Verbandsliga: HSV baut Führung aus

Mit seinen Saisontoren acht und neun hat Maximilian Fröhlich seinem Hünfelder SV einen perfekten Jahresstart ermöglicht, weswegen der HSV so seine Ambitionen um den Verbandsliga-Titel eindrucksvoll untermauern konnte und die Tabelle nun mit vier Punkten Vorsprung anführt. Der SV Adler Weidenhausen wurde mit 2:1 (1:0) besiegt und so wohl auch aus dem Titelrennen verabschiedet.
„Wir haben jetzt zehn Spiele in Folge gewonnen. Warum sollen wir mit dem Gewinnen aufhören“, fragte Fröhlich nach dem Spiel mit breitem Grinsen in die Runde und stellte dabei unter Beweis, wie viel Selbstvertrauen seine Mannschaft mit in das Topspiel am kommenden Freitag nach Kassel nimmt. Da wartet mit CSC 03 der Tabellendritte, der bei einem Spiel weniger zehn Punkte zurückliegt und somit wie Weidenhausen deutlich distanziert werden könnte.
Fröhlich war es, der dem Hünfelder Offensivspiel den Stempel aufdrückte: Klasse, wie er beim 1:0 Steffen Witzels Vertikalball mit dem ersten Kontakt über den herauseilenden Johannes Klotzsch ins Weidenhausener Gehäuse hob (17.). Nicht weniger schön sein Kopfballtreffer nach Kevin Kriegers Eckball zum 2:1, als er am kurzen Pfosten stehend den Ball über sein Haupthaar streichen ließ und der Ball den Weg genau unter die Latte fand (71.).

Defensive überzeugt in Gänze

Mit dem Siegtreffer ließ er auch seinen Trainer tief durchatmen. Denn alles andere als drei Punkte hätten Dominik Weber mit ziemlicher Sicherheit auf die Palme getrieben. Denn der HSV dominierte das Spiel über fast alle Strecken, ließ aus dem Spiel kaum nennenswerte Gelegenheiten zu, hatte gerade Mittelstürmer Sören Gonnermann sehr gut im Griff und überzeugte mit einer äußerst konzentrierten Defensivleistung. Ärgerlich eigentlich nur die schwache Chancenverwertung und der unnötige Elfmeter zum Ausgleich, als Sebastian Schuch wohl strafbar Hand spielte.

Besonders „Toto“ Trabert, der das Innenverteidiger-Pärchen mit Nicolas Häuser bildete und den gesperrten Franz Faulstich vertrat, wusste zu gefallen. Gut war aber auch Linksverteidiger Steffen Witzel, der mehrfach klasse antizipierte und Situationen klärte, bevor diese sich zu Chancen entwickeln konnten. Doch auch Häuser, Rechtsverteidiger Nils Wenzel sowie die im Spielverlauf insgesamt drei Sechser – Sven Bambey, Lukas Budenz und Julian Rohde – wussten zu überzeugen. Luft nach oben ist aber noch in allen Bereichen.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Ruck – Wenzel, Trabert, Häuser, Witzel – Bambey (64. Budenz), Rohde – Neidhardt (82. Bublitz), Krieger, Fröhlich (87. Körner) – Schuch.
SV Adler Weidenhausen: Klotzsch – Görs, Toro Moreno, J. Gonnermann, Ewald – Görs, Göbel – Gerbig, T. Gonnermann, Kim (80. Steinmetz) – S. Gonnermann.
Schiedsrichter: Manuel Winkler (Bad Arolsen).
Zuschauer: 160.
Tore: 1:0 Maximilian Fröhlich (17.), 1:1 Jan Gerbig (61., Handelfmeter), 2:1 Maximilian Fröhlich (71.).

Autor: Johannes Götze

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