Borken, Feriensportfest 2018, Maja H. mit neuer persönlicher Bestzeit über 800m

Heute ist Maja H. beim Feriensportfest des TuSpo Borken an den Start gegangen.

Mit der neuen persönlichen Bestzeit von 3:03,76 verbesserte sich Maja um 2,5 Sekunden. Im Weitsprung stand am Ende der 3.Platz (3,10m) auf dem Ergebniszettel!

HSV.news

Thomas Henkel feierte seinen 60. Geburtstag

Henkel Thomas 60Unser Sportfreund Thomas Henkel feierte am 19.Juni 2018 seinen 60. Geburtstag.

Thomas hat schon als Schüler die Fußballschuhe des Hünfelder Sportvereins geschnürt. Aus dem Jugendbereich wechselte er in unsere Senioren-Abteilung der er 47 Jahre bis zum heutigen Tage treu geblieben ist.

Neben unserm Bürgermeister Stefan Schwenk und seinen Kollegen aus der Stadtverwaltung gratulierte auch unser 1. Vorsitzender Lothar Mihm. Der Vorsitzende betonte das Thomas Henkel immer ein konstruktiver Ansprechpartner ist der hilfsbereit ist und Probleme lösen hilft.

Thomas und seiner Familie wünschen wir alles Gute und vor allem Gesundheit.

Vorstand des HSV einstimmig wiedergewählt

Uli Bönsch Deutscher Meister mit den Ü53-Volleyballern

Berlin, 19./20. Mai 2018

Nach der Vize-Meisterschaft in der Ü47 im letzten Jahr holt sich die SG Rodheim um den Hünfelder Zuspieler Uli Bönsch in diesem Jahr in der Ü53 den Meistertitel!

VB-TS-Deutsche Meisterschaft Senioren 3

Die SG Rodheim startete am Samstag, den 19. Mai sofort stark ins Turnier. Gegen die SV Schweig setzte sich das Team aus Rodheim souverän mit 25:14 und 25:14 deutlich 2:0 durch und das, obwohl das Schweiger Team weitgehend identisch mit dem Ü-47 Meisterteam des Jahres 2016 war. Für das Viertelfinale war Bönschs Team somit bereits qualifiziert.

Im Spiel gegen den MTV Mariendorf mussten die Rodheimer leider den ersten Satz abgeben (22:25). Um zu vermeiden, dass es in der folgenden K.O. – Runde gleich gegen den Meisterschaftsfavoriten Norderstedt ging, mussten  die Rodheimer aber gewinnen… Das Team behielt auch trotz großem Druck die Nerven und konnte den zweiten Satz mit 25:16 für sich entscheiden und stand somit im Tie-Break. Diesen konnten die Rodheimer Volleyballer mit 15:9 für sich entscheiden und der Gruppensieg war somit in trockenen Tüchern.

Im Viertelfinale und damit dem letzten Spiel des ersten Turniertages musste das Team aus Rodheim gegen den Vfl Lintorf ran. Angeführt vom stark agierenden Zuspieler Uli Bönsch siegte Rodheim souverän 2:0 (25:16, 25:20). Das Halbfinale am nächsten Tag hatte die SG Rodheim damit sicher erreicht.

Am Sonntag, dem zweiten Turniertag ging es im Halbfinale dann gegen Düren. Mit wenigen Eigenfehlern, starken Aufschlägen und einer sicheren Ballannahme konnte der erste Satz 25:21 gewonnen werden. Im zweiten Satz zeigte Düren nur noch anfangs große Gegenwehr. Im Satzverlauf setze sich Rodheim ab und konnte mit einem souveränen 25:15 ins Finale um den Deutschen Meistertitel einziehen.

Im Finale setzte Rodheim den Favoriten Norderstedt mit starken Aufschlägen unter Druck und holte viel in der eigenen Abwehr. Deutlich ging der erste Satz dann auch mit 25:13 an die Rodheimer, die es kaum glauben konnten und im zweiten Satz um so mehr Vollgas geben wollten. Und das gelang: Mit einem deutlichen 25:12 holte sich das Team um Zuspieler Bönsch den Meistertitel! Den eigentlichen Favoriten Norderstedt hatte man klar mit 2:0 besiegt.

Quelle: https://www.wetterauer-zeitung.de/sport/lokalsport-wz/Lokalsport-UE53-Volleyballer-der-SG-Rodheim-mit-historischem-Erfolg-in-Berlin;art1435,435078 (23.5.18)

VB-TS-Deutsche Meisterschaft Senioren 1

Bildmitte mit Pokal: Der Hünfelder Uli Bönsch

 

HSV.news, Volleyball

1982

Noch nicht komplett


In Hünfeld waren es 16 Spieler, die sich um ihren Trainer Axel Becker versammelt hatten.Becker selbst war erst am gestrigen Freitagmittag
aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das Hauptgewicht seiner ersten Arbeit: „Alle wissen,worum es geht. Konditionell ist einiges zu tun nach der langen Pause.“ So ging es zunächst um Dauerbelastung, wobei allerdings auch am Ball gearbeitet wurde. Ein Trainingsspielchen von rund 35 Minuten beschloß den Auftakt.
Spielausschußvorsitzender Karl-Heinz Kircher gehörte zu den nur wenigen Besuchern bei der Vorbereitung auf die kommende Saison: ‚Wir wollten eigentlich erst nach der Weltmeisterschaff beginnen, nachdem aber die Saison bereits am 8. August anfängt, haben wir einen fußballosen Femsehabend genommen.“
Von den Neuzugängen fehlten doch einige: Drei der acht aus der Jugend gekommene Aktive waren nicht da, ebenso fehlten C. und S. Maus sowie Reith, die im Urlaub sind. Dazu kam Padilla, der seine neue Mannschaft von draußen
beobachtete. Von dem letztjährigen Kader fehlten Stark – der vom Stadion aus in Urlaub fuhr -,die dienstlich verhinderten W. v. Thiel und J.Weber, Glübert war wegen Krankheit zum Zuschauen verurteilt – und Pappert kam schließlich nach.

Großer Bahnhof

Deutscher Meister in Hünfeld

Hünfeld. Vier Stunden vor dem Spiel: Der Bahnhof der Haunestadt ist fast völlig verwaist, nur einige Schüler, die auf ihren Bus warten, und zwei Taxen. Bis auf die Hinweistafel zur 1200-Jahr-Feier deutet eigentlich nichts auf das Großereignis, das Gastspiel des deutschen Meisters, hin.
Tatort ‚Rhön-kampfbahn“: Helfer des Hünfelder SV erledigen die letzten organisatorischen Arbeiten.HSV-Manager Günter Netzer lobte später:
‚Eine schöne Anlage, ein idealer Rasen.“
17.00 Uhr: Die ersten Zuschauer haben längst ihre Plätze eingenommen, die Autogrammjäger bereiten sich auf den großen Ansturm vor. Polizeibeamte weisen denFahrzeugen den Weg zu den Parkplätzen.1500 Autos werden an diesem Tag gezählt.
Zum Spielbeginn werden noch 50 Einstellflächen am Festplatz frei sein, der Not-Parkplatz braucht nicht in Anspruch genommen
werden.
17.25 Uhr: Der Hamburger Mannschafts bus trifft auf der ‚Rhönkampfbahn“, vom  Empfang der Hüntelder Stadtverwaltung an der Naherholungsanlage ‚.Praforst“ kommend, ein. Die Spieler steigen aus, würdigen die jugendlichen Fans (viele tragen T-Shirts mit der Aufschrift ‚Großer HSV – kleiner HSV“) keines Blickes. Müssen Profi-Fußballer arrogant sein? Sie müssen nicht. Und sie beweisen später, daß sie auch anders können, Jakobs, Magath und Hieronymus zum Beispiel: sie geben trotz des Gedränges bereitwillig Autogramme, wechseln sogar ein paar Worte mit ihren Anhängern.
17.30 Uhr: Trainer Ernst Happel tritt aus der Kabine, die Zigarette zwischen den Fingern, schlendert er im modisch-quergestreiften Hemd in Richtung Rasen, prüft das Grün und ist sichtlich zufrieden.
17.58 Uhr: Die Hamburger kommen aus der Kabine, umringt von einem Pulk von Autogrammjägern. Währenddessen läuft auf dem Spielfeld die kirchliche Weihe der beiden Geistlichen. Der Kampf um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zwischen Kirche und Kicker ist schnell entschieden. Landrat Kramer schüttelt mit dem Kopf.
18.15 Uhr: Karl-Heinz Kircher, Hünfelds Spielausschußvorsitzender, stellt fest, daßeine Kleinigkeit vergessen wurde – der Wimpel des ‚kleinen HSV“ fehlt.
Die Panne kann noch rechtzeitig vor dem Anpfiff behoben werden.           .
18.17 Uhr: Die Hünfelder kommen aus der Kabine – keiner will ein Autogramm.
18.20 Uhr: Die Mannschaften werden namentlich vorgestellt. Beifall und  Pfiffe. Kaltzund Magath werden ausgebuht, Hrubesch wird beides zuteil. Ein Zuschauer hat ein handgemaltes Pappschild mitgebracht: Text: ‚Kaltz hätte Schlafwagenschaffner werden sollen.“ Nachher, als der  Nationalverteidiger ausgetauscht wird, sind sich die Besucher einig. Kaltz wird  mit Beifall verabschiedet.
18.35 Uhr: Anpfiff durch Schiedsrichter Dücker. Hinter dem Hünfelder Tor prangt ein Transparent mit der Aufschrift: ‚FC Bayern deutscher Meister 1982/83.“ Die Hamburger kontern: Nach 240 Sekunden köpft Bastrup zum 1:0 ein
18.49 Uhr: Von Heesen erzielt das 4:0.Zum vierten Mal läuft Hünfelds Mittelstürmer Weber zum Mittelkreis. Ein Zuschauer:  ‚Heute lernen die Hünfelder wenigstens mal, wie man Anstoß macht.“
20.28 Uhr: Der Schlußpfiff. Ein Großereignis mit Volksfestcharakter geht zu Ende, aber noch nicht für die AutogrammSammler. Vor dem Hamburger Mannschaftsbus warten die Fans, und das Geschäft blüht  ‚Ich tausche Kaltz gegen Milewski und von Heesen…“              Winfried Keller

 

Hünfelder SV-Hamburger SV 0:13 (0:7)

 

H ü n f e l d. Zum kompletten Fest fehlte nur eines: ein Tor der Gastgeber. Ansonsten konnten alle Betenigten hochzufrieden sein: der Hünfelder SV mit dem guten Besuch von über 4500 ,Zuschauern, Hünfelds Spieler, weil sie gegen den deutschen Meister antreten durften, die Zuschauer ob der HSV-Spielfreude und kompletten Besetzung und die Hamburger selbst ob der erfolgreichen Torejagd, die mit 13:0 (7:0) endete.
Es kam wie erwartet und von Hünfeld nicht erhofft: Hamburg legte gleich zu Beginn energisch los, nach einer Viertelstunde stand es bereits 4:0, zur Halbzeit waren noch drei Treffer dazugekommen. Dabei wurden noch einige Chancen ausgelassen: Nachdem Torwart Kosarek wie sein gesamtes Team ‚kalt erwischt“ .
worden war, zeigte er einige gute Paraden etwa gegen Hrubesch (17., 21.) und hatte Glück, daß Milewski (13.), Hrubesch (17.), Kaitz (19., 24.),Hartwig (20.), Hansen (29.), Bastrup (35.) nicht trafen  und zwei Abseitstore nicht gegeben wurden.                            i
Nach dem Wechsel setzte sich dieses Bild fort: Der Titelträger legte drei schnelle Tore vor, ließ es dann – auch durch die zunehmenden Auswechstungen – nicht mehr so konzentriert und kochklassig angehen. Dennoch wurden weitere Möglichkeiten vertan, auch als Hünfeld fast die komplette Mannschaft auswechselte. Kosarek parierte Schüsse von Hrubesch (63.) und Magath
(69.), während Groh (52.), Rolff (54.) vergaben.
Dem eingewechselten Gerhardt ging es etwas besser, da Rolff zweimal nur den Pfosten traf(82., 86.) und Biel auf der Linie retten konnte.
Hünfelds Erfolgsausbeute war gering: HSV-Torwart Stein mußte in der ersten Halbzeit einmal gegen S. Maus eingreifen und Weber erreich te einen Eckball. Danach schoß N. van Thiel knapp vorbei (57.), Glüberts erster Konter wurde gestoppt, sein zweiter führte zu einer zweiten Ecke, und Stein mußte einmal vor C. Maus eingreifen. Eifer mußte allen Akteuren der Gastgeber, die ergänzt wurden durch den Roßbacher Koch und den Großenbacher Hahner, zugebilligt werden.

