Vogt mit viel Wucht und Wille

Beim vierten Mal hat es endlich geklappt. Nach drei Anläufen, in denen höchstens ein Punkt heraussprang, hat der Hünfelder SV nun endlich wieder ein Hessenliga-Heimspiel gewonnen. Der 1:0 (0:0)-Sieg gegen den SV Zeilsheim war knapp, aber verdient.

Den Treffer des Tages erzielte Andre Vogt, als der Linksverteidiger zwei Spieler stehen ließ und dann mit viel Wucht und Wille mithilfe des Innenpfostens aus 20 Metern traf (69.). Wie sehr der HSV den Sieg wollte, wurde schon bei den Auswechslungen von Trainer Johannes Helmke deutlich. Sebastian Schuch, für den gesperrten Franz Faulstich in der Innenverteidigung aufgeboten, wurde nach etwas mehr als einer Stunde ausgewechselt, für ihn kam mit Max Vogler ein Stürmer. Alexander Reith, Julian Rohde und Aaron Gadermann rückten je eine Position zurück.

Schon vor der Pause war Hünfeld der Führung deutlich näher. Die zwei dicksten Chancen hatte Marcel Dücker, der nach acht Minuten frei vor dem Kasten auftauchte, als Julian Rohde angeschossen wurde. Doch der Abschluss war zu zentral. Kurz vor der Pause (42.) setzte Alexander Reith den aufgerückten Rechtsverteidiger klasse in Szene, der das Tor diesmal nicht traf. Auch Aaron Gadermann (45.) und insbesondere Kevin Krieger (45.+2) hatten nach Standardsituationen dicke Chancen zum 1:0.

Brunner hat diesmal das Glück

Zumindest Mitte der ersten Hälfte und in weiten Teilen nach dem Seitenwechsel war Zeilsheim den Hausherren aber ebenbürtig, wenngleich HSV-Keeper Fabian Brunner bei den Gelegenheiten stets auf dem Posten war. Stark war die Parade bei Josef Sultanis Schuss nach einer Ecke, als eine Menge Betrieb vor ihm herrschte (27.). Später war Athanasios Nakos etwas zu weit nach draußen abgedrängt worden, Bruner hatte kaum Probleme (41.).

Nach der Pause hatte der Schlussmann einmal Glück, als er eine Flanke aus den Händen fallen ließ, im Vergleich zum letzten Heimspiel hatte der Fauxpas aber keine Konsequenz. Ansonsten wurde es vor den Toren in den zweiten 45 Minuten kaum einmal gefährlich, der Hünfelder Sieg ging aufgrund der ersten Halbzeit aber absolut in Ordnung. Das meinte auch Hünfelds Abteilungsleiter Mario Rohde, der schon zuvor feststellte, dass es schon nach 45 Minuten 1:0, vielleicht auch 2:0 hätte stehen müssen.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Brunner – Dücker, Schuch (63. Vogler), Witzel, Vogt – Gadermann, L. Budenz – Krieger (46. Sternstein), Rohde, Fröhlich (89. J. Budenz) – Reith.
SV Zeilsheim: Reining – Acar (72. Mastilovic), Uslu, Pitas, Ishii – Muca – Fosuhene (63. Maingad), Sultani, Topcu, Nakos – Amani (46. McCrary).
Schiedsrichter: Timo Hager (VfB Ginsheim).
Zuschauer: 240.
Tor: 1:0 Andre Vogt (69.).
Gelb-Rote Karte: Nicklas Pitas (Zeilsheim, 82.).

 

Steffen Kollmann