Bad Vilbel (pf) –www.osthessen-zeitung.de

 Der Hünfelder SV hat einen wichtigen Sieg beim direkten Konkurrenten FV Bad Vilbel verpasst, eher war der Punktgewinn beim 2:2 (1:1) im Aufsteigerduell der Fußball-Hessenliga aber noch schmeichelhaft. Jeweils doppelt trafen Ajdin Maksumic auf der einen und Kevin Krieger auf der anderen Seite (update).

 „Im Endeffekt ein ganz komisches Spiel, aber ein Punkt, der nahe ein einen gefühlten Sieg heranreicht, weil Bad Vilbel das Ding durch die vergebenen Chancen verschenkt hat“, urteilte Hünfelds Trainer Dominik Weber nach dem Abpfiff und traf damit den Nagel auf den Kopf: Denn insgesamt hatten die Gastgeber die deutlich dickeren Möglichkeiten und hätten den einen oder anderen Treffer mehr erzielen können, der HSV dagegen kam nach Rückstand zweimal mehr oder weniger aus dem Nichts zurück. Ein Sieg wäre zwar unverdient gewesen, lag aber dennoch kurze Zeit in der Luft, als Sebastian Schuch in Minute 83 per Kopf nur die Latte traf.

Doch von Beginn an: In den ersten Minuten hatte der HSV einen immens hohen Ballbesitzanteil und kam super in die Partie, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. „Wir haben das gut gemacht, aber nach und nach ist Bad Vilbel dann besser aufgekommen, gerade über unsere rechte Seite haben wir sie nicht greifen können“, meinte Weber, der im Vergleich zum 0:1 gegen Ginsheim zweimal rotierte und Daniel Kornagel sowie Christoph Neidhardt für Sebastian Schuch und Maximilian Fröhlich von Beginn an brachte. Obwohl im Vorhinein darauf hingewiesen, kam seine Mannschaft mit dem 3-4-3 des Gegners, der in der Defensive mit Fünferkette agierte, aber nicht gut zurecht und fing sich schließlich den ersten Gegentreffer durch Ajdin Maksumic, als die Hausherren aus einem schnell ausgeführten Freistoß heraus nach vorne spielten. „Da müssen wir uns schneller orientieren und uns nach den Gegenspielern richten“, bemängelte Weber, dass seine Mannschaft es den Hausherren etwas zu leicht machte, und fügte an, dass „wir danach Riesen-Glück hatten, nicht das 0:2 und 0:3 zu kriegen“. Stattdessen traf Kevin Krieger mit einem Kopfball nach Flanke von Lukas Budenz direkt vor der Halbzeit zum schmeichelhaften Ausgleich. „Das war mehr als unverdient und wir konnten dem Fußballgott danken, dass wir mit 1:1 in die Pause gehen“, fasste Weber Durchgang eins zusammen.

Nach dem Seitenwechsel erhoffte sich der HSV-Coach dann eine Reaktion und stellte von 4-2-3-1 auf ein 5-2-3-System um, um mehr Zugriff zu bekommen. Doch der Hallo-Wach-Effekt blieb aus, stattdessen änderte sich im Vergleich zu vorher nur wenig. „Es war dann leider an Anknüpfen an die erste Halbzeit, folgerichtig fällt dann auch das 1:2“, sprach Weber den zweiten Treffer von Maksumic an. Erneut wie aus dem Nichts schlugen die Hünfelder aber zurück – wieder war Kevin Krieger mit Köpfchen erfolgreich. Doch selbst das 2:2 gab den teils unkonzentrierten Gästen nur wenig Sicherheit, dennoch war neben dem Lattentreffer von Sebastian Schuch auch die eine oder andere Konterchance in der Schlussphase da. Auf der anderen Seite vergab Lukas Knell in der Nachspielzeit die Riesen-Chance zur Entscheidung zugunsten der Brunnenstädter, die mit dem Remis weiter zwei Punkte vor Hünfeld liegen. Allerdings hat der HSV noch zwei Spiele im Vergleich zu Bad Vilbel in der Hinterhand, als nächstes wartet nun das Derby bei der SG Barockstadt am kommenden Freitagabend in der Johannisau.

Bad Vilbel: Sememy; Aslan (75. Geh), Tilger, Bejic, Knauer, Bauscher, Maksumic (75. Knell), Sabic, Emmel, Alik, Brauburger (70. Uslu).

Hünfeld: Ernst – Dücker, Faulstich, Rehm, Budenz – Alles (60. Fröhlich), Rohde – Neidhardt, Vogt (66. Bambey), Krieger – Kornagel (75. Schuch).

Schiedsrichter: Steffen Ehwald (Geldersheim)

Tore: 1:0 Ajdin Maksumic (21.), 1:1 Kevin Krieger (44.), 2:1 Ajdin Maksumic (51.), 2:2 Kevin Krieger (67.)

Zuschauer: 130.

BAd Vilbel 10-2018-1