Hünfeld (pf) – www.osthessen-zeitung.de

Ein Coup wie im Hinspiel ist dem Hünfelder SV diesmal verwehrt geblieben, stattdessen setzte es für den Aufsteiger der Fußball-Hessenliga ein 1:4 im Derby bei der SG Barockstadt. Dazu ist der HSV durch den Friedberger Sieg in Neu-Isenburg sogar zum ersten Mal seit Mitte September wieder auf einen möglichen Abstiegsplatz abgerutscht – für Trainer Dominik Weber aber kein Grund in Panik zu verfallen, wenngleich das kommende Heimspiel gegen Waldgirmes extrem wichtig wird.

Ohne den Treffer von Sebastian Alles zum 1:3 kurz vor der Pause wäre die Partie wohl schon nach 45 Minuten entschieden gewesen, so aber konnten die Hünfelder nach dem Seitenwechsel noch einmal auf den Anschlusstreffer drängen, der allerdings nicht fallen wollte. „Wir haben versucht, selbst nach dem 0:3 noch dagegenzuhalten, und es Barockstadt nicht allzu leicht gemacht. Wenn mit ein bisschen Glück der Anschluss fällt, wird es vielleicht nochmal ein heißes Ding“, meint HSV-Coach Dominik Weber, der besonders mit der Entstehung der Gegentore haderte, die zumeist nach Kontern fallen konnten. „Wenn dann halt nicht alles passt, ist es schwer, gegen so eine Qualität mitzuhalten und ein Ergebnis zu produzieren, was für uns annehmbarer ist“. Dennoch war im Derby bei weitem nicht alles so unbefriedigend wie das Ergebnis, wenngleich sich die Hünfelder davon im Nachhinein nichts kaufen können.

Die Aufgaben werden allerdings nicht leichter – in den nächsten Wochen warten mit Waldgirmes, Hessen Kassel und Hadamar Teams aus der oberen Tabellenhälfte, gegen die es zu punkten gilt, soll ein weiteres Abrutschen verhindert werden. Dabei scheint die Ausgangslage gerade in der heimischen Rhönkampfbahn etwas vielversprechender zu sein, weshalb die volle Konzentration bei Weber schon auf die kommende Partie gegen den SC Waldgirmes gerichtet ist: „Das ist ein ganz, ganz wichtiges Spiel“, macht der Trainer deutlich, weist nach dem verlorenen Derby aber gleichzeitig darauf hin: „Es wird wichtig sein, das Ergebnis richtig einzuordnen und gar nicht so viel zu hadern“.

Dementsprechend will in der Haunestadt aber auch nach der vierten sieglosen Partie in Folge – in diesem Zeitraum holte der HSV nur einen Punkt – niemand durchdrehen oder den Teufel an die Wand malen: „Wir sind an einem Punkt, wo wir einfach diese Negativserie mit aller Macht beenden wollen. Wir müssen aber trotzdem ruhig bleiben und weiterarbeiten“, mahnt der Hünfelder Coach, der sich Fortuna Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel zum Vorbild nimmt – beim Bundesliga-Kellerkind hat sich die Ruhe trotz der langen Durststrecke schließlich auch ausgezahlt und wurde am Wochenende mit dem 4:1 gegen Hertha BSC belohnt. „Es ist nicht so, dass wir uns Druck aufbauen und unbedingt liefern müssen. Aber klar wollen wir als Sieger vom Platz gehen“, betont Weber.

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