Doch dieses Bemühen führte auch zu Unaufmerksamkeiten in der Deckung und zu langem Ballhalten, was sich dann gegen die Rou tiniers negativ auswirkte. Eine recht gute Partie lieferten Göbel, S. Maus und Reith, aber auch Stark, Padilla, Biel und C.Maus- ohne andere herabsetzen zu wollen.

Bei Hamburg setzten sich zunächst von Heesen und  der schnelle Bastrup in Szene, später kam Hrubesch als Torjäger mehr in den Mittelpunkt.
Zur Erinnerung die Torfolge: 1:0 durch Bastrups Kopfball nach Hrubesch-Vorarbeit, 2:0 durch Hrubesch nach Bastrup-Vorlage, 3:0 von Heesen nach Kaltz-Ecke, 4:0 von Heesen nach Kaltz-Flanke, 5:0 Bastrup nach Kosarek-Abklatscher, 6:0 Hartwig-Kopfball nach von Heesens
Einsatz, 6:0 Hansen nach Milewski-Vorlage, 8:0Milweski und 9:0 Magath nach Hrubesch-Vorarbeit, 10:0 Hmbesch nach Groh-Ecke, 11:0 Hrubesch nach Mißverständnis Erhardt – Kosarek,
12:0 Hrubesch auf Vorlage Rolff, 13:0 Jakobs nach Schröders Vorarbeit. –
Dies und die anderen Szenen ergaben: Der HSV bot etwas, fast jede Minute war eine Aktion zu verzeichnen.
Gerhard Cellarius
Hünfelder SV: Kosarek, Pappert, Krimmel,Zimmermann, W. v. Thiel, Stark, Lambrecht, S.Maus, Weber (46. N. v. Thiel), Reith, Göbel.
Hünfeld ab 58.: Kosarek (71. Gerhardt), Biel,Padilla, Erhardt, W. v. Thiel, Rehberg, Koch, C.Maus, Hahner, N. v. Thiel, Glübert.

Hamburger SV: Stein, Kaltz (62. Schröder), Groh, Hartwig (46. Wehmeyer), Jakobs, Milewski (76. Schmidt), v. Heesen, Hansen (46. Rolff), Hrubesch, Magath (76. Brunecker), Bastrup (68.Djordjevic).

 

Eberhard Fennel (Bürgermeister, Hünfeld):

Die Begegnung muß man als Fußballspaß betrachten. Das Hünfelder Team war bemüht, das Resultat zu verbessern, doch der Klassenunterschied war zu groß. Wir haben uns gefreut, daß Hamburg mit der kompletten Mannschaft gekommen ist. Das ist letztendlich auch ausschlaggebend für den deutlichen Sieg gewesen.

 

 

Wir haben ein schönes Spiel gesehen, das auch für die Zuschauer interessant gewesen ist. Die Nummer elf des Gegners (Göbel, d. Red.) war ein schneller
Mann.

 

Günter Netzer (Manager HSV):

 

Ich muß unserem Gegner ein großes Lob aussprechen, daß er so fair gespielt hat. Außerdem haben wir hier sehr gute Bedingungen vorgefunden.

Karl-Rainer Breuning (Hauptorganisator):

Der HSV hat erwartungsgemäß sein volles Programm abgespult. Ich bin mit dem Spiel trotz der hohen Niederlage für uns sehr zufrieden. Auch die Zuschauer dürften auf ihre Kosten gekommen sein.

Karl-Heinz Kircher (Spielausschußvorsitzender, Hünfeld):

Wir hatten viel Arbeit und ich bin  froh, daß es vorbei ist. Aber es gab keine Pannen,und mit dem Besuch bin ich zufrieden. Die vielen Autogrammjäger lassen sich einfach nicht zu rückhalten.

 

Axel Becker (Trainer von Hünfeld):

Hamburg hat verdient gewonnen.
Aber im Ernst: Wir haben zu schnell Tore geschluckt und einfach zu offensiv gespielt, was wir eigentlich gar nicht wollten. Die Leistung Hünfelds war sicher nicht schlecht,eher recht ordentlich, wenn wir nur etwas defensiver gewesen wären.

 

Vorbereitungsspiele

Landenhausen-Hünfelder SV 3:5 (0:1)

‚Wir haben phasenweise nicht schlecht gespielt, wenn man daran denkt, daß wir das gesamte Mittelfeld neu zu besetzen hatten, aber in der Deckung habe ich zu viele Nachlässigkeiten gesehen“, kommentierte Hünfelds Trainer Axel Becker den 5:3-(l:0-)Sieg in Landenhausen. Mit zwei seiner Neulinge im Team dürfte Becker zufrieden sein:.Göbel erzielte selbst zwei Treffer und bereitete den ersten -allerdings aus abseitsverdächtiger Position – vor. Weder Stock noch
Steinacker konnten den ehemaligen Jugendspieler von Borussia Fulda halten. Im Mittelfeld leistete der aus der eigenen Jugend kommende Norbert van Thiel eine Stunde lang hervorragende Arbeit, prüfte den aufmerksamen Jander mit
einem 20-m-Schuß und bereitete das 3:0 vor.
Schwächen dagegen waren bei Zimmermann
(Lässigkeiten) und Torwart Kosarek (wiederholt zu weit vor dem Tor stehend) nicht zu übersehen.
Landenhausen, kämpferisch jederzeit ebenbürtig, hatte seine stärksten Spieler in Krause und Oliver Wahl. Wenn Güldner nicht dreimal (39.,72., 84.) freistehend vor Kosarek gepatzt hätte,wäre ein Unentschieden durchaus möglich gewesen.
Winfried Keller

Landenhansen: Jander, Stock (46. Steinacker),Schmalz (46. Hubl), Süssner (65. R. Wahl),’Belenbaum, Güldner, Brehler, Krause, Eichenauer,Möller, 0. Wahl.
Hünfeld: Kosarek, Biel, Zimmermann, Ehrhardt (57. W. Weber), Krimmel, Pölz, Rehberg,N. van Thiel, Juli (46. Glübert), J. Weber, Göbel
Schiedsrichter: Mohr (Schlitz).
Zuschauer: 250.               ,
Tore: 0: l (16.) J. WeBer, 0:2 (53.) Göbel, 0-3(56.) J. Weber, 0:4 (63.) Göbel, 0:5 (66.) Pölz,1:5 (75.) 0. Wahl, 2:5 (78.) Güldner, 3:5 (85.) 0.Wahl.

Hattenhof – Hünfeld 4:4 (2:3)

Auf Grund einer Steigerung in der zweiten Hälfte trotzte Fußball-Bezirksligist Hattenhof zum Auftakt seines Sportfestes Landesliga-Aufsteiger Hünfeld ein 4:4-(2:3-)Unentschieden ab.
Die Gäste, die in der ersten Halbzeit stark von Fehlem des Hattenhofer Schlußmanns Voll profitierten, waren zwar technisch überlegen, zeigten
sich jedoch oftmals unkonzentriert und ohne den nötigen Siegeswillen. Lediglich N. van Thiel trieb das Spiel seiner Mannschaft im Mittelfeld immer wieder an, und vom dreifachen Torschützen Gö-bei ging größere Gefahr im Angriffszentrum aus.
Die Gastgeber waren auf Grund einer starken kämpferischen Leistung – vor allem Schwab war schier unermüdlich – in der Schlußphase einem Sieg näher, zumal sich Röhrig in der Sturmspitze zu steigern vermochte.

Christoph Witzel
Hattenhof: Voll (46. Kramm), Happ, T. Goldbach (63. M. Famung), Härtung, D. Walter,Schwab, Möller (46. Kreß), Kandzia, Röhrig, K.H. Walter (46. M.Goldbach), W. Famung.
Hünfeld: Kosarek, Pappert, Zimmennann,Ehrhard, Krimmel, Stark, Lambrecht, N. vanThiel, Rehberg, Weber (59. Biel), Göbel.
Schiedsrichter: Koch (Mittelkalbach).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 (12.) Göbel, 0:2 (18.) Weber, 1:2(32.) Kandzia, 1:3 (41.) Göbel,2:3 (44.) Schwab,2:4 (59.) Göbel, 3:4 (69.) und 4:4 (83.) beide Röhrig

Thaiden – Hünfeld 1:6 (1:0)

Unterschiedlich
Thaiden. Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten bot das Hauptspiel des Thaidener Sportfestes,in dem Landesliga-Aufsteiger Hünfeld gegen die
zwei Klassen tiefer spielenden Gastgeber einige Mühe hatte. In der ersten Hälfte stellte Thaiden gar das bessere Team. Die eng deckende Abwehr
um den recht guten Torhüter Kirchner bot einen sicheren Rückhalt, und Henkel und Raab trieben das Spiel mit Schnelligkeit und Kampfgeist an.
Der Landesligist zeigte sich zunächst ideenlos und versuchte mit Klein-Klein-Spiel zum Erfolg zu kommen. Erst nach dem Wechsel, als die Platzherren nachließen, brachte die größere technische Versiertheit (Stark, N. van Thiel) und
Erfahrung (Kosarek, Zimmermann, Weber) der Hünfelder den Wechsel, so daß der Favorit doch noch zum standesgemäßen Sieg kam.
Christoph Witzel

Thaiden: Kirchner, H..Schnaus (60. Spiegel),Handwerk, Zentgraf, Krenzer, Kessler, Henkel,D. Hohmann (46. K. H. Schnaus), Raab (70. Mehler), Reim (57. D. Schnaus), L. Hohmann.
Hünfeld: Kosarek, Biel, Zimmermann, Pappert, Krimmel, Stark, Lambrecht, N. van Thiel,.Rehberg (60. Padilla), Weber, Göbel.
Schiedsrichter: Hohmann (Künzell).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 (10.) Krenzer, 1 1 (49.) und 1:2 (51.)beide N. van Thiel, 1:3 (68.) Göbel, 1:4 (77.)Lambrecht, 1:5 (82.) Weber, 1:6 (83.) Göbel.

Ufhausen – Hünfeld 2:1 (0:0)

 

In der 42. Minute hatte H. Bock für Ufhausen die erst Torchance auf dem Fuß doch Gästetorwart Kosarek konnte diese vereiteln. Ansonsten tat sich bei klarer Überlegenheit der Platzherren in der ersten Halbzeit nicht viel. Nach der Pause bekam die Partie wesentlich mehr Farbe, ohne daß von Hünfelder Seite eine Leistungssteigerung zu verzeichnen war. Hünfelds Göbel köpfte in der 48. Minute knapp am Tor vorbei, kurz darauf hatte Klinzing die größte Chance der
Platzherren, in Front zu gehen. Die überraschende Gästeführung, die Weber mit einem schönen Volleyschuß erzielt hatte, glich der eben eingewechselte G. Bock postwendend aus, daraufhin diktierten nur noch die Bezirksligisten das Spiel-
geschehen. Erst als der überragende Ufhausener Ulrich nach einer Riesenchance das Gehäuse der Gäste verfehlte und verletzt ausschied, konnte Hünfeld gegen nur 10 Akteure mehr Akzente setzen. Dennoch kamen die Gastgeber zum hoch-
verdienten Sieg, beim Landesligisten bot nur, Stark eine herausragende Leistung, ohne jedoch große Impulse ins Spiel tragen zu können.

Sandor Meingast

Ufhausen: Reichhardt (46. Wiegand), E. Jost,R. Jost, Juling (54. G. Jost), W. Jost, H. Bock,Ulrich, Peter, Schuster (46. Klinzing), Veltum (63. G. Bock), Hohmann.
Hünfeld: Kosarek (46. A. Rehberg), Pappert(66. Biel), Krimmel, Ehrhardt, W. van Thiel, Stark, Zimmermann, N. van Thiel, L. Rehberg, Weber, Göbel.

