Hünfeld (fs) – www.osthesen-zeitung.de

Jetzt gilt es für den Hünfelder SV in der Fußball-Hessenliga: Im letzten Spiel des Jahres will der HSV nach nur einem Punkt aus den vergangenen sieben Spielen endlich das Ruder herumreißen und sich am Samstag (14 Uhr) mit einem Heimsieg gegen den SC Viktoria Griesheim versöhnlich in die Winterpause verabschieden.

Das zwischenzeitliche Hoch ist mittlerweile längst verflogen, seit dem 3:2-Sieg am 13. Oktober gegen Baunatal ist nur noch ein weiterer Punkt aufs Hünfelder Konto gewandert. „Aber das muss man auch mal alles relativieren: Natürlich ist die Phase mehr als unbefriedigend, aber das waren zum Großteil Gegner aus dem oberen Tabellendritten, da wussten wir schon vor der Saison, dass vieles passen muss, wenn wir da etwas holen wollen.“ Nun aber gilt es für den Aufsteiger: Mit Viktoria Griesheim kommt ein Gegner in die Zuse-Stadt, der ebenfalls ein ganz schwieriges Jahr hinter sich hat mit dem Beinahe-Abstieg im Sommer. Zuletzt holten die Südhessen allerdings in Baunatal und gegen Alzenau jeweils ein Unentschieden und feierten gegen Lohfelden einen 4:2-Erfolg.

„Griesheim ist schlecht gestartet, hat dann aber die Kurve gekriegt. Vom Momentum her spricht es aktuell eher für Griesheim als für uns“, muss auch Weber zugeben, gibt sich jedoch kämpferisch: „Wir wollen alles daransetzen, die drei Punkte bei uns zu behalten.“ Gespielt werden soll unbedingt auf Rasen, aber auch eine Austragung auf Kunstrasen sei kein Problem für den HSV. Umso wichtiger ist Weber ohnehin die richtige Mentalität: „Man sieht es schon an der Trainingsbeteiligung und der Trainingsintensität, die Jungs wissen genau, um was es am Wochenende geht. Aufgrund der Trainingseindrücke bin ich da sehr positiv gestimmt fürs Wochenende“, gibt sich der 38-Jährige optimistisch, der allerdings auch fordert: „Wir dürfen nach einem Rückschlag nicht gleich wieder zehn, 15 Minuten die Köpfe hängen lassen und keinen Fuß mehr vor den anderen bekommen. Ein Tor Rückstand ist immer aufholbar, aber in den letzten Spielen haben wir dann immer in kürzester Zeit zwei, drei Gegentore bekommen.“

Wie wichtig ein Heimsieg wäre, zeigt schon der Blick auf die Tabelle: Mit drei Punkten hätte der HSV wie die Südhessen auch 21 Zähler auf dem Konto, zudem geht es direkt im ersten Spiel des neuen Jahres dann nach Griesheim. Dazu kommt: Nach dem Spiel am Samstag steigt die obligatorische Weihnachtsfeier und mit Punkten im Gepäck feiert es sich bekanntlich leichter. Daniel Kornagel, Noah Quanz und Sebastian Körner fallen weiterhin aus, dafür ist Steffen Witzel wieder mit an Bord. Was eine mögliche Verstärkung des schwächsten Angriffs der Liga durch den Ex-Steinbacher Florian Münkel (SG Barockstadt) angeht, hält sich Weber allerdings noch bedeckt: „Wir wollen erst einmal den Fokus komplett auf das Griesheim-Spiel richten, alles andere können wir dann ab dem 9. Dezember angehen“, betont der 38-Jährige. Eine mögliche Verpflichtung dürfte allerdings auch davon abhängen, was mit Marek Weber passiert: Ob der 24-Jährige nach dem Weihnachtsurlaub nochmal zurück in die USA reist oder in der Rückrunde wieder zur Verfügung steht, ist noch unklar.

Weber