Fulda/Syracuse (ms) –www.osthessen-zeitung.de

 

Die erste College-Saison in den USA liegt hinter Niklas Breunung und Marek Weber. Die beiden osthessischen Fußballer studieren seit Mitte Januar vergangenen Jahres am Le Moyne College in Syracuse und blicken während ihres Heimaturlaubs auf eine erfolgreiche erste Saison zurück: Torjäger Weber (Hünfelder SV) erzielte 18 Tore in 19 Spielen, Breunung (TSV Lehnerz) spielte nach seinem Kreuzbandriss jedes Spiel durch.

Marek Weber und Niklas Breunung. Foto: privat

„Für uns persönlich war es eine sehr gute Saison“, sind sich Breunung und Weber einig, auch wenn für die beiden Osthessen mit ihrem Team, den Le Moyne Dolphins, in den Halbfinal-Playoffs Endstation war: „Wir haben eigentlich sehr gut angefangen, aber in den entscheidenden Spielen gegen die Top-Mannschaften hat es dann einfach nicht gereicht“, bilanziert Weber. Der Stürmer zeigte in seiner ersten Saison in Amerika ganz starke Leistungen und setzte mit 18 Toren in 19 Spielen eine echte Duftmarke. „Das ist schon eine ganz gute Quote“, meint Weber grinsend, der sich gleich im ersten Saisonspiel mit drei Toren innerhalb von 20 Minuten für das Vertrauen seines Trainers bedankte: „Da ist gleich ein bisschen Druck von mir abgefallen. Das war sehr wichtig für mich.“ Ganz wichtig für das Fußballteam des Le Moyne College war in der abgelaufenen Saison auch der Lehnerzer Breunung. Nach seinem Kreuzbandriss fand der Defensivspieler sofort zu alter Stärke zurück und war als Innenverteidiger von Beginn an einer der Führungsspieler im Team. „Ich hatte vor unserem ersten Saisonspiel ein Jahr lang kein Pflichtspiel mehr gespielt. Man muss dann schon erstmal wieder reinkommen. Aber weil ich zu den Erfahrenen im Team gehöre, wollte ich von Anfang an vorangehen“, so der 23-Jährige, der am liebsten im Mittelfeld auflaufen würde: „Ich habe mich mit meiner Position in der Innenverteidigung angefreundet, aber vielleicht darf ich nächstes Jahr eine Position weiter vorne spielen.“

An den Spielmodus in den USA mit den Playoff-Partien haben sich die beiden Osthessen mittlerweile gewöhnt, auch wenn die Belastung während der Saison laut Weber schon sehr hoch ist: „Wir hatten nur englische Wochen mit drei Spielen pro Woche. Und die Auswärtsfahrten waren mit sechs oder sieben Stunden Anfahrtszeit auch sehr anstrengend“, so der Offensivmann in Diensten des Hünfelder SV und auch Breunung muss zugeben: „Es geht körperlich schon ordentlich zur Sache. Da wurde auch mein Knie ganz schon auf die Probe gestellt.“ Nun ruhen sich die beiden im Heimaturlaub erst einmal aus, bevor es Ende Januar wieder zurück in die Staaten geht. Dann beginnt der Trainingsalltag wieder. Zunächst werden nur wenige Einheiten auf dem Programm stehen. „Das Pensum wird dann bis zur langen Sommerpause, die im Mai anfängt, immer weiter gesteigert. Über den Sommer muss dann jeder selbst sehen, dass er sich fit hält und im September fängt dann wieder die Saison an“, erklärt Weber. In ihrer zweiten Saison wollen die beiden mit den Le Moyne Dolphins dann um den Titel kämpfen.

Neben ihrem Masterstudium und den Erfahrungen, die die beiden auf dem Fußballplatz sammeln, genießen Weber und Breunung vor allem den Teamspirit und die Gastfreundschaft der Amerikaner. „Wir wurden von Anfang an super aufgenommen und haben auch Thanksgiving mit der Familie eines Teamkollegen gefeiert. Das war ein bisschen wie Weihnachten zuhause“, schwärmt Breunung, der sich wie Weber auch über den tollen Teamgeist bei den Dolphins freut: „Wir verbringen so viel Zeit mit dem ganzen Team. Da wächst man als Einheit richtig zusammen. Wir haben auch schon Städtetrips übers Wochenende zusammen gemacht. Das macht schon Spaß.“ New York oder Montreal haben Breunung und Weber gemeinsam besucht, als nächstes stehen Trips nach Boston, Washington oder Philadelphia auf dem Programm. „Uns wird bestimmt nicht langweilig“, ist sich Weber sicher.