Hünfeld (pf) – Einen Punkt, der sich wie ein Sieg anfühlt, hatte der Hünfelder SV laut Trainer Dominik Weber am Samstag beim 2:2 im Aufsteigerduell der Fußball-Hessenliga in Bad Vilbel eingefahren – und konnte sich dabei neben Kevin „Horst Hrubesch“ Krieger vor allem beim Fußballgott bedanken. Was der Auftritt des HSV für die anstehende Derbywoche bedeutet, ist für den Coach derweil klar: Eine Stammplatzgarantie gibt es nicht, stattdessen werden die Karten komplett neu gemischt.

Ganz vorne begann derweil Daniel Kornagel, der nach längerer Verletzungspause augenscheinlich noch nicht bei 100 Prozent war, seine Sache aber dennoch ordentlich machte: „Er hatte gut trainiert, keine Probleme gehabt und das ganz gut umgesetzt“, meint Weber, der den Ex-Borussen vor allem wegen dessen Schnelligkeit in die Spitze stellte und sich von ihm in den kommenden Wochen einiges erhofft. Das System stellte der Trainer hingegen zwischenzeitlich auf eine Fünferkette um, zog Sebastian Alles von der Sechs auf die Rechtsverteidigerposition, ließ Christoph Neidhardt und Kevin Krieger neben Kornagel stürmen und erhoffte sich dadurch mehr Zugriff auf den Gegner – was kurzzeitig auch funktionierte, doch am Ende überwog die Unsicherheit beim ein oder anderen Hünfelder Akteur.

„Wir haben sehr viele einfache Fehler produziert und Bad Vilbel wieder ins Spiel gelassen. Bei ein paar Jungs hat man die fehlende geistige Frische gemerkt, da ist vielleicht irgendwo eine Pause vonnöten“, gibt Weber einen Fingerzeit auf die anstehende Trainingswoche, in der die Karten im Hinblick auf das Derby am Freitag bei der SG Barockstadt neu gemischt werden: „Wir werden gucken, wie wir es machen. Dem ein oder anderen fehlt momentan die Leichtigkeit, aber auf das Derby sind natürlich alle heiß“, betont der HSV-Coach, der genau das in den kommenden Tagen bei den Trainingseinheiten feststellen möchte. Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz kann sich derweil wohl jeder machen – bis auf Sebastian Körner und Noah Quanz dürften auch alle Akteure voll trainieren können. „Ich hoffe, dass mich die Mannschaft vor die Qual der Wahl stellt“, macht Weber abschließend deutlich.

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