Schiedsrichter: Freidhof (Soisdorf).
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 (62*) Weber, 1:1 (63.) G. Bock, 2:1(88.) Klinzing.

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 


I

  

 

 

Tann -Hünfeld 1:3 (0:3)


Tann.
Als Schiedsrichter Sauerbier unmittelbar vor dem Pausenpfiff auf Strafstoß für den
Landesliga-Aufsteiger aus Hünfeld entschied,deutete sich der standesgemäße Erfolg beim A-Ligisten an. Doch S. Maus verpaßte diese Gelegenheit, das Pulver der Angriffsreihen war verschossen. Zuvor genelen die Gäste durch kluge Kombinationen und gefährliches Steilspiel,Tanns Schlußmann Sauermilch verhinderte einen klaren Rückstand gegen Weber, Zimmennann und Reith.
Nach dem Seitenwechsel war Hünfeld zwar weiter die tonangebende Mannschaft, doch die Gastgeber fanden besser zu ihrem Spiel, zumal die Abwehr durch die Hereinnahme von Eckhardt stabiler wirkte. Dennoch war es der Hünfelder W. van Thiel, der die Bemühungen Tanns mit einem Eigentor belohnte. Den Gästen
boten sich später zwangsläufig Möglichkeiten, doch wurde der Ball im letzten Moment zu langegehalten, so daß weitere Tore ausblieben. Bei Tann konnte noch Koch überzeugen, bei Hünfeld gefielen Stark und S. Maus.
Ralf Kleemann
Tann: Sauermilch, U. Brotzmann, Fischer ,Kalinbach (55. Bräutigam), Bohn, Soratschewsky (30. R. Brotzmann, 42. Bittorf), Koch, Gilbert, Schattier (50. Eckardt), Kirst, Reich.
Hünfeld: Kosarek, Pappert, Krimmel, Zimmennann, W. van Thiel, Stark, Lambrecht (75. Rehberg), S. Maus, J. Weber, Reith, Göbel (46. C. Maus).
Schiedsrichter: Sauerbier (Hofbieber).
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 (7.) S. Maus, 0,2 (27.) Reith, 0:3 (36.)Stark, 1:3 (60. Eigentor) W. van Thiel.


1.Spiel HSV-Eintracht Baunatal 2:0 (0:0)


H ü n f e l d. Es war die Partie der Torhüter.
Der eine, Roland Kosarek, lieferte eine glanzvole Partie und legte mit seiner Leistung den Grund-stein zum 2:0-(0:0-)Sieg der Hünfelder. Der andere, Ingolf Zinke, machte bei beiden Treffern eine höchst unglückliche Figur, und Baunatals
stellvertretender Vorsitzender lag richtig, wenn er meinte: ‚Mit dem Hünfelder Torwart hätten wir gewonnen.“
Eintracht Baunatal, als einer der Titelanwärter auf die neue ‚Rhönkampfbahn“ gekommen, trat keineswegs überzeugend auf. Trainer Werner Weigel muß noch viel Arbeit leisten, um eine echte Mannschaft zu formen. Ohne den USA-
Urlauber und Vorstopper Leck bestimmten die Gäste zwar vor der Pause Tempo und Taktik doch Baunatals Neuzugänge (Stareinkauf Holger Brück ist erst am l. Oktober spielberechtigt)boten nichts Überragendes: der Ex-Hersfelder
Nebe leistete sich gegen den jungen Göbel -neben Kosarek bester Hünfelder- einige Ruppigkeiten und bekam dafür die gelbe Karte.
Libero Becker und Hartmann (beide früher in Bergshausen) gingen in der Schlußoffensive des Aufsteigers weitgehend unter. Von Degenhardt und dem
eingewechselten Führus (Edermünde) gingen kaum Impulse aus. Nur Bürger (CSC Kassel) bot gegen Lambrecht eine passable Vorstellung.
Hünfeld, das nur mit zwei Spitzen agierte, verdankt die ersten Punkte hauptsächlich seinem Torwart Kosarek. Gegen Gertenbach (63., 72.und 82.), Weber (64.) und Bürger (81.) parierte der Schlußmann sogenannte todsichere Möglichkeiten. Einmal rettete Zimmermann (54.), der ebenfalls die gelbe Karte sah, vor der Linie. In dem Maße wie die Gäste nach der Pause nachließen, gewann das zunächst zu sehr in die Breite angelegte Hünfelder Mittelfeldspiel an Format.
Steffen Maus leistete ein großes Laufpensum, vernachlässigte aber die Deckungsarbeit gegen Blocha, der zusammen mit Klammt zu den besten
Baunatalem gehörte, Reith nutzte den ihm verfügbaren Spielraum für zwei Chancen (34. und 36.), Lamprecht neutralisierte Bürger. Die einge
wechselten Christof Maus und Rehberg verstärkten noch den Druck auf das Eintracht-Tor. Hünfelds Trainer durfte mit dem Saisonauftakt
zufrieden sein, ‚Nach 20 Minuten haben wir besser ins Spiel gefunden. Die Mannschaft hat kämpferisch überzeugt und war auch in der Deckungsarbeit gut.“ Baunatals Linksaußen Gertenbach setzte den unrühmlichen Schlußpunkt.
Nach dem Abpfiff stieß er seinen Gegenspieler
Stark völlig grundlos um.

Winfried Keller
Hünfeld: Kosarek, Pappert, Krimmel, Zimmermann, W. van Thiel, Stark, Lambrecht, S.Maus, N. van Thiel (59. C. Maus), Reith (80.Rehberg), Göbel.
Bannatal: Zinke, Nebe, Kraft (46. Weber),
Klammt, Becker, Blocha, Degenhardt (78. Führus), Hartmann, Abel, Bürger, Gertenbach.
Schiedsrichter:  Freund  (TSV  Nietra  bei Eschwege).
Zuschauer: 300. .
Tore: 1.0 (75.) Göbel, 2:0 (82.) Rehberg.


2.Spiel Hessen Hersfeld-HSV 3:0 (0:0)


Bad H e r s fe l d Zwei Tore innerhalb von zwei Minuten besiegelten die Niederlage des Hünfelder SV am Samstag bei Hessen Hersfeld.0:3 unterlag der Neuling schließlich, obwohl er 72 Minuten lang die Hoffnung auf einen Punktgewinn nährte. Sie machten das recht geschickt, die Gäste.Man ließ die technisch versierten Hausherren kommen und empfing sie bereits dicht hinter der Mittellinie mit Störversuchen, die oft den gewünschten Erfolg brachten, nämlich die Hessen aus dem Rhythmus zu bringen. Zudem baute der
Aufsteiger eigene Angriffe fast bedächtig auf,nahm somit aus dem Spiel die Schnelligkeit heraus. In der Abwehr stand Hünfeld dicht gestaffelt, da ging man schnell zur Manndeckung über,wenn die Hessen in Strafraumnähe aufkreuzten.
Mit zunehmender Spieldauer, als die Hessen mehr und mehr den Faden verloren, wurde Hünfeld frecher, startete selbst Angriffe über die schnellen Reith, Rehberg und Göbel – zunächst allerdings ohne viel anzurichten, zumal die Hes-
senabwehr (wie auf der anderen Seite auch die Hünfelder) nicht gerade zimperlich zu Werke ging.
Dadurch bedingt gab es viele Unterbrechungen, kam kein rechter Spielfluß auf. Nach der Pause merkte man den Platzherren an, daß sie nun den Erfolg erzwingen wollten, ging im Mittelfeld alles etwas schneller als zuvor, geriet die
HSV-Abwehr zunehmend unter Druck. Nachdem Hohmann (57.) knapp das Tor verfehlt hatte, bot sich allerdings zunächst Göbel die wohl größte HSV-Chance überhaupt, als er nach herrlichem Solo erst in letzter Sekunde von Sippel
gestoppt wurde (58.).
‚Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, hätte Göbel verwandelt“, so HSV-Trainer Becker nach dem Spiel, doch da sei die Gegenfrage erlaubt,
wie hoch Hünfeld vielleicht verloren hätte, wenn den Hessen ein frühes Tor gelungen wäre. Nach Skrzysowskis Doppelschlag (72. und 74.) wurde die HSV-Abwehr- bedingt durch jetzt offensive Spielweise – in der Folgezeit zum Spielball der Hessen, die eine Chance nach der anderen herausspielten, aber meist am erneut überzeugenden Kosarek scheiterten.

Hans Hantke
Hessen Hersfeld: Curth, Sippel, Wunike, Schilling, Schmidt, Heinemann, Jost (46. Wittig), Hohmann, Bock, Skrzysowski, Heide (72. Kleinkauf).
Hünfelder SV: Kosarek, Pappert, Krimmel,Zimmennann (80. Biel), W. van Thiel, Stark,Lambrecht, N. van Thiel (74. Weber), Rehberg,Reith, Göbel.

Schiedsrichter: Ziegler (SG Meißner). Tore:
1:0 (72.) Skrzysowski, 2:0 (74.) Skrzysowski, 3:0(82.) Wittig. Zuschauer: 700. Beste Spieler: Bock— Stark, Kosarek.

 

3.Spiel HSV-Ohetal 7:2 (2:2)


H ü n f e l d. Das erste Tor fiel nach 58 Sekunden, das letzte wenige Augenblicke  vor dem Apfiff. Dazwischen lag eine enorme kämpferische Leistungssteigerung des Neulings, der einen 0:2Rückstand wettmachte und nach dem Wechsel einen einzigen Sturmlauf auf das Gästetor unternahm.
Der hohe Sieg machte die Hünfelder Schwächen in der Anfangsphase vergessen: Da leistete sich Stark – ebenso wie Krimmel ohne direkten
Gegenspieler- auf dem etwas hoch gewachsenen Rasen eine Fehlabgabe nach der anderen, übertrieb Lambrecht seine Dribblings, waren die Deckungsschwächen im Mittelfeld unübersehbar.
Ohetal erzielte mit seinem Ein-Mann-Sturm Berge, gegen den Pappert einige Mühe hatte, eine fast   hundertprozentige   Chancenauswertung.
Nach dem Wechsel bekamen Reith, S. Maus und Lambrecht das Mittelfeldspiel zunehmend in den Griff, setzten wiederholt die nachrückenden Verteidiger Krimmel und Stark in Szene und verlagerten das Spiel fast ausschließlich in die
gegnerische Hälfte. Derart unter Druck geraten,produzierten die Ohetaler zwangsläufig Fehler.Symptomatisch der Fehlabwurf des ansonsten
sicheren Torwarts Wolff in der 74. Minute, den Lambrecht, der zwei weitere Treffer vorbereitete, zum vorentscheidenden 5:2 nutzte. Am Ende
durften die Gäste mit dem 7:2 zufrieden sein,denn Göbel (35.) und C. Maus (68.) trafen den Pfosten, weitere Möglichkeiten wurden von Göbel(70.), Reith (73. und 77.) herausgespielt.

Winfried Keller
Hünfeld: Kosarek, Pappert, Krimmel (79. Padilla), Zimmennann, W. van Thiel, Stark, Lambrecht, S. Maus,. Rehberg (67. C. Maus), Reith,Göbel.
Ohetal, Wolff Baumgart, Honal, März, H.Vonhold, Mete, H. Runschke, Hahn (71. U. Vonhold), Scharfenberger (18. Vaupel), K. Runschke, Berge.
Schiedsrichter: Wolf (Bad Soden).
Tore: 0:1
Hahn (l.), 0:2 H. Vonhold (26., Handelfmeter),
J|,2.Göbel(30.,1.2:2 Reith (38., Handelfmeter),
3:2Göbel(‚4:2 S. Maus (71.), 5:2 Lambrecht
(74.),6:2 Maus (88.). 7:2 Göbel m.
Zuschauer: 250. Beste Spieler: Reith, S. Maus. Berge, K.Runschke.

