Hünfeld (fs) – www.osthessen-sport.de
Das war die 180-Grad-Drehung, die sich Coach Oliver Bunzenthal vor der Partie von seinem Hünfelder SV gewünscht hatte: Mit einer starken kämpferischen Leistung holte der HSV nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge in der heimischen Rhönkampfbahn gegen Rot-Weiß Hadamar ein leistungsgerechtes 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Die Jungs haben sich den Punkt heute redlich verdient, damit bin ich hochzufrieden. Wir sind heute auf eine echte Spitzenmannschaft getroffen, das war so ziemlich das Beste, was wir bisher hier in der Rhönkampfbahn zu Gast hatten“, lobt Bunzenthal seine junge Mannschaft, die allerdings so ihre Probleme mit den Standards von Hadamars Hüsni Tahiri hatte, vor denen Bunzenthal vor dem Spiel eindring gewarnt hatte. Nach einem Fehlpass von Kapitän Dominik Weber wusste sich Steffen Witzel 23 Meter zentral vor dem Tor noch in der Anfangsphase nur noch mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Freistoß verwandelte Tahiri direkt.

Danach jedoch kam der HSV besser ins Spiel und hätte durch Alexander Reith bereits früh ausgleichen können, der verfehlte aus 18 Metern das Tor mit einem Heber jedoch knapp. Kurz darauf verpasste Daniel Schirmer nach Vorarbeit von Reith nur knapp. Nach dem Pausentee kamen die Haunestädter jedoch wacher aus der Kabine und erzielten keine 120 Sekunden nach Wiederbeginn den verdienten Ausgleichstreffer: Nach einem Freistoß von Dennis Müller kam der Ball zu Niclas Rehm, der das Spielgerät aus zwölf Metern in den rechten Winkel knallte. Anschließend entwickelte sich eine temporeiche Hessenligapartie mit Torraumszenen hüben wie drüben. In der Schlussphase hätte Dennis Müller sogar für den Siegtreffer sorgen können, vergab aber, als er allein auf Hadamars Torhüter Christopher Strauch zulief.

„Mit dem Punkt heute kann ich super leben, es war allerdings auch wichtig, heute mal wieder etwas zu holen. Wenn wir hier verloren hätten, wäre es schwer geworden. Aber so war es ein absolut verdientes Unentschieden“, bilanzierte Bunzenthal zufrieden.

Hünfeld: Ruck; Schwab, Weber, Witzel, Beck – Krieger, Gensler – Schirmer (80. van Leeuwen), Rehm (74. Trabert), Müller – Reith.

Hadamar: Strauch; Kuczok, Schraut, Schwarz, Tahiri, Kretschmer, Gurok (82. Rosin), Groß, Mitwali, Gros, Kim (74. Perquku).

Schiedsrichter: Manuel Winkler (Bad Arolsen)

Tore: 0:1 Hüsni Tahiri (9.), 1:1 Niclas Rehm (47.)

Zuschauer: 180.