Hünfeld (pf) –www.osthessen-zeitung.de

Nach zwei absolvierten Spieltagen in der Fußball-Hessenliga ist der Hünfelder SV das Sorgenkind aus osthessischer Sicht: Ein Punkt, zuletzt keine gute Leistung in Friedberg und nun das Derby am Mittwoch (19 Uhr) gegen den SV Neuhof in der Rhönkampfbahn vor der Brust. Der Aufsteiger will natürlich alles verhindern, damit der Saisonstart nicht noch mehr in die Hose geht, und zieht gleichzeitig die nötigen Lehren aus dem Spiel am Sonntag.

Verdient war die Niederlage in Friedberg ob einer nicht genügenden Leistung für Hessens Beletage, dennoch hätte die Partie auch anders ausgehen können, wenn beispielsweise Maximilian Fröhlich eine seiner beiden dicken Gelegenheiten genutzt hätte, der schon ganz früh das 1:0 auf dem Fuß hatte. Positiv las sich auf dem Papier die Aufholjagd mit zwei Toren in den letzten zehn Minuten, die fast noch vollendet worden wäre, als Andre Vogt in der Nachspielzeit den Ausgleich hätte machen können, doch am Ende waren es zu viele Konjunktive für etwas Zählbares aus HSV-Sicht.

„Wir haben gut angefangen und hatten einige Ballgewinne, aber das gute Gefühl war nach fünf Minuten auch schnell wieder dahin. Dann haben wir uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen und sind nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gekommen“, schildert Hünfelds Co-Trainer Simon Grosch seine Sicht der Dinge, der wie Hauptübungsleiter Johannes Helmke nicht unbedingt zufrieden mit der Leistung sein konnte. „Mit der gleichen Intensität wie gegen Walldorf hätten wir es vielleicht gewonnen, wobei man auch gemerkt hat, dass Friedberg einen ordentlichen Kader hat, aber im ersten Spiel lief bei ihnen auch nicht alles rund“.

Was Mut macht, sei die Tatsache, dass sich das Team nicht hat abschießen lassen, sondern hintenraus noch fast einen Punkt holte, eine Leistungssteigerung muss in dieser Woche dennoch her. Denn es wartet nun das erste Derby der noch jungen Saison – und vor heimischer Kulisse wollen die Hünfelder einen Fehlstart mit einem Punkt aus drei Partien unbedingt vermeiden. „Wir freuen uns auf das Spiel, wissen aber, dass wir die Punkte zuhause behalten müssen“, stellt Grosch klar: „Wir wollen an die Walldorf-Leistung anknüpfen und unser Heimgesicht zeigen“. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz, was für beide Teams nicht unbedingt ein Nachteil sein muss: „Es ist schon etwas anderes, aber wir sind eine technisch gute Mannschaft“. Beim HSV musste Franz Faulstich mit Leistenproblemen in Friedberg raus, er konnte kaum sprinten. „Das könnte eng werden“, sagt Grosch, der aber wieder auf Steffen Witzel nach abgesessener Sperre zurückgreifen kann.