Der Hünfelder SV darf nach dem 5:2 (1:0)-Sieg bei der SGBad Soden von Kickers Offenbach und Co. träumen und hat durch den Zweitrundensieg im Hessenpokal gleichzeitig noch Selbstvertrauen für das Derby am Samstag gegen die SG Barockstadt getankt.

Der Sieg, da waren sich die Beteiligten einig, ging völlig in Ordnung. Und doch waren die Aussagen von HSV-Trainer Johannes Helmke und seinem Gegenüber Anton Römmich weitgehend deckungsgleich: Zwei engagierte Teams, die insbesondere in Durchgang eins ein ausgeglichenes, rassiges Duell ablieferten. Dass Hünfeld da schon führte, lag an einem eklatanten Fehler von Soden-Keeper Abdul Ersöz, der HSV-Stürmer Max Vogler den Ball in die Füße spielte. Spielentscheidend waren aber die Minuten nach der Pause: Erst legte Maximilian Fröhlich für Christoph Sternstein auf (48.), nur Minuten später Fröhlich für Sternstein (53.).

Die Hypothek wog für Soden zu schwer, auch wenn Christoph Neiter zweimal per Kopf nach präzisen Flanken durch Alexandru Bodouchi und Kevin Demuth zum 1:3 und 2:4 anschließen konnte. Spannend wäre es auf dem Kunstrasenplatz nur geworden, hätte Neiter einen weiteren Kopfball frei vor HSV-Keeper Fabian Brunner besser platziert und zum 2:3 getroffen. Römmich sah das genauso, war aber froh, „dass mein Team auch nach dem 0:3 nicht aufgehört, über 90 Minuten Gas gegeben hat“.

Und er war, ehrlicherweise, sogar überrascht, dass sein Team ein so ebenbürtiger Gegner sein konnte. Schließlich fehlten mit Daniel Fiorentino, Kevin Pezzoni, Lukas Ehlert drei Stars in Gänze, zudem nahmen Christos Stoilas (Kniebeschwerden), Betim Mezini (Wadenprobleme) und Alexander Okyere (muskuläre Probleme) zunächst nur auf der Bank Platz.

Doch auch der HSVhatte mehrfach gewechselt: Sebastian Schuch, Marcel Dücker, Steffen Witzel und Alexander Reith bekamen eine Verschnaufpause. Dafür durften sich Sternstein, Fröhlich und Vogler mit in Summe sieben Torbeteiligungen Selbstvertrauen für das Derby am Samstag holen. „Natürlich hatten wir auch das Spiel im Hinterkopf und sind froh, dass wir einfach mal fünf Tore geschossen haben. Das tut uns unwahrscheinlich gut“, sagte Helmke. Dass nun ein großer Gegner in die Rhönkampfbahn kommen könnte, sei für den Verein ebenfalls wichtig. Einziger Wermutstropfen könnte eine Fußverletzung bei Fröhlich sein, der vom Feld humpelte.

Die Statistik:

SG Bad Soden: Ersöz – Lairich (62. Mezini), Rintelmann, T. Paulowitsch (77. Dworschak), Demuth – Huhn, Neiter – Bodochi, Pospischil, Adem (62. Okyere) – K. Paulowitsch.
Hünfelder SV: Brunner – Wenzel, Faulstich, Gadermann, Vogt – Alles, L. Budenz – Sternstein, Rohde (71. Reith), Fröhlich (66. Krieger) – Vogler.
Schiedsrichter: Felix Ebert (FSG Kirtorf).
Zuschauer: 110.
Tore: 0:1 Sebastian Alles (38.), 0:2 Christoph Sternstein (48.), 0:3 Maximilian Fröhlich (53.), 1:3 Christoph Neiter (64.), 1:4 Kevin Krieger (75.), 2:4 Christoph Neiter (78.), 2:5 Max Vogler (85.).