Hünfeld (fs) –www.osthessen-zeitung.de

Mit sieben Punkten aus drei Spielen ist der Hünfelder SV glänzend aus der Winterpause gekommen und hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Hessenliga nun endgültig alle Möglichkeiten. Mann der Stunde ist aber weder Neuzugang Florian Münkel noch der gefühlte Neuzugang Marek Weber, sondern Maximilian Fröhlich: „Happy“ erzielte alle vier HSV-Tore im Jahr 2019, bleibt aber bescheiden wie eh und je.

 „Die Vorbereitung lief schon ganz gut, dann habe ich gleich gespielt und auch direkt getroffen. Das nennt man wohl einen Lauf“, schmunzelt Fröhlich, der in der gesamten Vorrunde in bis dato 19 Spielen nur zweimal getroffen hatte und seit November nicht mehr über Kurzeinsätze hinausgekommen war. Nun war er mit seinem Doppelpack in Griesheim ebenso Matchwinner wie beim 1:0-Erfolg am Sonntag in Neu-Isenburg, auch beim 1:1 gegen Hadamar traf der 24-Jährige entscheidend und hat seine Torausbeute damit in drei Spielen verdreifacht. „Es lief schon ganz gut, aber wer im Endeffekt die Tore macht, ist komplett egal“, gibt sich der Linksaußen komplett bescheiden. Vielmehr ist der Hofbieberer froh, mit Florian Münkel und Marek Weber – der in Neu-Isenburg krankheitsbedingt fehlte und deshalb weiterhin auf seine ersten Pflichtspielminuten für den HSV wartet – zwei gelernte Stürmer dazubekommen zu haben. Gerade Münkel leiste viel Arbeit für das Team, konnte sich aber noch nicht mit einem Treffer belohnen. „Beide werden auch noch ihre Buden machen“, ist sich Fröhlich sicher.

Dabei war gerade die erste Halbzeit in Neu-Isenburg nicht das Gelbe vom Ei, die Hünfelder hätten sich nicht beschweren können, hätten sie mit 0:3 hinten gelegen. „Die erste Halbzeit war echt schlecht. Insgesamt war das Spiel für die Zuschauer katastrophal. Es hat so gewindet, der Ball hat gemacht, was er wollte“, meint Fröhlich, der allerdings wie jeder HSV-Akteur und Trainer Dominik Weber froh ist, beim Schlusslicht drei Zähler eingefahren zu haben. „Wir haben einen kleinen Lauf, den wollen wir jetzt so lange wie möglich fortsetzen. Der Sieg gegen Neu-Isenburg war ganz wichtig, aber jetzt spielen wir noch gegen ein paar Mitkonkurrenten, da wird es ebenfalls wichtig sein, dass wir dranbleiben“, betont der 24-Jährige.

Fröhlich weilt am Dienstag übrigens in Manchester beim Champions League-Rückspiel zwischen Manchester City und Schalke 04. Bei seinem aktuellen Lauf könnte Fröhlich den Schalkern allerdings wohl sogar auf dem Platz weiterhelfen – und nicht nur auf der Tribüne.  

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