 

 

4.Spiel Lohfelden-HSV 5:1


Lobfelden. ‚Heute hat bei uns überhaupt nichts gestimmt“, kommentierte der Hünfelder Trainer Axel Becker treffend die deutliche Auswärtsniederlage des Neulings in Lohfelden.
Gründe für den Mißerfolg gab es mehrere.Zum einen attackierten die Gäste den technischstarken Mittelstürmer des Mitaufsteigers, Sauer,erst im Strafraum mit dem nötigen Emst, und der Schiedsrichter verhängte zweimal nach Angriffen auf denselben einen Strafstoß gegen die Gäste.
Das zweite Manko lag im Hünfelder Angriff,wo zwar C. Maus mit zunehmender Spielzeit immer stärker wurde, aber Spielverständnis und Torgefährlichkeit vermißt wurden.
Deshalb war auch das Aufbäumen gegen die drohende Niederlage nach der Pause vergebens,da reihenweise hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen wurden, die Abwehr nachlässig aufste und so in dieser Drangperiode das 3:0 durch einen von Sauer erfolgreich abgeschlossenen Konter fiel.
Danach war dann die Moral der Hünfelder gebrochen, und der Gegentreffer, den Markus Stark aus 25 Metern erzielte, hatte nur noch statistischen Wert.
Andreas Stock
Lohfelden: Rühling, Homburg, Käsemann, U.Nolte, Sturm, Kell, F. Nolte (46. Richter), Rodrigo. Sauer, Morbitzer, Foltis (79. Claar).
Hünfeld: Kosarek, Pappert (59. J. Weber),Krimmel, Zimmennann, W. van Thiel, Stark, Lambrecht, S. Maus, C. Maus, Reith, Göbel.
Schiedsrichter: Schwedes (Wolfhagen). Tor(i:
1:0 Kell (15.),2:0 Sauer(22.),3:0 Sauer (69.), 3:1Stark (82.), 4:1 Käsemann (85., Foulelfmeter),5:1 Rodrigo (90., Foulelfmeter). Zuschauer: 100.
Beste Spieler, Rodrigo, Sauer, Morbitzer – Zimmermann, S. Maus.


Bernhard GöbelErstmal etablieren


H ü n f e l d. Das Lob kam von kompetenter Seite, ‚Die Nummer elf, ein schneller Mann.“Gesagt hat das Alexander Ristic, Co-Trainer des deutschen Fußballmeisters Hamburger SV, beim Gastspiel in Hünfeld, und gemeint war Bernhard Göbe!, Linksaußen des Landesliga-Aufsteigers
Hünfelder SV.
Der I8jährige Oberprimaner des Hünfelder Wigbertgymnasiums, der als Vorbild den KölnerKlaus Allofs nennt, hält von derlei Vorschußlorbeeren nicht viel: ‚Jetzt habe ich erst ein paar Spiele in der Landesliga hinter mir. Da ist es nochzu früh, über die sportliche Zukunft nachzudenken. Für mich geht es erst einmal darum, einen Stammplatz zu erkämpfen, mich in der Klasse überhaupt zu etablieren.“ Positiv aufgefallen ist Bernhard Göbel bereits in den ersten drei Begenungen durch seine Torgefährlichkeit. Vier der neun Hünfelder Tore gehen auf sein Konto. ‚Mir fehlt noch die Kraft. Offensiverteidiger liegen mir nicht so sehr, und ich habe auch noch Schwächen im Kopfballspiel“, sagt einer, der gegen
Ohetal mit drei Konfballtoren erfolgreich war.
‚Das war eher Zufall“, so Göbel, ‚die Ohetaler Abwehr war kaum landesligareif.“
Angefangen hat der talentierte Stürmer als Neunjähriger in der Schülerelf von Germania Kirchhasel unter Trainer Paul Gombert, wechselte mit 16 Jahren zur A-Jugend von Borussia Fulda, wo er im zweiten Jahr in 22 Spielen 21 Tore schoß, und hatte als I8jähriger seine Landesliga-Premiere im Borussen-Trikot bei einer
Einwechselung in Hombressen.
Der Wechsel zum Hünfelder SV kam auf Grund der großen zeitlichen Belastung: ‚Die Schule darf nicht zu kurz kommen. Dafür ist sie mir zu wichtig, und Hünfeld liegt einfach näher an meinem Wohnort Kirchhasel“, erklärt Göbel, der seine Trainingsbeteiligung nach Absprache mit Übungsleiter Axel Becker im Laufe der Saison von dreimal auf zweimal wöchentlich einschränken möchte. ‚Ich bin nicht unbedingt trai ningsfleißig“, bekennt Göbel, ‚und hätte einen
Rückstand vor Saisonbeginn aufzuholen, weil in Fulda bei der A-Jugend zum Saisonschluß gar nicht mehr trainiert wurde.“ In der neuen Umgebung fühlt sich der Kirchhaseler ‚echt wohl“.
Göbel: ‚Die Kameradschaft ist hundertprozentig, die Vereinsleitung zieht mit.“ Göbels größte Sorge ist derzeit die Angst vor langwierigen Verletzungen. Bis auf wachstumsbedingte Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule ist er von Rückschlägen verschont geblieben. ‚In der Landesliga wird schneller und härter
gespielt als in der A-Jugepd. Wenn ich mir vorstelle, drei oder vier Wochen im Krankenhaus liegen zu müssen, das wäre schon wegen der
Schule nicht gut.“       •
Winfried Keller

 

5.Spiel HSV-Petersberg 2:1


H ü n f e l d. Zumindest einen Punkte hatte sich der RSV Petersberg beim Aufsteiger Hiinfeld erhofft, vor der Pause schien das Rezept durch aus aufzugehen. Doch innerhalb von sechs Minuten nach dem SeitenwechseS wurde Petersbergkalt erwischt, das Spiel war mit 2:1 (0:1) zugunsten der Platzherren entschieden.
Fünf Minuten vor Spielende hatte der Hünfelder Göbel eine weitere Möglichkeit, das Ergebnis deutlicher zu gestalten, doch der überragende Gästeschlußmann Heil machte auch diese Chance zunichte. Zuvor waren bereits Lambrecht, S.
Maus und Reith aus aussichtsreicher Position am Petersberger Keeper gescheitert, der dafür sorgte, daß das Spiel bis zum Schluß spannend blieb.
Die Gastgeber waren die tonangebende Mannschaft, Petersberg suchte seine Chance aus der Defensive heraus mit Konterangriffen. Gehring war dabei stets gefährlich, besonders in der ersten Hälfte hatte er einige Möglichkeiten. Die
größte Chance verpaßte er, als Stark seinen Kopfball im letzten Moment von der Linie köpfte.
In der zweiten Halbzeit hatte Petersberg allerdings kaum zwingende Torchancen, Gefahr entstand lediglich durch Freistöße von John. Auf Grund der großen Spielanteile ist der Hünfelder Sieg hochverdient, die Gäste waren einmal mehr
zu schwach im Abschluß.
Hünfelds Trainer Axel Becker sagte nach  Spiel: ‚Das war unser bisher schwächstes Heimspiel, da wir zu viele Chancen ausgelassen haben und somit bei jedem Gegenangriff Angst haben mußten. Die Gäste haben wie erwartet defensiv gespielt.“
Petersbergs Pressesprecher Udo Becker: ‚Am Anfang ist es für uns gut gelaufen, wir haben die Gegenspieler gehalten, auf die wir aufpassen
mußten. Der Sieg für Hünfeld ist jedoch im großen und ganzen verdient, unser Torwart Heil hat sehr gut gehalten.“
Ralf Keemann
Hünfeld: Kosarek, Pappert, Krimmel, Zimmermann, Biel, Stark, Lambrecht, S. Maus, C.Maus, Reith, Göbel.
Petersberg: Heil, Bonaus, John, Bettendorf(40. Weber, 55. Wehner), Dettmar, Hohmann,Klingenhöfer, Komek, G. Schäfer, Gehring, H.Schäfer.
Schiedsrichter: Schneider (Wattenberg). Tore:
0:1 Gehring (25., Foulelfmeter), 1:1 Reith (47.),2:1 Lambrecht (53.). Zuschauer: 500.
Beste Spieler: Stark, Lambrecht, Reith – Heil.

 

 

6.Spiel Flieden-HSV 3:2


SV Flieden – Hünfelder SV 3:2 (2:2)
Die Gastgeber waren sich der Schwere ihrer Aufgabe gegen den Landesliga-
Aufsteiger bewußt. Im Endspurt konnte sich der SV Flieden dann glücklich mit 3:2 (2:2) gegen den Hünfelder SV durchsetzen.
Die Entscheidung fiel drei Minuten vor Spielende, als Röhrig mit kraftvollem Einsatz im Anschluß an einen Eckball erfolgreich war. Bis dahin sah es so aus, als würde der wacker kämpfende Gast die verdiente Punkteteilung erreichen. Kurz
vor der Pause konnte Hünfeld sogar in Führung gehen, doch der ansonsten recht glücklose Fliedener Torwart P. Kreß konnte Göbels Kopfball zur
Ecke klären (45.).
Das Spiel der Gastgeber, die durch eine Grippeinfektion geschwächt waren (Hüttl fehlte,Stumpf und Müller spielten trotz Krankheit),wirkte während der gesamten Distanz verkrampft. Im Angriff ließen Moll, Bunzenthal und Seban oft den letzten Einsatz vermissen. Mit der Einwechselung von Stumpf kam dann etwas
mehr Druck ins Spiel. Lediglich Röhrig war einmal mehr der Antreiber, Koppel war in der Defensive stark. Der Hünfelder SV wirkte beweglicher, Göbel und C. Maus brachten Gefahr über die Flügel, die Mittelfeldimpulse gingen von S. Maus und Lambrecht aus. Ein Unentschieden hätte Hünfeld wirklich verdient gehabt.
Fliedens Trainer Theo Diegelmann sagte nach dem Spiel: ‚Es war heute unser schwächstes Heimspiel, durch die Grippekrankheit einiger Spieler waren wir natürlich gehandikapt. Die Hektik kommt zudem durch den Derby-Charakter zustande.“
‚Wir waren heute bestimmt nicht die schlechtere Mannschaft, wir fangen einfach zu viele Gegentore“, zog Hünfelds Trainer Axel Becker
das Resümee.
Ralf Kleemanri
Flieden: P. Kreß, Koepf (55. Stumpf), Hack,Schad, Schäfer, Röhrig, Seban, Müller, Bunzenthal, Koppel, Noll.
Hünfeld: Kosarek, Pappert (9. Biel), Krimmel,Zimmermann, W. van Thiel, Stark (75. Rehberg),Lambrecht, S. Maus, C. Maus, Reith, Göbel.
Schiedsrichter: Hüssers (Raboldshausen).
Zuschauer: 700.
Tore: 1:0 Noil (4.). 1:1 Göbel (.34:),
2:1 Röhrig (37.). 2:2 Göbel (40.). 3:2 Röhrig
(87.).
Beste Spieler“: Röhrig, Koppel – S. Maus,Göbel.

