Verbandsliga: Johannesberg erlebt im Topspiel einen rabenschwarzen Tag

Der Hünfelder SV feiert Weihnachten auf Platz eins. Denn diesmal sorgten die Haunestädter, anders als beim 0:3 im Hinspiel, im Verbandsliga-Topspiel gegen die SG Johannesberg für eine Machtdemonstration und gewannen hochverdient mit 4:0 (2:0).

Keine Überraschungen gab es beim Blick auf die Hünfelder erste Elf. Etwas unerwartet setzte HSV-Coach Dominik Weber Marcel Dücker aber auf der Sechs ein, da Innenverteidiger Steffen Witzel wieder spielberechtigt war. Bei den Gästen konnten bis auf Abwehrchef Mihai Alexandru Moise alle Angeschlagenen von Beginn an spielen, für Moise und den ebenfalls fehlenden Paolo Mondo rückte Alexej Rexius in die Innenverteidigung. Dafür rückte Regisseur Niklas Zeller ins zentrale Mittelfeld.

Schon nach vier Minuten wurde das Topspiel mit einem Treffer eingeläutet. Hünfelds Maximilian Fröhlich setzte sich über links durch und brachte den Ball scharf vors Tor, wo Johannesbergs Linksverteidiger Jonas Lembach die Kugel ins eigene Tor lenkte. Nur 180 Sekunden später hatte die SGJ die große Chance auf den Ausgleich, als Christoph Neidhardt Sorin Sergiu Leucuta im Strafraum legte – es gab Gelb und Elfmeter. Doch Zeller setzte den Strafstoß knapp am Tor vorbei, es blieb bei der Hünfelder Führung.

Angesichts dieser frühen Nackenschläge war Johannesberg im Anschluss die Verunsicherung anzumerken. Zahlreiche einfache Fehler prägten das Spiel der Gäste, doch dominante Hünfelder konnten lange nicht nachlegen. Unter anderem klärte Lembach einen Kopfball von Andre Vogt nach einer Ecke auf der Linie (22.). Kurz vor der Pause legte der HSV dann aber verdientermaßen nach. Dücker, der im Mittelfeld viele Löcher stopfte und die Johannesberger Kreativabteilung ausschaltete, eroberte den Ball früh, Alexander Reith schoss den Ball nach einem Haken mit links aus 16 Metern genau neben den Pfosten (40.).

Zwei Johannesberger Eigentore

Zeller, der nicht nur aufgrund des verschossenen Strafstoßes einen unglücklichen Eindruck machte und nicht fit wirkte, wurde zur Pause durch Angreifer Lars Jordan ersetzt. Doch weiterhin spielte einzig Hünfeld gefährlich nach vorne, so schrammte Julian Rohde, diesmal wieder eine Position weiter vorne auf der Zehn beheimatet, am dritten Tor nur knapp vorbei (52.). Dann kam es für die Gäste aber knüppeldick, als erst Unglücksrabe Lembach Gelb-Rot sah (63.) und zwei Minuten später Slavcho Velkovski den Part des Eigentorschützen übernahm. Reith hatte hervorragend assistiert. Es passte zum rabenschwarzen Tag der Gäste.

Damit war die Messe natürlich gelesen, Reith und Kornagel hätten das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten können. Dafür sorgte dann noch Maximilian Fröhlich, als Patris Gjocaj über den Ball trat – der 4:0-Endstand (89.). „Das war heute ein ganz, ganz starker Auftritt von uns, gerade auch gegen den Ball. Der Sieg geht auch in der Höhe absolut in Ordnung. Wir haben das gezeigt, was in einem Spitzenspiel vonnöten ist“, frohlockte HSV-Abteilungsleiter Mario Rohde.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Ernst – Neidhardt (63. Gadermann), Häuser, Witzel, Vogt – Alles, Dücker (69. Budenz) – Kornagel, Rohde, Fröhlich – Reith.
SG Johannesberg: Hofacker – Vranjes, Velkovski, Rexius, Lembach – Mosch, Zeller (46. Jordan) – Gjocaj, Calin, Löbig – Leucuta (83. Sorg).
Schiedsrichter: Felix Berger (SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund).
Zuschauer: 750.
Tore: 1:0 Jonas Lembach (4., Eigentor), 2:0 Alexander Reith (40.), 3:0 Slavcho Velkovski (65., Eigentor), 4:0 Maximilian Fröhlich (89.).
Gelb-Rote Karte: Jonas Lembach (Johannesberg, 63.).
Verschossener Foulelfmeter: Niklas Zeller (Johannesberg) schießt neben das Tor (7.).

Autor: Steffen Kollmann

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