Verbandsliga –

Hünfeld/Bad Soden (fs) – Der Hünfelder SV ist noch ganz geschockt vom Knietotalschaden bei Kapitän Niclas Rehm, da muss sich der HSV schon wieder auf das Sportliche konzentrieren, schließlich steht am Samstag (15.30 Uhr) das Heimspiel gegen Schlusslicht Bosporus Kassel an. Zeitgleich empfängt die SG Bad Soden den SV Eschwege, bevor die Sprudelkicker dann am Montag (15 Uhr) zum Derby in der Fußball-Verbandsliga beim HSV gastieren.

„Beinahe hätte ich gesagt, dass mir zwei Auswärtsspiele lieber wären“, schmunzelt Hünfelds Trainer Dominik Weber ob der so starken Auswärtsbilanz von 17 Punkten aus sieben Spielen, während der HSV zuhause bereits zwei Niederlagen gegen den CSC Kassel und Lehnerz II hinnehmen musste. Umso wichtiger ist dem 35-Jährigen: „Mit der gleichen Auswärtsmentalität müssen wir jetzt auch zuhause antreten. Wir haben zuhause erst ein gutes Spiel gemacht, das war gegen Weidenhausen. Wir müssen mit dem Willen ins Spiel gehen, den Gegner kein Tor schießen zu lassen.“ Der Fokus liegt zwar erst einmal auf einem Heimsieg gegen den Aufsteiger Bosporus Kassel, allerdings schielt Weber mit einem Blick auch schon auf das Derby gegen die SG Bad Soden: „Das ist von der individuellen Stärke her eine absolute Topmannschaft. Wenn die sich gefunden haben, werden sie von Woche zu Woche klettern. Nach nur einem Tag Pause wird das umso schwieriger“, ist Weber überzeugt, der neben Kapitän Niclas Rehm (vorderes Kreuzband und Innenband gerissen, Außenmeniskus angerissen, dazu Knorpelschaden) und Ferhat Yildiz (Schulter ausgekugelt) am Samstag auch auf Niklas Wahl (Arbeit) verzichten muss.

Bad Sodens Trainer Sead Mehic schmeckt die Ansetzung nicht so richtig: „Samstag und dann direkt wieder am Montag ist sehr unglücklich gelegt. Aber das müssen wir akzeptieren, das trifft ja die komplette Liga.“ Viel wichtiger ist dem 41-Jährigen, gegen Eschwege nach dem 4:2-Heimsieg gegen Eintracht Baunatal und dem 1:1 in Lehnerz nun gegen den Tabellen-14. nachzulegen: „Wir müssen zusehen, wieder ein ordentliches Spiel abzuliefern. Wir wollen genau da ansetzen, wo wir in der zweiten Halbzeit in Lehnerz aufgehört haben. Wir wollen mutig nach vorne spielen und uns Torchancen herausspielen. Da hat bis auf die Torausbeute fast alles gepasst.“ Mit Eschwege kommt nun eine Mannschaft an die Bornwiese, die mit bisher acht Zählern aus neun Spielen den eigenen Erwartungen hinterhinkt: „Die hatten sich auch mehr erhofft, das ist aber eine Mannschaft, die offensiv gut aufgestellt ist. Die werden versuchen, aus der geordneten Defensive auf Konter zu laufen. Wir müssen aufpassen, dass wir nach Ballverlust sofort die Räume wieder eng machen“, nimmt der Ex-OFC-Kapitän seine Elf in die Pflicht. Neben den Langzeitverletzten Yannick Döhring und Samet Degermenci fehlt auch Kapitän Tim Mulfinger rotgesperrt, zudem muss Ryan Johnson (Oberschenkelprobleme) passen.

Für das Auswärtsspiel in Hünfeld am Montag erwartet Mehic einen fußballerischen Leckerbissen: „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe und garantiert ein attraktives Verbandsligaspiel. Beide wollen Fußball spielen“, sagt der 41-Jährige, der großen Respekt vorm HSV hat: „Ich habe letztes Jahr schon gesagt, dass Hünfeld eine Mannschaft ist, die mehr Qualität hat, als der Tabellenplatz aussagt. Die sind in der Offensive sehr stark, da müssen wir dagegenhalten.“

Bad Soden 16-1