von Ralph Kraus,

Dann erwartet Trainer Oliver Bunzenthal wieder eine andere Einstellung seiner Mannen als zuletzt in Baunatal: „Wenn wir auch nur eine durchschnittliche Leistung gebracht hätten, dann wäre in Baunatal etwas möglich gewesen. Wenn ich aber sehe, dass vier, fünf Mann nicht an ihr Leistungsvermögen herangehen, dann fange ich an, mir Gedanken zu machen.“

 

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Beim Hinterfragen wird Bunzenthal dann noch konkreter: „Natürlich brauchen wir aus acht Spielen vielleicht nur noch zwei Siege – alles okay. Aber ich habe keine Lust, Mitte Mai plötzlich noch drei Punkten hinterherzujagen, die du dann noch holen musst. Ich erwarte einfach, dass einige wieder die volle Konzentration auf den Hünfelder SV legen und gewisse andere Dinge, mit denen sie sich beschäftigen, wieder aus dem Kopf bekommen.“

Und so scheint es auch sehr wahrscheinlich, dass es eine auf einigen Positionen veränderte Hünfelder Mannschaft zu sehen gibt. Zumal mit Alexander Reith, Dennis Müller und Dominik Weber drei Stammkräfte angeschlagen sind. „Ich habe mir das gestrige Training nochmal ganz genau angeschaut und werde daraus meine Schlüsse ziehen“, prophezeit der HSV-Trainer. Dessen Elf gewann das Hinspiel mit 3:1, wobei gleich drei Lohfeldener plus Trainer Carsten Lakies vom Feld flogen. „Lassen wir die Karten mal weg, dann wünsche ich mir genau so ein Spiel wieder. Denn da waren Emotionen und viel Einsatz drin.“

In Lohfelden hat man inzwischen öffentlich bekannt gegeben, dass vergangenes Wochenende der Lizenzierungsantrag zur Regionalliga beim Verband eingereicht wurde. Das alles jedoch vor dem Hintergrund, dass die Abteilung auch die organisatorischen Vorgaben wie die gegebenen Verkehrsstrukturen und die Stadionsicherheit gewährleisten kann. Wirtschaftlich würde man für den Fall des Aufstiegs nicht an die Grenzen gehen, verdeutlichten die Vereinsfunktionäre.

Da inzwischen aber auch Hessenliga-Spitzenreiter KSV Baunatal die Bewerbungsunterlagen eingereicht hat, muss der FSC gegen Hünfeld zunächst seine sportlichen Hausaufgaben machen. Und da darf sich Lohfelden in den verbleibenden acht Spielen keinen Ausrutscher mehr erlauben, nachdem der Rückstand auf Rang eins nach dem jüngsten 0:4 bei Offenbach IIauf sechs Zähler angewachsen ist. Den direkten Vergleich mit Baunatal hat Lohfelden übrigens gewonnen.

Grund für das Hinterherhinken im Titelrennen ist vor allem die katastrophale Heimbilanz: Denn während kein Team in der Fremde mehr Punkte holt als Lohfelden, rangiert der FSC in der Heimtabelle lediglich auf Rang 15. Nur vier von 13 Heimspielen wurden gewonnen, dagegen aber schon sechs verloren.