Testspiel: Borussia 1:1 gegen den HSV

Während Borussias Coach Thomas Brendel auf ein angestammtes 4-2-3-1-System vertraute und insgesamt vier Ex-Hünfelder (Beck, Dennis Müller, Alles und Pomnitz) in der Startelf aufbot, wollte sein Gegenüber Dominik Weber das Spiel für Experimente nutzen und vertraute auf eine verkappte Fünferkette in der Defensive und spielte vorne ohne echte Spitze. Während die A-Jugendlichen Timon Falkenhahn und Aaron Gadermann im Laufe der Begegnung reinkamen, durfte Jan-Luca Göbel von Anfang an als rechter Innenverteidiger beginnen.

Beginnen durfte auch Hünfelds Geburtskind Christoph Neidhardt, der zu seinem 29. Wiegenfest schon nach drei Minuten per Foulelfmeter treffen sollte. Vorausgegangen war ein Konter über Kevin Krieger, Tarek Belaarbi und Maximilian Fröhlich, der in letzter Instanz von Dennis Müller regelwidrig gestoppt wurde.Die Borussen waren fortan das absolut dominante Team, richtig gefährlich wurde es jedoch kaum. Der Ausgleich kurz vor der Pause war allerdings hochverdient, als Steffen Witzel den Ball nicht voll traf, Sebastian Alles somit freigespielt war, der den Ball Youness Bahsou maßgeschneidert durchstecken konnte (40.). Noch vor der Pause vergaben Benjamin Fuß (Pfosten) und Dennis Müller (Kopfball; Ernst hält) die Führung für Fulda.

Zu 100, nein zu 1000 Prozent zufrieden

Vor allem weil die ball- und passsicheren Leon Pomnitz und Sebastian Alles bei den Borussen in der Kabine blieben, riss beim Gastgeber etwas der Faden. Die bessere Mannschaft blieb aber Fulda und hätte durch Nikola Milankovic oder Marius Müller auch den Siegtreffer erzielen können, doch letztlich wurde die gut arbeitende Hünfelder Defensive mit einem Remis belohnt – sehr zur Freude von Weber: „Das sollen die Jungs jetzt mit durch die Vorbereitung nehmen. Sie haben gesehen, dass sie mit solch Spielern, die Borussia hat, mithalten können.“

Mit dem Ergebnis war er dementsprechend hundertprozentig zufrieden, mit der Spielweise gar zu tausend. Einziger kleiner Makel: Der wenige Ballbesitz, weswegen meist die Entlastung fehlte. Allerdings fehlten auch Stützen wie Oliver Krenzer, Robert Simon (beruflich bedingt) oder Sebastian Schuch (Wadenprobleme).

Brendel musste auf Dominik Rummel und Dustin Ernst verzichten, schenkte ansonsten allen Spielern mindestens eine Halbzeit – und war mit der Garde des ersten Durchgangs zufriedener: „Da hatten wir 90 Prozent Ballbesitz und haben uns viel bewegt. Nach der Pause fehlte uns etwas die Passschärfe.“ Dennoch fiel das Fazit positiv aus, zumal in der Liga Aufgaben gegen ähnlich tiefstehende Gegner warten werden.

Die Statistik:

Borussia Fulda: Wolf – Fuß (46. Lembach), Gröger, Milankovic, Beck – Poredski (46. Schad), Alles (46. Jaksch) – D. Müller (46. Gjocaj), Pomnitz (46. Jerkovic), Kornagel – Bahssou (46. M. Müller).
Hünfeld: Ernst – Göbel (78. Trabert), Helmke (55. Gadermann), Witzel – Wahl, Kröning – Belaarbi, Budenz – Neidhardt, Krieger (68. Falkenhahn), Fröhlich.
Schiedsrichter: Joshua Herbert (DJK FSV Schwarzbach).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Christoph Neidhardt (3., Foulelfmeter), 1:1 Youness Bahsou (40.).

Autor: Johannes Götze

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