 

7.Spiel Melsungen-HSV 4:2


Abwehrschwächen
FV Melsungen – Hünfelder SV 4:2 (2:0)Melsungen. Trainer Axel Becker nahm
die Hünfelder 2:4-(0,2-)Niederlage beim FV Melsungen mit Humor, als er kommentierte: ‚Ich hätte sie heute mischen können, wie ich wollte, es wäre immer Gulasch rausgekommen.“Doch der Verlust beider Punkte war unnötig.
Der Gast hatte auf dem sehr holprigen Boden deutliche technische Vorteile, wirkte in seinen Kombinationen gefälliger und erarbeitete sich so die weitausgrößeren Spielanteile. Den meisten Spielern fehlte in ihren Aktionen allerdings die letzte Konsequenz. Ein Manko war auch, daß aus der zweiten Reihe zu selten geschossen wurde.Den Ausschlag gab letztendlich allerdings die
katastrophale Defensivleistung. Bis auf Lambrecht ließen die Mittelfeldspieler ihre Dekkungsaufgaben weitgehend unbeachtet. Dazu kamen haarsträubende.Fehler in der Deckung,aus denen die Melsunger die wenigen Chancen herausspielten, die sie dann zu Toren machten.
Nachdem W. van Thiel nach der zehnten Hünfelder Ecke den Anschlußtreffer markiert hatte,sah es lange Zeit nach einer Wende zugunsten der Gäste aus. Doch in der 75. Minute fiel die Entscheidung: W. van Thiel, wie Zimmermann ver-
warnt (beide wußten sich oft nur mit unfairen Mitteln zu helfen), kassierte für ein erneutes Foul eine Zeitstrafe, und Hast donnerte den fälligen Freistoß mit Vehemenz in die Maschen.
Tibor Meingast
Melsungen: Meyer, Landgrebe (65. Hintze),Hohmann, Hast, Stelzig, Riehl, A. Heinemann,Lohne, Franke, Frank (72. Führ), Obach.
Hünfeld: Kosarek, Biel, Krimmel, Zimmermann, W. van Thiel, Rehberg (58. N. van Thiel),Lambrecht, S. Maus, C. Maus, Reith, Göbel (71.Fadilla).
Schiedsrichter: Brindöpke (Edertal).
Tore: 1:0
Obach (5.), 2:0 Obach (18.), 2:1 W. van Thiel(49.), 3:1 Hast (75.), 4:1 Hintze (83.), 4:2 Reith(90.).
Zuschauer: 350. Beste Spieler: Obach -Lambrecht,C.Maus


8.Spiel HSV-Hessen Kassel Amateure 0:1


H ü n f e l d. Jetzt hat es den Hüllfelder SV zum erstenmal auch zu Hause erwischt, Mit 0:1(0:0) unterlag der Neuling dem Tabellenzweiten Hessen Kassel Amateure. Den Spielanteilen wird diese Niederlage sicherlich nicht gerecht, gänzllich unverdient aber war sie nicht.Die Gäste präsentierten sich als cleveres Team,das sich routiniert aus der Affäre zog. Gestützt auf eine relativ sichere Deckung, kurbelten insbesondere Deiß und Palupski kluge Angriffsaktionen an. Ein halbes Dutzend Chancen erspielten die Kasselaner, nach einem krassen Abwehrfehler markierte der sträflich ungedeckte Palupski das entscheidende Tor. Eine weitere Riesenchance desselben Akteurs machte Kosarek, der sich nach anfänglichen Unsicherheiten zum großen Rückhalt seiner Abwehr steigerte, mit seiner besten Tat in der 62. Minute zunichte.
Die Hünfelder zeigten alte Schwächen. Im Mittelfeld fehlte die ordnende Hand, zumal Lambrecht mit Deckungsaufgaben stark beschäftigt war und später verletzt ausschied. Die Zuspiele kamen oft ungenau, Weitschüsse und Flügelspiel
sah man zu selten. Da Reith und mehr noch S. Maus ihre Bestform noch nicht gefunden haben, lahmte das Angriffspiel des HSV sehr lange. Bis zur 80. Minute gabes nur drei Chancen: Göbel hob ein Reith-Flanke auf die Latte (18.), wurde nach einem Solo von Kneuer gebremst (50.) und scheiterte mit einem
Kopfball an einer weiteren Glanztat des Gästekeepers.
Erst in den letzten Minuten agierten die Gastgeber endlich zielstrebiger, Reith und Göbel blieb der Erfolg allerdings versagt. ‚Wir haben wieder durch einen Abwehrfehler verloren, sonst lief es recht gut“, konstatierte Hünfelds Trainer
Axel Becker. Neben Zeitstrafen für Freudenstein (85.) und Panierschky (88.) gab es gelbe Karten für N. van Thiel, Stark, Panierschky und Szczed-
zina.
Tibor Meingast
Hünfeld: Kosarek, Biel, Krimmel, Zimmermann, N. van Thiel, Stark, Lambrecht (65. Rehberg), S. Maus, C. Maus, Reith, Göbel.
Hessen Kassel: A. Kneuer, Sturm, Wolf,Aschenbrenner,  Kapke,  Deiß, Panierschky, Szczedzina, Kaese (61. Berger), Palupski (75.
Griesel), Freudenstein.
Schiedsrichter: Fröhlich (Magdlos).
Tor: 0:1 Palupski (58.).
Zuschauer: 250.
Beste Spieler: N.van Thiel – Kneuer, Deiß.

 

9.Spiel Hermania Kassel-HSV 3:1


Herrn. Kassel – Hünfelder SV 3:1 (2:0)
Kassel. ‚Es ist immer dasselbe“, schimpfte Hünfelds Trainer Axel Becker, ‚wir machen dem Gegner regelrecht Torgeschenke. Unser Spiel war saft- und kraftlos. Wir hatten zuviel Respekt.‘
In der Tat lebten die ideenlos und schablonenhaft aufspielenden Hermannen eher von den Fehlern der HSV-Deckung denn vom eigenen Können. Die Vorentscheidung war bereits zur Pause gefallen: Zuerst nahm Stark im Duell mit
Menzel den Ellbogen zur Hilfe, und Fischer zirkelte den Freistoß aus 18 Metern über die schlecht postierte Mauer in den Winkel, dann ließ Norbert van Thiel seinen Gegenspieler Schade einen Moment unbewacht, und der Kasseler
köpfte aus fünf Metern freistehend zum 2:0 ein.
Nach dem Wechsel mühten sich die Hünfelder, bei denen Padilla erstmals von Beginn an eingesetzt wurde, um ein druckvolleres Spiel. Auch wenn sich im HSV-Angriff fast alles auf den gut aufgelegten Christof Maus konzentrierte und
Trainer Becker von der Bank monierte: ‚Auch mal über links spielen“, gewann das Spiel der Gäste zunehmend an Format. Der Anschlußtreffer durch Göbels gelungenes Solo nach Vorarbeit von Krimmpl war längst verdient. Die Herman-
nen hätten nichts einwenden können, wenn auch noch der Ausgleich gefallen wäre.
WinfriedKeller
Herrn. Kassel: A. Wenzel, Neubert, Reimschüssel, Braun, Fischer (73. Alexi), Schmelz,Schade, Fieseier, Rittgam, Menzel, Bork.
Hünfeld: Kosarek, Biel, Krimmel, Zimmermann, N. van Thiel (62. Rehberg), Stark, Padilla(62. W. Weber), S. Maus, C. Maus, Reith, Göbel.
Schiedsrichter: Franz (Ziegenhain).
Tore: 1:0 Fischer (31.), 2:0 Schade (36.), ZuLSiWQi)‘ 3:1 Rittgam (82.). Zuschauer: 250. Beste Spieler:
Rpimsdiiis’iel- Bnrk—C. Maus. Zimmerman


10.Spiel HSV-Schrecksbach 0:2


H ü n f e l d. HSV-Trainer Axel Becher hatte vollkommen recht, als er nach dem Spiel gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Schrecksbach enttäuschtmeinte: ‚Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen.“ Hünfeld bot eine gute kampferische Leistung und war nach dem Wechsel Spiel-
bestimmend, während der hohe Titelaspirant sich launisch und keineswegs meisterlich prasen- ‚Dabei starteten die Gäste, wie man es erwartet
hatte, Kapitän Diehl öffnete mit weiten Passen den Raum, die Stürmer agierten schnell und trickreich, und vor allem Alder, den sein Gegen spieler Biel zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekam, war eine ständige Gefahrenquelle für die
Hünfelder Hintermannschaft. In der 10_ Minute mußte die Latte bei einem Volleyschuß des Rechtsaußen hinhalten, vorher hatte W van Thiel vor ihm auf der Linie gerettet (7.). Nach seinem Führungstreffer allerdings, bei dem der
sonst tadellose Kosarek ein wenig mithalf , ließen die Schrecksbacher merklich nach und mußten sich einer Daueroffensive der Platzherren stellen.
Daß dieses ‚Powerplay“ in der zweiten Halbzeit nicht zum Erfolg führte, lag an der Abschlußschwäche Hünfelds. Besonders Göbel wurde von Jäckel gänzlich ausgeschaltet. Symptomatisch für diese Misere war, daß der wenig überzeugende
Reith einen unberechtigt gegebenen Foulelfmeter kurz vor Schluß einen Meter neben das Tor setzte
Christoph Witzel
Hünfeld: Kosarek, Biel, Krimmel (69. Weber),Zimmennann, W. van Thiel, Stark, Lambrecht, S.Maus, C. Maus (81. Ehrhardt), Reith, Göbel.
Schrecksbach: Lauthe, Schwalm (69. Schweigert), Flach, Jäckel,Diehl, Schick, Alder, Hirsch,Heidl, Schäfer, Kalbfleisch.
Schiedsrichter: Kersten (Neuses).
Tore: 0:1 Alder (26.), 0:2 Alder (86.).
Zuschauer: 300.
Beste Spieler: Kosarek, Lambrecht – Diehl, Alder.
Besonderes Vorkommnis: Reith verschießt Foulelfmeter (88.).


K.-H. Kircher: Anfang täuschte Karl-Heinz Kircher (44), als Fußball-Abteilungsleiter  auch gleichzeitig Spielausschußvorsitzender beim Landesligisten Hünfelder SV, sieht den Aufsteiger noch nicht in großer Abstiegsgefahr.
Hünfeld ist nach einer Negativserie von Platz vier auf Rang 17zurückgefallen.
Frage: Auswärts punktlos, zu Hause nach drei Siegen zwei Niederlagen — wie läßt sich dieser Einbruch erklären?
Kircher: Ich sehe das nicht als Einbruch an.Platz vier am Anfang hat etwas getäuscht und gegen Schrecksbach und Hessen Kassels Amateure kann man schon zu Hause verlieren. Was uns fehlt ist hier und dort ein Auswärtspunkt.
Mit der Bilanz kann man zwar nicht zufrieden sein, aber die Moral ist gut.
Frage, 6:16 Punkte, davon zuletzt 0:12 -führt das zu Konsequenzen, zu konkreten Maßnahmen?
Kircher, Wenn Sie auf einen Trainerwechsel ansprechen sollten, von so etwas ist bei uns in Hünfeld nicht die Rede. Und von den Spielern her können wir keine großen Experimente machen, denn von unserem großen Kader zählen zur Zeit nur etwa 16 zum Stamm. Es bleiben also höchstens taktische Erwägungen.
Frage: Sechs Abgänge und sechs Neuzugänge sowie elf ausgerückte Jugendspieler wurden zu Saisonbeginn gezählt. Haben die Neuen denn die Erwartungen erfüllt?
Kircher: Das kann man in vollem Umfang für Göbel bejahen. Auch die Brüder Maus und Reith bringen spielerisch das, was erwartet war. Nur einen Torerfolg hätte man Ihnen gegönnt.
Frage: In den vergangenen vier Spielen gab es gerade ein Hünfelder Tor und nur
Schlußlicht Petersberg hat mehr Gegentreffer. Ist die ganze Mannschaft in der Krise?
Kircher: Es ist kein Geheimnis, daß bei uns derzeit nur Göbel Tore schießt. Entsprechend stellt sich die gegnerische Abwehr auf ihn ein, so daß dies immer schwerer wird.Und wann bei den anderen der Knoten platzt weiß ich nicht. Aber auch unsere Abwehr ist durchlässig, wir geraten immer in Rückstand,bestimmen anschließend das Spiel und fangen dann Konter. Als erstes müßten wir also
einmal zu null spielen.
Frage: Glauben Sie an den Klassenerhalt?
Kircher: Sicherlich. Von der Vorrunde ist erst etwas über die Hälfte gespielt und wir
haben keinen großen Rückstand zum Mittefeld.
Frage: Wie stehen die Vorzeichen vor dem Derby am Samstag gegen Borussia Fulda?
Kircher: Es ist für uns fast schon eine Art Schicksalsspiel, denn entweder geht es aufwärts oder wir werden in der Tabelle länger unten hängen. Stark und Pappert werden uns dabei noch fehlen. Ob wir dann auf dem Rasen- oder dem Hartplatz spielen, bestimmt die Stadt, und für eine Entscheidung ist es noch zu früh.  .  . . .
Frage: Ihr Tip für Samstag?
Kircher: Ohne mich genau festlegen zu lassen muß ich Optimist sein und tippe auf einen knappen Hünfelder Sieg. So ein Erfolgserlebnisfehlt uns.
Gerhard Cellarius

 

