Quelle: Fuldaer Zeitung, 5.12.17

Gießen/Hünfeld

Die Frauen des Volleyball-Landesligisten Hünfelder SV stecken in einer kleinen Krise. Nach dem bereits schwachen Auftritt am vorletzten Spieltag bei der SG Rodheim mussten sie auch am vergangenen Wochenende gegen den USC Gießen eine deutliche 0:3-Niederlage (14:25 17:25 17:25) einstecken.

Nichts war es mit der Rehabilitation. Im Gegenteil: Es war eher die Bestätigung, dass „derzeit der Wurm drin ist“, wie es HSV-Trainer Uli Bönsch bezeichnete. Das HSV-Team, das auf seine privat verhinderte Angreiferin Claudia Schneehoff verzichten musste, war am Samstag sehr motoviert in die Universitätsstadt gereist – in der Hoffnung, mit einer stabilen Leistung dem USC ordentlich Paroli bieten zu können. Dass daraus nichts wurde, lag vor allem daran, die Gäste aus der Haunestadt auf einen Gegner trafen, der vor allem in der Netzregion regierte. Die dynamischen USC-Akteurinnen machten einerseits im Angriff mächtig Druck und unterbanden andererseits mit dem eigenen starken Block die HSV-Offensiven. Einbrüche in der Annahme der Osthessinnen brachten das Gefüge zusätzlich ins Wanken. In den Sätzen zwei und drei hatte die Hünfelder Mannschaft mit Lobs und kurzen Bällen zwischenzeitlich für Entlastungen und vermehrt für Punkte sorgen können. Das waren jedoch nur kurzzeitige Highlights des Tabellensechsten aus der Haunestadt. Gießen, das sich seit den letzten Wochen in einem ständigen Aufwärtstrend befindet, ließ sich das Heft nicht aus der Hand nehmen. Die junge USC-Formation bestätigte vielmehr in der Folgezeit eindrucksvoll ihre Stärken, die Hünfeld an diesem Tag zu verhindern nicht in der Lage war. „Es war eine bittere Niederlage, bei der wir uns unter Wert verkauft haben“, lautete das enttäuschte Fazit der HSVler. Das anschließende Spitzenspiel entschied der Gießener SV mit 3:2-Sätzen gegen den Oberliga-Absteiger Gelnhausen knapp für sich und übernahm die Tabellenführung.

Hünfeld spielte mit: Monika Wilde, Melanie Schleicher, Teresa Schuhmann, Doris Brux, Katrin Schulze, Simone Fetten, Ines Prokein, Katja Wissmann, Urte Pape. bb