frei vor dem HSV-Tor auf und schob eiskalt zum Griesheimer Siegtreffer ein.

Für das Weber-Team war es die fünfte Pleite in Folge zum Jahres-Kehraus, die Pause dürften die Hünfelder daher nun dankend annehmen. Es sei an der Zeit, „abzuschalten und die Köpfe freizukriegen“, betont Weber, der offiziell am 18. Januar mit der Vorbereitung auf die Restrunde beginnen möchte. Bis dahin können seine Akteure auf freiwilliger Basis in der Halle kicken, deutlich wichtiger ist jedoch die Regeneration fürs neue Jahr: „In der Vorbereitung geht es dann wieder darum, Selbstvertrauen zu tankten und Selbstbewusstsein in die eigenen Fähigkeiten zu entdecken. Den Kopf in den Sand zu stecken, wäre jetzt das falsche Signal“, sagt Weber, der weiß, dass im Tabellenkeller noch alles möglich ist: „Ärmel hochkrempeln und mehr arbeiten als andere“, sei das Motto für die Vorbereitung.

Bis dahin geht es besonders für den Vorstand des HSV darum, am Kader für die restliche Saison zu arbeiten, wobei zuletzt immer wieder der Name Florian Münkel als Verstärkung für die Offensive fiel. Weber hält sich jedoch weiter bedeckt und verweist darauf, dass das „Führungssache“ sei. Stattdessen ist das Vertrauen in den bestehenden Kader weiter groß: „An der Aussage hat sich nichts geändert, das ist zu 100 Prozent da. Wir müssen es einfach hinkriegen, dass jeder Spieler seine Topleistung abrufen kann“, sagt Weber – und dann, so zumindest zeigten legten das Ergebnisse wie das 0:0 gegen Hessen Kassel oder die Siege gegen Barockstadt oder Baunatal offen, dürfte der Klassenerhalt für den HSV in jedem Fall realistisch sein.