11.Spiel Bebra -HSV 5:0


Bebra. Der Hünfelder SV blieb auch in seinem sechsten Auswärtsspiel dieser Saison ohne Punktgewinn. Die 0:5-(0:l-)Niederlage beim FV Bebra fiel in ihrer Höhe jedoch bei weitem zu deutlich aus, zumal lange Zeit eine Punkteteilung
durchaus im Bereich des Möglichen lag.
Zu Beginn erkämpften die Gäste ein verteiltes Spielgeschehen, wobei im Aufbau besonders Steffen Maus und Rechtsaußen Christof Maus gefielen, die prächtig miteinander harmonierten.Die Zweikämpfe zwischen dem Hünfelder Außenstürmer und Gonnermann sowie zwischen Biel und Wittich zählten zu den Höhepunkten der Partie, die in der ersten Halbzeit durch zahllose Freistöße zerrissen wurde.
Unglücklich für den Gast war das Zustandekommen des ersten Tores: Nach einer schönen Kombination zwischen Wittich und Brandau stand Licht offensichtlich im Abseits. Selbst der Bebraer Anhang war verwundert, als Schiedsrichter Paul in dieser Situation auf Tor entschied.In der Folgezeit mußte Hünfeld mehr und mehr
die Deckung öffnen, zeigte auch einige schöne Spielzüge im Mittelfeld, ließ aber im gegnerischen Strafraum Durchschlagskraft vennissen. Nach dem zweiten Bebraer Treffer gewann das bis dahin zerfahrene Spiel der Platzherren mehr
Sicherheit, Halas, Riedl und Wittich konnten nun die freien Räume in der Hünfelder Deckung überlegt nutzen und schössen noch den klaren Erfolg heraus.
Ulrich Semmler
Bebra: Braun, Brandau, Ludwig, Küch, Gonnermann, Halas, Purkl, Riedl, Licht, Hollstein(75. Jungkurth), Wittich.
Hünfeld: Kosarek, Biel, Krimmel, Zimmermann, W. van Thiel, Rehberg, Lambrecht, S. Maus, C. Maus, Reith, Göbel.
Schiedsrichter: Paul (Zwesten).
Tore: 1:0 Licht(21.), 2:0 Halas (59.), 3:0 Küch (64., Foulelfmeter), 4:0 Riedl (73.), 5:0 Riedl (89.).
Zuschauer:250.
Beste Spieler: Gonnermann, Halas – Zimmermann, Christof Maus.


12.Spiel HSV- Borussia Fulda 3:2


Hün f e l d.  Es hieß 2:2 nach Glißners Elfmeter, den Wolfgang van Thiel an Füg verschuldet hatte, und dann stürmte Borossia vehement gegen die HSV-Festung an. Zehn Minuten vor Schluß trafen Glißner und Keßler den Pfosten,die Zeichen standen klar auf Sieg für die Gäste.Doch es kam ganz anders: Der sonst wenig
überzeugende Göbel wagte einen Schuß, den Weber unbeabsichtigt zum glücklichen 3:2 ins Fuldaer Netz abfälschte.In der ersten Halbzeit des spannenden Derbys hatte die Platzelf Vorteile. Lambrecht, N. van
Thiel und vor allem die quirligen Mausbrüder heizten der Borussendeckung gehörig ein. Steffen Maus nutzte einen Lattenrückpraller zum 1:0, das aber Glißner postwendend ausglich.Als Hacker und Krienke C.Maus gemeinsam
attackierten, verhängte Schiedsrichter Lothar Hellwig einen Strafstoß. Steffen Maus trat, Borussias Keeper Wiegand wehrte glänzend ab,mußte aber den Nachschuß passieren lassen.Chancen auf beiden Seiten erfreuten das Publi-
kum ebenso wie die Glanztaten der Torhüter
Nach dem Wechsel drehten die Gäste das Eckenverhältnis auf 12:7 zu ihren Gunsten, vertändelten aber nach dem Elfmeterausgleich Möglichkeiten der besten Sorte, die sich durch Zimmennanns Zeitstrafe häuften. Zudem bot beson-
ders Biel eine starke Abwehrleistung, und die eingewechselten Borussen Henkel und Gerhard bedeuteten keine Verstärkung.
Das nötige Glück haben wir heute gehabt ,freute sich HSV-Trainer Axel Becker, während Borussencoach Bernd Zimmer beklagte, daß sich die Mannschaft nicht an sein Konzept gehalten habe.
Vorsitzender Waldemar Untheim: ‚Wir haben in der zweiten Halbzeit die Punkte verschlafen.“
Eduard Hoehl
Hünfeld: Kosarek, Biel, W. van Thiel, Zimmermann, Krinunel, N. van Thiel, Lambrecht, St.Maus, Ch. Maus (66. Weber), Rehberg, Göbel(90. Ehrhardt).
Bor. Fulda: Wiegand, Weigand, M. Hohmann,Firle, Leutke, Krienke, Glißner, Hacker, Keßler,Woiff (78. Gerhard), Füg (59. Henkel).
Schiedsrichter: L. Hellwig (Niestetal). Tore:
1:0 St. Maus (27.), 1:1 Glißner (30.), 2:1 St. Maus
(32 Foulelfmeter-Nachschuß), 2:2 Glißner (58.,
Foulelfmeter), 3:2 Weber (86.):
Zuschauer: 700.
Beste Spieler, St. Maus, Kosarek, Biel – M.Hohmann, Glißner, Wiegand.


Ärger um Reith :
Aus der Kabine geworfen


Hünfeld (us/EH).
Zwischen Trainer Axel Becker und dem Spieler Thomas Reith ist es zum offenen Ärger gekommen: Nach dem Derby der Fußball-Landeshga Nord zwischen Hiinfeld und Borossia Fulda (3.2) warf Becker den Ex-Fuldaer zweimal aus der
Kabine .
HSV-Abteilungsleiter Karl-Heinz Kircher zu den Vorfällen: ‚Kein Kommentar. Das
sind Differenzen zwischen Trainer und Spieler “ Reith selbst sieht sich in der Zwickmühle-  ‚Solange ich nichts mehr von Hünfeld  höre, werde ich dort nicht trainieren und spielen. Dabei bin ich doch zum Fußballspielen nach Hünfeld gegangen. Herr Becker selbst hat unter anderem gesagt,daß entweder er oder ich zu gehen habe. Nach Meinungsverschiedenheiten in den letzten Wochen war es nun zum offenen Krach gekommen. Reiths Darstellung: ‚Vor dem Spiel hat
Herr Becker eine halbe Stunde in der Kabine mit mir nicht gesprochen. Ein Mitspieler sagte mir dann, daß er eingesetzt werde. Damit war für mich klar, daß ich auf die Ersatzbank muß, obwohl ich gerade gegen meinen alten Verein vor Ehrgeiz gesprüht hätte. Aber als ,dann kein Trikot für mich da war, hat mich das bekräftigt, mich nicht umzuziehen. Von einem konkreten Vereinswechsel sei, so
Reith, noch nicht gesprochen worden, da er in diesem Falle bei einer Freigabeverweigerung ein Jahr pausieren müßte, was nicht in seinem Interesse liege.Nach Reiths Verzicht wird der Landesligaaufsteiger Hünfeld in Kürze eine weitere Schwächung hinnehmen müssen: Christoph Maus, erst zu Saisonbeginn gekommen, wird in dieser oder der folgenden Woche nach Italien zurückkehren, um dort sein MedizinStudium fortzusetzen.


13.Spiel Künzell-HSV 2:2


Kü n z e ll. Sie legten los wie Husaren, wirbelten mit dem Ungestüm junger Pferde durch die Gegend und führten sofort 1:0, später 2:0.
Der erste Auswärtssieg schien dem Neuling so gut wie sicher, die Platzelf präsentierte Harmlosigkeit. Doch dann passierte Zimmermann bei
Heils Freistoß ein faszinierendes Kopfballeigentor. Und als Künzell nach Fischers Zeitstrafe (83.)nur noch zehn Mann auf dem Platz hatte, wurde Höhl im Strafraum umgestoßen. Den Elfmeter verwandelte Karl-Heinz Müller zum unverdienten 2:2.
Die Gäste kamen ohne Reith, W. van Thiel und Christof Maus, der zur Fortsetzung seines Studiums wieder nach Italien abgereist ist. Dafür
erschien als Libero erstmals in diesem Jahr ‚Oldtimer“ Werner Engelhardt, der zusammen mit Biel und Zimmermann die einheimischen Spitzen
Fischer und Müller weitgehend in Schach hielt.
Künzell blieb im Mittelfeld ohne Regisseur und Übersicht, weil Kowalski (Wadenbeinbruch) und Schuster (Schulterprellung) zum Zuschauen ver-
urteilt waren und auch Loeber immer noch nicht zur Verfügung steht.
Unter diesen Umständen kamen die technisch versierten HSV-Flitzer Markus Stark und Steffen Maus groß heraus, doch mißglückten ihnen die
Torschußversuche in entscheidenden Augenbliken.Auch Lambrecht und N. van Thiel setzten starke spielerische Akzente. TSV-Trainer Dieter Unterstab nannte das Unentschieden vor lauter Freude einen glücklichen
Sieg“, sein Kollege Axel Becker dagegen verstand die Welt nicht mehr: »Wir haben besser gespielt, aber nicht gewonnen.“ Trotz gelber Karten für den Künzeller Reith und die Hünfelder Stark, Biel und Zimmermann war es ein
Derby der betont fairen Sorte vor einer erstaun-
lich geringen Kulisse.
Eduard Hoehl
Künzell: Kroth, Schumacher, Drüschler (69.Ch. Müller), Trommler, Link, Fischer, Heu, Michel, Reith, Höhl, K. H. Müller.
Hünfeld: Kosarek, Biel, Engelhardt, Zimmermann, Krimmel, Stark, Lambrecht, St. Maus, N.van Thiel, Rehberg, Göbel.
Schiedsrichter: Wickenträger (Weißenhasel).
Tore: 0:1 Göbel (4.), 0:2 Rehberg (67.), 1:2
Zimmermann (72., Eigentor), 2:2 K. H. Müller
(88., Foulelfmeter).
Zuschauer: 350. Beste Spieler: Drüschler – Lambrecht, N. van Thiel, Biel.
Besondere Vorkommnisse: Zeitstrafe für Fischer
(ab 83.).


14.Spiel HSV-BC Sport Kassel


H ü n f e l d.  Mit 6:1 (2:1) besiegte der Hünfelder SV zwar den BC Sport Kassel, doch erwärmen konnte er mit seinem Spiel die wenigen Zuschauer nicht. Lobenswert war in erster Linie die Konsequenz im Ausnutzen der Torchancen,
daneben noch die Tatsache, daß der HSV sich nie auf  die  Verteidigung  des  Vorsprungs  beschränkte. Die Gäste boten eine völlig indiskutable Leistung: Die Abwehr war löchrig und der Angriff trotz 13:3 Ecken harmlos. Da konnten sich Kosarek. Stark und Zimmennann manche Leichtsinnsfehler leisten, die gegen einen anderen Gegner ins Auge gegangen wären. Kassels Trainer Willi Guth konnte auch mit dem Zwischenruf:’Es ist jetzt drei Uhr, und ihr habt immer noch
nicht ausgeschlafen!“ nicht die Wende herbeiführen.
Deshalb konnte Hünfeld seinem Gegner weitgehend das Mittelfeld überlassen, um mit klugen Kontern die frühe Entscheidung herbeizuführen
Es reichte dem ersatzgeschwächten Team (ohne Lambrecht, W. van Thiel, Pappert, C. Maus und Reith) eine geschlossene, insgesamt durchschnittliche Mannschaftsleistung, in der nur Göbel besonders auffiel. Ein Tor von Rehberg wurde noch aberkannt, während Biel die gelbe Karte sah und
Hühner eine Zeitstrafe (79.) erhielt.
Tibor Meingast
Hünfeld: Kosarek, Biel (80. Padilla), Ehrhardt,Zimmermann, Krimmel, Stark, Engelhardt, S.Maus, N. van Thiel, Rehberg (76. J. Weber),Göbel.
Sport Kassel: Scherb, Arend, Springer (22.Hellbach), Schröder, Obst, Mihr, Mark (65.Schrader), Hühner, Heidel, Langer, Gabriel.
Schiedsrichter: Rhiel (Marburg). Zuschauer:
150. Tore: 1:0 S. Maus (3.), 2:0 Schröder (29.,
Eigentor), 2:1 Obst (43.), 3:1 Göbel (48.) 4:1
Göbel (50.), 5:1 S. Maus (69.), 6:1 J. Weber (78.).
Bester Spieler: Göbel.


