Verbandsliga: Maximilian Fröhlich hatte überhaupt keine Anlaufschwierigkeiten

Mit Sebastian Schuch (SVA Bad Hersfeld) und Marek Weber (TSV Lehnerz II) sicherte sich der Hünfelder SV im Sommer zwei prominente Zugänge, die schon in der Vergangenheit für viele Tore in der Verbandsliga standen. Dementsprechend wenig wurde über Maximilian Fröhlich, Neuzugang von Kreisoberligist SV Hofbieber, gesprochen. Doch ausgerechnet der 22-Jährige entwickelte sich in dieser Saison zum Senkrechtstarter des HSV und ist mit zwölf Torbeteiligungen Topscorer der Elf von Dominik Weber.

Nicht umsonst sagt Fröhlich daher: „Ich bin richtig zufrieden. Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass es gleich so gut läuft.“ Schließlich spielte der Offensiv-Allrounder bislang nur bei seinem Heimatverein Hofbieber und wechselte als amtierender Torschützenkönig (36 Treffer) der Kreisoberliga Mitte gleich zwei Klassen höher. „Im ersten Training habe ich noch gedacht: ‚Oh je, ob ich das alles mitgehen kann.‘ Aber je länger man dort trainiert, desto mehr gewöhnt man sich dran.“

Das zeigen auch seine Leistungen auf dem Platz. Mit fünf Treffern und sieben Vorlagen ist Fröhlich mit Marek Weber Topscorer des Teams, nur einmal verzichtete Trainer Dominik Weber ein komplettes Spiel auf ihn. „Ich hatte eine gute Vorbereitung und habe fast alle Trainingseinheiten absolviert. Dann habe ich das Glück gehabt, gleich die Chance zu bekommen, ich konnte mich gleich beweisen“, freut sich Fröhlich, der das Vertrauen direkt zurückzahlen konnte.

Inzwischen sieht Weber seinen Schützling aber nicht mehr so oft im Training. Allerdings aus gutem Grund. Fröhlich macht ein duales Studium im Steuer- und Prüfungswesen, drei Monate lang arbeitete er in Hofbieber, von Oktober bis Dezember ist der Linksaußen, der an diesem Mittwoch seinen 22. Geburtstag feiert, in Karlsruhe. „Ich habe in Karlsruhe einen Verein, bei dem ich unter der Woche zweimal mittrainieren kann. Freitags bin ich dann wieder in Hünfeld.“

Am vergangenen Wochenende war der HSV spielfrei, an der Tabellenkonstellation hat sich derweil wenig geändert. Hünfeld liegt aktuell auf dem dritten Platz, sowohl Spitzenreiter Sand als auch Verfolger Flieden sind absolut in Reichweite. „Das sind für mich auch die drei besten Mannschaften der Liga. Unser Ziel ist Platz eins bis fünf“, verdeutlicht der Offensivspieler, der dem Verein und sich selbst die Hessenliga zutrauen würde. Es wäre der nächste logische Schritt für Maximilian Fröhlich.

Autor: Steffen Kollmann

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