HZ-Cup 2019: Niederaula/Kerspenhausen überrascht

Die Adler aus Weidenhausen (grün) flogen beim HZ-Cup ganz hoch. Niederaula/Kerspenhausen hingegen durfte sich über den zweiten Rang freuen. Foto: tok

Die große Sensation blieb aus – und die ganz großen Emotionen diesmal ebenfalls. Dennoch war der 25. HZ-Cup der Senioren erneut ein voller Erfolg, zumal mit dem SV Adler Weidenhausen ein verdienter Sieger gefunden wurde. Niederaula/Kerspenhausen hingegen sparte sich seine Körner bis zum Ende hin auf.

Pickepackevoll war einmal mehr die Bad Hersfelder Geistalhalle. Die herausragende Stimmung aus dem Vorjahr, als vor allem die Adler-Fans mit Trommeln und Bierduschen für das richtige Flair sorgten, wurde zwar nicht erreicht, aber dennoch pushte sich die Tribüne in der einen oder anderen Partie selbst hoch. In den Vorrundenpartien gab es jedoch noch selten Gelegenheit dazu, denn Überraschungen waren Mangelware. Hessenligist Steinbach sowie Verbandsligist Weidenhausen dominierten in Gruppe A, während sich in Gruppe B A-Junioren-Hessenligist JFV Viktoria Fulda ganz stark präsentierte und sich verdientermaßen Platz eins sicherte. Frühzeitig unter die Dusche musste lediglich die A-Jugend des JFV Bad Hersfeld und SG Neuenstein.

Welch Dramatik sich in zehn Minuten abspielen kann, wurde umgehend im ersten Viertelfinale deutlich. Weidenhausen schien bereits auf der Siegerstraße, ehe die Festspielstadt kurz vor Ultimo einen Zwei-Tore-Rückstand egalisierte, jedoch nach 18 Schützen im Neunmeterschießen das Nachsehen hatte. Während der SVS und der HSV problemlos ins Halbfinale einzogen, war plötzlich die Leichtigkeit bei den Jungspunden des JFV Viktoria weg, so dass Niederaula/Kerspenhausen das bessere Ende vom Punkt aus hatte. „Wir haben in der Vorrunde sehr, sehr guten Fußball gezeigt. Schade, dass wir einen Substanzverlust danach hatten. Die letzte Spritzigkeit ist uns abgegangen“, stellte JFV-Coach Florian Roth treffend fest. Der baldige Barockstadt-Trainer war allerdings voll des Lobes für die Organisatoren: „Es war eine tolle Geschichte. Die Resonanz der Zuschauer spiegelt das. Meine Jungs durften zum ersten Mal mitspielen – und es hat ihnen großen Spaß bereitet.“

Die Geschichten des Halbfinales sind unterdessen schnell erzählt. Weidenhausens Mann für alle Fälle, Sören Gonnermann, erledigte Hünfeld mit seinem Treffer kurzerhand, während Kreisoberligist Niederaula/Kerspenhausen nach großem Kampf Steinbach im Neunmeterschießen schlug. Im Duell der beiden alten Rivalen aus Landkreis Lauterbach/Hünfeld sicherte sich letztlich Hünfeld den dritten Rang. Und beinahe hätte Niederaula/Kerspenhausen den dritten Streich in den K.o.-Duellen gelandet, denn drei Minuten vor Ende im Finale hatte Max Schäfer die Riesenchance, scheiterte allerdings an seinen eigenen Nerven und verschoss einen Foulneunmeter. Besser machte es in gewohnter Manier Sören Gonnermann, der zehn Sekunden vor Ende der Spielzeit einen umstrittenen Neunmeter versenkte. Über die Einzelauszeichnungen durften sich Nikola Milenkovski (bester Torschütze) und Daniel Heinrich (bester Torwart, beide Steinbach) freuen.

Wir waren in der Halle vor Ort. Alle Ergebnisse des Turniers findet ihr hier.