Reith wechselt den Verein


Fulda/Hünfeld (us). Thomas Reith hat sich beim Fußball-Landesligisten Hünfelder SV bereits zum 31. 10. abgemeldet, nachdem es zu Differenzen zwischen ihm und Trainer Axel Becker gekommen war. Reith, erst vor Saisonbeginn von Borussia Fulda nach Hünfeld gegangen: ‚Ich wechsele den Verein und habe schon mit einem neuen verhandelt.“ HSV-Abteilungsleiter Karl-Heinz Kircher bestätigte die Abmeldung, erklärte aber auch: ‚Die Freigabe kann er nicht erwarten, während der Saison ist so etwas nicht üblich. Wenn doch, dann kann das nur Ergebnis von Verhandlungen sein.“ Ein anderer Verein ist allerdings – so Kircher – bislang nicht an die Hünfelder herangetreten.


15. Spiel FSV Bergshausen-Hünfelder SV 2:1 (2:0)


Bergshausen.  ‚Unsere  Auswärtsschwäche“, befand Hünfelds Trainer Axel Behker, ‚ist schon eine psychologische Sache“. Nach der l:2-(0:2-)Niederlage in Bergshausen bleibt der Punkt in Künzell weiterhin der einzige, dender Neuling auswärts geholt hat Verloren wurde die Partie, die beiderseits auf dürftigem Niveau stand und von einer Fülle von Fehlpässen und Mosereien überwuchert war, inder ersten Halbzeit. Nicht eine einzige brauchbare Chance wurde herausgearbeitet, nach einer halben Stunde klagte HSV-Trainer Becker laut-
stark: ‚Ich kann’s nicht mehr sehen.“ Zu zaghaft,zu defensiv, zu unpräzis in der Abwehr (Ehrhardts Gegenspieler Krug erzielte beide Tore)  nichts war mehr von den guten Seiten des 6:1 Husarenritts vom Vorsonntag zu erkennen.
Nach der Pause erzwang Hünfeld Gleichwertigkeit, mitunter Überlegenheit (ohne daß allerdings die Qualität der Begegnung sonderlich besser wurde) – in der Schluß Viertelstunde, als Krimmel in den Angriff geschickt worden war, wurde
daraus sogar eine verzweifelte Offensive. Zwölf Minuten vor dem Abpfiff fiel der Anschlußtreffer durch J. Weber, danach hatten Göbel, Padilla und Stark noch Möglichkeiten. Aber insgesamt galt: Der HSV war an diesem Nachmittag zu spat
aufgewacht, so daß bei guter und konsequenter Schiedsrichterleistung der Erfolg der Gastgeber(7-1-Eckenverhältnis) durchaus verdient war.

Uwe-Bernd Herchen
Bergshausen: K. H.Nöding, Windisch, J. Nöding, Müller, Chorbacz, Volker (67. Pressler),Gail (46. Abel), Münch, Krug, Jacob, Christ-
Hünfelder SV: Kosarek, Biel, Ehrhardt (75. Padilla), Zimmennann, Krünmel,Stark, Engel hardt, S. Maus, M. van Thiel.(33. J. Weber), L.RehbergGöbel.                           .
Schiedsrichter:  Mühlhausen  (Ziegenhagen).
Tore! 1:0 (20.) Krug, 2:0 (34.)Krug, 2:1 (78.) J.Weber.
Zuschauer: 200.
Beste Spieler, Krug,Chorbacz – Zimmenrann, Biel.


16.Spiel HSV-TSV Ausbach 5:1


H ü n f e l d. Der Name Jürgen Weber überstrahlte alles, was das Bezirksderby sonst noch zu bieten hatte. Erstmals über volle neunzig Minuten im Einsatz, nachdem er bislang siebenmal nur als Einwechselspieler zum Zuge gekommen war,bedankte sich der Hünfelder Sturmtank mit vier blitzsauberen Toren. Sie entstanden in blendender Zusammenarbeit mit S. Maus, Stark, N van Thiel, Zimmermann, Rehberg und Göbel und wurden für die Ausbacher Hintermannschaft zu einem regelrechten Alptraum.
Den Grundstein zum 5:1 legte die Platzelf sofort nach dem Anpfiff und verstärkte dadurch noch den Hartplatzkomplex, der in den Köpfen
der Gäste spukte. Schon zur Pause hatte das faire Derby in dem lediglich Stark (H) und Wagner(A) die gelbe Karte sahen, entschieden sein können. Die Gastgeber unterstrichen ihre Überlenheit bis dahin mit 7:2 Ecken. Nur zum Schluß
der ersten Halbzeit machten die Ausbacher stärkeren Druck, aber Hugo und Wächter standen bei Ziminermann und Ehrhardt meist auf verlorenem Posten
Und an Kosareks Zuverlässigkeit scheiterten die wenigen Schüsse. Für den zweiten Durchgang hatten sich die Männer aus Hohenroda eine Menge vorgenommen mußten aber dummerweise gleich wieder einen Treffer Marke Weber einfangen. Bei ihrer unentwegten Offensive mit dem schußgewaltigen Döring und dem permanenten AnkurblerTerrell drehten sie das Eckenverhältnis auf 9.8 zu ihren Gunsten. Hünfeld jedoch nutzte diese Situation zu meisterlichen Kontern, gegen die kein Kraut mehr gewachsen war, Eine Klasseleistung
demonstrierte Bernhard Göbel bei seinem Solo zum 3:0, als er die gesamte gegnerische Abwehr zu Statisten degradierte. Nachdem dann Weber für zwei weitere Höhepunkte gesorgt hatte, freute sich Trainer Axel Becker: ‚Wir hatten vorne mehr Zug drin und haben verdient gewonnen.
Hünfeld: Kosarek, Ehrhardt, Engelhardt, Zimmermann, Krimmel, Stark, N.vanThiel, S. Maus,Rehberg, Weber, Göbel.      ,
Ausbach: Seelen, Wagner, Löffler,Terrell,Reinmüller, Blaurock, Malkmes, Christian (55. Bommer), Hugo, Döring,Wächter..
Schiedsrichter: Gießler (Guxhagen).
Tore: 1:0 Weber (2.), 2:0 Weber (48.), 3:0 Göbel (68. , 4:0Weber (71.), 4:1 Döring (79.), 5:1 Weber (88:).
Zuschauer: 380. Beste Spieler: Weber, Zimmermann. Maus – Döring.





17.Spiel Olympia Kassel-HSV 2:4


Kassel. Gegen den Tabellenletzten platzte nun endlich der Knoten: Der Hünfelder SV kambei Olympia Kassel mit einem 4:2 (4:2) zum lange ersehnten ersten Auswärtserfolg dieser Saison, der gegen die enttäuschenden Gastgeber
jedoch nicht in allen Belangen positiv ausfiel.
Als sich in der zwölften Minute Rückkehrer Engelhardt mit seinem Fehlpaß einen bösen Patzer erlaubte, den Marhenke zur l:0-Führung ausnutzte, ahnte man Schlimmes. Denn Herwig hatte bereits zweimal zuvor mit fulminanten
Weitschüssen für Verwirrung gesorgt. Doch Torhüter Kosarek war glücklicherweise in einer Bombenform, wie sich nach dem Wechsel noch mehrmals beweisen sollte.
Doch mit diesen Aktionen hatte Kassel sein Pulver zumindest in der ersten Hälfte bereits verschossen. Hünfeld übernahm von da ab das Kommando, hatte die kämpferisch bessere Einstellung, flinkere Einzelakteure und die größeren
Kraftreserven. Mit schnellen, weiten Pässen wurde das Mittelfeld (in dem sowohl Maus als auch Stark überhaupt keine Einbindung fanden) überbrückt. Göbel versetzte anfangs Damm ein umsandere Mal, Weber erwies sich als kopfball- und schußstark, und Rehberg sowie van Thiel leisteten enorme Zubringerdienste. So kamen gegen eine schwache Abwehrreihe eine Menge Tor-
chancen zustande, von denen innerhalb von neunzehn Minuten vier zur sicheren Führung verwertet wurden.
Nach dem Wechsel kam Hünfeld mitunter arg ins Schwimmen, doch Kassel fehlte es am letzten Einsatz, an der Zweikampfstärke und der nötigen Übersicht, um die durchaus verwundbare Abwehr der Gäste auseinanderzunehmen.
Ulrich Mager
Olympia Kassel: Igel, Damm, J. Hattwich,Grujo (46. Euler), Schmidt, Herwig, R. Hattwich,Berg, Knauf, Märhenke, Junge (46. Krug).
Hünfelder SV: Kosarek, Ehrhardt, Engelhardt,Zimmermann, Krimmel, Stark, van Thiel, Maus,Rehberg, Weber, Göbel.
Schiedsrichter: Worin (Melsungen). Tore: 1:0Marhenke (12.), 1:1 Göbel (19.), 1:2 Zimmermann (24.), 1:3 Göbel (35.), 1:4 Weber (38.), 2:4Knauf (41.). Zuschauer: 200.
Beste Spieler: Marhenke – Kosarek, Weber, Göbel.


18.Spiel Eintracht Baunatal-HSV 2:1


Großenritte. Ein herrlicher Volleyschuß aus 20 Metern, den der beste Mann auf
dem Platz, Führus, in der 77. Minute unhaltbar für Gästetorhiiter Kosarek unterbrachte, besiegelte die l:2-(0:l-)Niederlage des Hünfelder SV
bei Eintracht Baunatal. Dennoch zollte Trainer Axel Becker seiner Mannschaft ein Lob und meinte gar, ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, was allerdings etwas hochgegriffen ist.
Die Gäste versäumten es, ihr Spiel zu machen,obwohl Baunatal seinem zweiten Tabellenplatz nur selten gerecht wurde. Der HSV reagierte zwar gut, hob die Angriffe des Gegners meist sicher aus den Angeln und bot eine kämpferisch
ansehnliche Leistung, im Agieren jedoch waren die Mängel offensichtlich. Während die Eintracht
ihre Angriffe, sooft es die recht geschlossene Hünfelder Hintermannschaft zuließ, nur über wenige Stationen vortrug, gingen die Gäste meist zu umständlich vor und blieben bei teilweise unnötigen Zweikämnfen fast immer unterlegen
(Stark, Rehberg). Zwar versuchten Zimmermann und besonders Routinier Engelhardt das Spiel mit weiten Pässen zu öffnen, die Koordination ließ
jedoch zu wünschen übrig.
So kamen die Platzherren zu sehr guten Einschußmöglichkeiten durch Bürger, Brück, Abel,Klammt und Gertenbach, der nur die Latte traf
(64.), Unvermögen im Abschluß und Hünfelds Torwart Kosarek, der teilweise glänzend reagierte, machten diese Chancen jedoch zunichte.
Christoph Witzel
Eintr. Baunatal: Zinke, Kraft (78. F. Weber),Klammt, Degenhardt, Becker, Blacha, Brück,Gertenbach, Abel (78. Leck), Bürger, Führus.
Hünfelder SV: Kosarek, Biel, Engelhardt, Erhardt, Krimmel, Stark, Zünmermann, van Thiel,Rehberg (75. Glübert), J. Weber, Göbel.
Schiedsrichter: Völker (Gombeth). Tore: 1:0
Gertenbach (33.), 1:1 Zimmermann (75.), 2:1Führus (77.).
Zuschauer: 230.
Beste Spieler: Bürger, Führus- Kosarek, Engelhardt.

