Quelle: Fuldaer Zeitung, 14.11.17

Landesligen/Nord

Frauen

Sieg und Niederlage ist die zufriedenstellende Bilanz der Hünfelder Frauen bei ihrer Heimpremiere. Allzu gerne hätte der Gastgeber jedoch dem Oberliga-Absteiger Gelnhausen, dem er im Auftaktspiel des Tages gegenüberstand, einen Punkt abgenommen. Und das wäre durchaus möglich gewesen. Nach abtastendem und ausgeglichenem Start beider Kontrahenten hatte Hünfeld – auch dank zweier „Geschenke“ in der Satzendphase – das 25:23 verbuchen können. Aber anstatt Sicherheit herrschte beim HSV anschließend zunächst kollektives Chaos. Erst nach 0:10 ging es für die Schützlinge von Coach Uli Bönsch wieder aufwärts, ohne jedoch Gelnhausen beim 14:25 noch gefährlich zu werden. Den dritten Durchgang mussten die Haunestädterinnen zwar knapp mit 21:25 abgeben, aber sie waren wieder im Spiel und lieferten sich mit dem favorisierten Barbarossastädtern einen packenden Endspurt. Dass Hünfeld seinen Satzball bei 24:23 nicht verwertete und in der entscheidenden Phase drei Aufschlagfehler produzierte, rächte sich. Die insgesamt sehr stabil agierende und körperlich überlegene Gelnhäuser Formation nutzte die Möglichkeiten und brachte mit 27:25 den 3:1-Sieg in trockene Tücher. Hünfeld trauerte um die vertane Chance eines möglichen Punktgewinnes.

Gegen das sieglose Schlusslicht Blau Gelb Marburg gab es den erwarteten 3:0-Pflichtsieg (25:23, 25:18, 25:23), spielerisch gehörte die Partie jedoch nicht zu den Glanzleistungen. „Das war eine Klasse schlechter als gegen Gelnhausen“ wurde in den HSV-Reihen festgestellt. Ein ums andere Mal ließen sich die Gastgeber vom Gegner ausspielen. Neben den drei Punkten konnte Trainer Uli Bönsch dem Spiel auch etwas Positives abringen: „ In den engen Phasen haben wir die Nerven behalten“.

Hünfeld spielte mit: Melanie Schleicher, Teresa Schuhmann, Simone Fetten, Doris Brux, Claudia Schneehoff, Katja Wissmann, Monika Wilde, Urte Pape, Ines Prokein, Lara Prokein, Katrin Schulze.

 

Männer

Mit einer enttäuschenden 0:3-Niederlage (20:25, 23:25, 24:26) kehrten Hünfelds Männer vom Auswärtsspiel bei Rodheim III zurück. „Das war einfach schlecht“ war das Fazit nach der misslungenen Vorstellung. Ohne Spielertrainer Bönsch, der zur gleichen Zeit in Hünfeld sein Frauenteam betreute, aber mit großer Motivation war das HSV-Team in die Wetterau gereist, um die erwarteten Punkte einzusammeln. Dass daraus nichts wurde, lag an der schwachen Leistung des Tabellenfünften in allen Bereichen: Die Annahme durchwachsen, der Angriff nicht druckvoll, zudem eine hohe Fehlerquote und in den entscheidenden Phasen nicht in der Lage, den Sack zuzumachen. Diese Unzulänglichkeiten nutzte Rodheims Dritte zum überraschenden Sieg.

Hünfeld spielte mit: Thomas Prokein, Daniel Wehner, Marek Liwoch, Alexander Gejn, Jakob Mertens, Johannes Herrmann, Oliver Növermann, Christoph Bollgen.