Hünfeld (fs) – Nach zwei Siegen des SV Steinbach in Folge hat sich der Hünfelder SV erstmals seit 2014 wieder die Hallenkreismeisterschaften des Fußballkreises Lauterbach-Hünfeld gesichert: Mit 6:1 besiegte der Verbandsligazweite im Endspiel das Überraschungsteam des VfL Lauterbach. Der SV Steinbach unterlag dem HSV im Halbfinale und verlor dann auch das Spiel um Platz drei gegen die eigene zweite Mannschaft mit 1:3.

„Das war wie unter Sepp Herberger damals gegen Ungarn bei der WM 1954“, meinte Turnierleiter Achim Kokel schmunzelnd in Anlehnung an die deutliche Pleite in der Vorrunde, der dann der Sieg im Endspiel und der erste WM-Titel Deutschlands folgte. Im ersten Vorrundenspiel verlor der HSV gegen Lauterbach deutlich mit 1:5, machte gegen eine offensiv eingestellte Lauterbacher Mannschaft im Endspiel dann allerdings kurzen Prozess: Während der VfL ein ums andere Mal ins offene Messer lief, brachten Ferhat Yildiz, Felix Kircher mit zwei Treffern sowie Jan-Luca Göbel und Florian Völker die Hünfelder schon mit 5:0 in Führung, Gökhan Yüksel gelang zumindest Ergebniskosmetik, bevor Youngster Timon Falkenhahn den Endstand besorgte und der HSV anschließend den großen Siegerpokal und das überdimensionale der Lauterbacher Burgbrauerei entgegennehmen durfte. „Für mich war Lauterbach eigentlich der Favorit, weil sie im Turnierverlauf den konstantesten Fußball gespielt haben, aber im Finale war Hünfeld dann die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen“, erklärt Kokel.

Ebenfalls ganz souverän war der SV Steinbach durch die Gruppenphase marschiert und traf im Halbfinale diesmal im vorgezogenen Final-Evergreen auf den HSV, der am Ende danke des Treffers von Youngster Jan-Luca Göbel knapp mit 2:1 die Oberhand behielt. Im zweiten Halbfinale hatte Lauterbach mit der Steinbacher Reserve beim 7:2-Sieg kurzen Prozess gemacht. Im Spiel um Platz drei dann unterlag der SV Steinbach überraschend der eigenen zweiten Mannschaft mit 1:3.

Rundum zufrieden war am Ende die Turnierleitung: „Wichtig ist, dass wir ohne Verletzungen und Rote Karten durchgekommen sind. Es waren faire und gute Spiele“, zeigt sich Kokel auch mit den Leistungen der Schiedsrichter Joshua Herbert (Schwarzbach), Carsten Dücker (Mackenzell) und Christoph Hein (Großenbach) zufrieden.

Hünfeld spielte mit: Baumgart; Faulstich, Kröning, Budenz, Yildiz, Falkenhahn, Gadermann, Göbel, Völker, Kircher.

Lauterbach setzte ein: Essert; Erovic, Ilger, Knöll, G. Yüksel, Zengler, H. Yüksel, Güvenc, Kahraman

 

Die Ergebnisse in der Übersicht:

14.00 Steinbach II – Steinbach 1:4

14.16 Ufhausen – Eiterfeld/Leimbach 1:1

14.32 Rasdorf – Kiebitzgrund/Rothenkirchen 2:1

14.48 Hünfeld – Lauterbach 1:5

15.04 Steinbach II – Rasdorf 5:2

15.20 Ufhausen – Hünfeld 1:7

15.36 Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Steinbach 0:2

15.52 Lauterbach – Eiterfeld/Leimbach 4:2

16.08 Steinbach – Rasdorf 8:0

16.24 Eiterfeld/Leimbach – Hünfeld 3:4

16.40 Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Steinbach II 1:0

16.56 Lauterbach – Ufhausen 3:2

 

Gruppe A

1.Steinbach314:19
2.Steinbach II36:73
3.Kiebitzgrund/Rothenkirchen32:43
4.Rasdorf34:143

 

Gruppe B

1.Lauterbach312:59
2.Hünfeld312:96
3.Eiterfeld/Leimbach36:91
4.Ufhausen34:111

 

 

Halbfinale

17.13 Steinbach – Hünfeld 1:2

17.32 Lauterbach – Steinbach II 7:2

 

Spiel um Platz 3

17.51 Steinbach – Steinbach II 1:3

 

Finale

18.10 Hünfeld – Lauterbach 6:1

Tore: 1:0 Ferhat Yildiz, 2:0 Felix Kircher, 3:0 Felix Kircher, 4:0 Jan-Luca Göbel, 5:0 Florian Völker, 5:1 Gökan Yüksel, 6:1 Timon Falkenhahn