Der Kopf muss mitspielen

www.hna.de

Rechnerisch ist der Verbleib in der Verbandsliga weiterhin möglich, die Hoffnungen auf den Klassenerhalt vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den Hünfelder SV (15 Uhr, Freundschaftsinsel) schwinden dennoch rapide.

Nach der 0:5-Pleite in Neuhof und der dort gezeigten, miserablen ersten Halbzeit stellt sich nämlich die Frage, wie der Klassenerhalt funktionieren soll. Ein Ansatz könnte die etwas stärkere zweite Hälfte in Neuhof sein. „Da hat die Mannschaft gezeigt, dass sie auch Fußball spielen kann“, sagt MFV-Coach Hubert Schramowski. Daran müsse sein Team am Sonntag unbedingt anknüpfen.

Personell baut der Trainer auf Rückkehrer Marvin Haas. In Neuhof sammelte er bereits einige Minuten Spielpraxis: „Er hat diese Woche sehr gut trainiert und ist ein kleiner Lichtblick, wenn man sich die Verletztenliste von uns anschaut.“ Mit Max Germeroth (Urlaub) meldet sich zudem ein weiterer Spieler zurück.

Viel wichtiger als die Kaderstärke scheint derzeit allerdings die mentale Fitness der Mannschaft zu sein. „Alle elf Spieler müssen mit 100 Prozent bei der Aufgabe sein, sonst werden wir kein Spiel mehr in der Verbandsliga gewinnen“, sagt der mit acht Toren beste Torschütze des MFV, Mario Kilian. Der vorletzte Tabellenplatz trage wohl dazu bei, dass bei einigen Spielern diese 100 Prozent Konzentration nicht da sei.

Gegen den Tabellendritten muss also der Fokus auf eine geschlossene Teamleistung gerichtet sein. „Gerade in Spielen gegen starke Gegner haben wir in der Vergangenheit gezeigt, dass wir als Mannschaft Nadelstiche setzen können“, sagt Kilian, der auch gerne selbst wieder für sein Team treffen möchte. Die Möglichkeit wird er wohl vom Übungsleiter bekommen, denn Kilian soll anstatt vor der Abwehr wie bei den vergangenen zwei Spielen wieder im Angriff auflaufen. Allerdings: Gegen Hünfeld traf der MFV in den letzten beiden Spielen nicht ein Mal.

Hünfeld selbst blickt in der Liga auf den zweiten Platz. „Dazu müssen wir in den Auswärtsspielen in Melsungen und Willingen natürlich punkten und selbst gegen Flieden im Mai gewinnen“, sagt Trainer Dominik Weber. Nach der Niederlage am Mittwoch bei CSC Kassel sind die Punkte auf der Freundschaftsinsel fest eingeplant. Mit Robert Simon kehrt einer der vielen Verletzten zurück in den Kader. (axl)

Melsungen-14-43