 

19.Spiel HSV-Hessen Hersfeld 2:2


H ü n f e l d. Sechzig Sekunden waren in der Rhönkampfbahn noch zu spielen, als Hersfelds Torwart Herwig noch einmal in die Hände klatschte und seine Mitspieler beim Stand von 0:2 ermähnte, den scheinbar ungefährdeten Sieg
konzentriert über die Zeit zu bringen. Wie Klassenleiter Hans Jungkurth hatten schon etliche Zuschauer den Platz verlassen und zu Hause die Kunde vom Hersfelder Erfolg verbreitet.
Doch es waren immerhin noch sechzig Sekunden Zeit — eine Minute, die Herwig so schnell nicht vergessen wird. Als Stark sich auf der linken Seite durchtankte und Schmidt dessen Flanke ins eigene Tor lenkte, ahnte kaum jemand Böses.
Und als dann noch der vorher (3.) wie Schmidt(32.) und Bock (46.) mit einer Zeitstrafe bedachte Engelhardt meckerte, den Ball wegschlug und dafür die rote Karte sah, hatte der Gast scheinbar gar nichts mehr zu befürchten. Doch einen Angriff hatte Hünfeld noch frei: Alle Mann belagerten das Hersfelder Tor, und Göbel donnerte einen Abpraller aus kurzer Distanz in die Maschen: .2:2.
‚So etwas habe ich noch nie im Leben erlebt“,schimpfte Andreas Skrzyszowski, und Hersfelds Trainer Peter Orlowsky konstatierte: „Das Er gebnis geht nicht in Ordnung.“ In der Tat: Der technisch deutlich überlegene Gast kontrollierte
mit minimalem Kraftaufwand achtzig Minuten lang Ball und Gegner. Hünfeld, das neben Lambrecht, der nach seiner Meniskusreizung wieder mit dem Lauftraining
beginnt, noch S. Maus (Leistenzermng) ersetzen mußte, operierte im Mittelfeld ideen- und drucklos und konnte das gegnerische Tor nie ernsthaft gefährden. Verschlimmert wurde die Situation noch durch die gute Leistung von Sippel, der Göbel bis dahin völlig abmeldete. Hersfeld war allerdings erneut im Abschluß schwach: Bock(20.), Skrzyszowski (27.) und Hohmann (65.)ließen gegen die schwache einheimische Hintermannschaft gute Möglichkeiten aus.
Die clevere, ruhige Spielweise der Hessen schien aber trotzdem den Erfolg zu garantieren.Schwächen wurden erst in der Schlußphase deutlich, als sich die Innenverteidigung als verwundbar erwies. Dabei hatte Herwig in der 81. und 82.
Minute noch zwei Warnschüsse entschärft, die Göbel und Padilla nach schönen Dribblings angebracht-hatten.    i
‚Es war unser mit Abstand schwächstes Heimspiel“, meinte HSV-Coach Axel Becker nach der knapp vermiedenen dritten Niederlage-auf eigenem Platz. Weiter kommentierte er: ‚Über Schiedsrichter sage ich grundsätzlich nichts, auch
wenn sie noch so schlecht pfeifen.“ Sein Gegenüber Orlowsky beklagte die mangelnde Ausgefuchstheit seines Teams in der letzten Minute.
Tibor Meingast
Hünfeld: Kosarek, Biel,Engelhardt, Erhardt,Krimmel, Stark, Zimmermann, N. van Thiel,Rehberg (66. Padilla), Weber, Göbel.
Hersfeld: Herwig, Sippe!, Wunike, Schilling,Schmidt, Heinemann, Jost, Hohmann, Bock,Skrzyszowski, Wittig (68. Müller).
Schiedsrichter:  Schmidt (Hoof).
Tore:  0:1Bock (12.), 0:2 Skrzyszowski (53.), 1:2 Schmidt(90., Eigentor), 2:2 Göbel (90.).
Zuschauer: 400.
Beste Spieler: Krimmel, Stark – Sippel, Heinemann.
Besonderes Vorkommnis: Platzverweis für Engelhardt (90.).

Hünfeld. Die letzte Minute war angebrochen, die Mehrheit der Zuschauer
war schon gegangen und hatte sich einem »Hessen-Sieg abgefunden, da ge-
schah es, innerhalb von einer Minute zum Anschluß- und Ausgleichstreffer
zu kommen, obwohl man das ganze Spiel hinweg nur eine schwache Leistung bot. Ein weiteres Negativum für Hünfeld bedeutete die rote Karte für
Engelhardt kurz nach dem 1:2 in der letzten Minute.Dabei begann alles nach dem Geschmack der Lullusstädter, in der ersten ,Minute mußte Abwehrorganisator und Routinier Engelhardt, der kaum an die vorangegangenen Leistungen anknüpfen konnte, für zehn Minuten das Spielfeld wegen Foulspiels verlassen.
Die Zeitstrafe war noch nicht um, da fiel auch das O:1 für Hersfeld: Schmidt flankte von halbrechts und Bock setzte das Leder mit einem herrlichen Kopfstoß in die Maschen.
In der Folgezeit wurde deutlich,daß sich die »Hessen«-Elf keinesfalls mit einem
Tor zufrieden geben wollte, denn man operierte mit einem konterstarkem Mittelfeld, spielte schnell, garadlinig und druckvoll.
Selbst in der Abwehr war selten ein Schwachpunkt zu finden – Sippel hatte
Göbel fest im Griff, Rehberg war bei Wunike gut aufgehoben und Schilling ließ
Weber kaum zum Zuge kommen.So war   es nicht verwunderlich, daß die Hünfelder in der ersten halben Stunde nicht eine gefährliche Aktion vor dem Tor der Gäste anbringen konnte, auf der Gegenseite sich aber reihenweise Chancen auftaten.
Fast ins eigene Tor schlug Zimmermann eine Flanke von Wittig und kurz darauf
hielten die Zuschauer den Atem an, als Bock sich freispielte, allein aufs gegnerische Tor zustrebte, Kosarek ihn jedoch per Fußabwehr bremsen konnte.
Erst kurz vor der Pause mußte Herwig einige Male eingreifen, z. B. bei Webers
Freistoß, den er nur abklatschen konnte.Nach dem Wechsel sorgten.die Platzherren zwar für mehr Druck, spielten aber ohne Konzept. So sah man selten Vorstöße über die Außen oderSchüsse aus der zweiten Reihe. Im Gegenteil: Skrzyzsowski erhöhte in der 53. Minute nach Zuspiel von Hohmann durch einen herrlichen Volleyschuß, unhaltbar für Kosarek auf 0:2.  Während die Hessen einfach, schnell,schnörkellos und konzentriert ans Werk gingen, bewiesen die Hünfelder gerade im Sturm immer mehr »Angst vor sich selbst«, wie ein HSV-Fan treffend bemerkte.
Erst zehn Minuten vor Schluß kamen die Gastgeber zu echten Einschußmöglich-
keiten, als Göbel und der eingewechselte Padilla Herwig zu Glanzparaden zwangen.Einfach unfaßbar, was dann in der Schlußminute  passierte:  Schmidt
»überwand« seinen eigenen Torwart nach einem Gewühl im Strafraum (1:2),
doch  es  sollte  noch  schlimmer kommen.
Kurz nach dem Wiederanpfiff kritisierte Engelhardt den Schiedsrichter, der
einen schwarzen Tag erwischt hatte,schlug den Ball weg und sah dafür,»rot«. Sekunden später, praktisch mit dem Schlußpfiff, schlug ein Hünfelder
Angriffsspieler den Ball in den Strafraum, Göbel war da und es stand 2:2 –
unfaßbar für alle »Hessen-Anhänger,die den Sieg ihrer Mannschaft schon in
der  Tasche glaubten.
Hartmut Wenzel Hünfelder SV: Kosarek – Biel, Engelhardt, Ehrhardt, Krimmel, Stark, Zimmermann, van Thiel, Rehberg (66. Padilla), Weber, Göbel
Hessen Hersfeld: Herwig – Sippel, Wunike, Schilling, Schmidt, Heinemann,
Jost,  Hohmann,  Bock,  Srkyszowski,Wittig (68. Müller)
Schiedsrichter: Schmidt, Hoof
Zuschauer: 350
Tore: 0: l (12.), Bock 0:2 (53.) Skryszowski, 1:2 (90.) Schmidt (Eigentor), 2:2 (91.) Göbel


20.Spiel HSV -Lohfelden 2:1


H ü n f e l d. Der 2:1-(1:1.)Erfolg des Hünfelder SV im Abstiegskampf gegen den FSC Lohfelden gehörte in die Kategorie jener Spiele, von denen man nachher sagt: Hauptsache gewonnen.Entsprechend fiel auch der Kommentar von
HSV-Trainer Axel Becker aus: ‚Die Mannschaft hat den Gegner unterschätzt, sie hat zu drucklos,zu verkrampft und ohne Disziplin gespielt. Wenn
diese Spielerei so weitergeht, falle ich nochmal tot von der Bank.“
Hünfeld verzettelte sich in Einzelaktionen,hielt den Ball zu lange im Mittelfeld, hatte enorme Mängel im Abspiel (Stark, Zimmermann) und wurde nach Engelhardts Eigentor, der einen Freistoß von Thomas Harrer ins eigene Netz köpfte,noch nervöser. Da half auch nicht, daß von der Trainerbank wiederholt die Aufforderung ‚aggressiver spielen“ kann. Die beiden Treffer waren dann auch mehr Zufallsprodukte denn Ergebnis flüssigen Kombinationsspiels. Praktisch mit
dem Pausenpfiff köpfte Göbel einen Lambrecht Freistoß in die Maschen, kurz nach der Pause wurde dann ein 20-m-Schuß van Thiels ins Gästetor gelenkt.
Mitaufsteiger Lohfelden bot spielerisch die bessere Leistung, war zweikampfstärker und hatte auch Vorteile im Spiel ohne Ball. Auch wenn
man die Chancen von Weber (17. und 26.), van Thiel (9.) und Maus (59.) in Rechnung stellt,hätten sich die Gastgeber nicht wundem dürfen,wenn es am Ende 2:2 gestanden hätte. Die Schlußviertelstunde gehörte eindeutig den Gä-
sten, die wiederholt in aussichtsreicher Position an Kosarek scheiterten. Aber auch Kosarek wäre geschlagen gewesen, wenn K. H. Harrers Schuß an die Lattenunterkante (80.) wenige Zentimeter tiefer angesetzt worden wäre. Der umsichtige Schiedsrichter Fröhlich verteilte gelbe Karten an van Thiel und Kosarek auf Hünfelder Seite und  an Homburg sowie Sauer bei den Gästen.
Winfried Keller
Hünield:Kosarek, Ehrhardt, Engelhardt, Zimmernann, Krimmel, Stark (81. Rehberg), Lambrecht, S. Maus, N. van Thiel, Weber, Göbel.
Lohfelden: Rühling, Schüler, Homburg, Claar(60. Hildebrandt), Richter, Kell, Rodrigo (68.Norbitzer), T. Harrer, Sauer, van der Veen, K. H.Harrer.
Schiedsrichter: Fröhlich (Magdlos), Tore: 0:1
Engelhardt (21., Eigentor), 1:1 Göebel (45.), 2:1van Thiel (49.), .
Zuschauer: 250. Beste Spieler:Kosarek, Lambrecht-T. Harrer, K. H. Harrer

 

21.Spiel HSV-SV Flieden 3:3


H iü n t e l d. ‚Wenn wir gegen so eine Mannschaft nicht gewinnen, dann weiß ich nicht, wen wir in dieser Klasse schlagen sollen. Wenn man dreimal geführt hat, darf es gegen so einen Gegner kein Unentschieden geben“, war Fliedens Trainer Theo Diegelmann nach dem 3:3 (1:1)beim Hünfelder SV sichtlich erzürnt.
Diegelmanns Ärger war verständlich, immerhin bestimmte seine Mannschaft über weite Strecken das Spiel. Allerdings hatte der Coach die Rechnung ohne den Joker gemacht. In seinem 28minütigen Einsatz erwischte Auswechselspie-
ler Padilla zweimal die schläfrige Gästeabwenr eiskalt und rettete mit seinen Treffern den Platzherren das Unentschieden. Bei seinem zweiten Tor nützte er die zahlenmäßige Überlegenheit der Hünfelder aus, da Stumpf nach wiederholtem Foul sich das Spiel zehn Minuten von außen
ansehen mußte.
Bei widrigen Platzverhältnissen konnten die Zuschauer lediglich mit dem spannenden Verlauf der zweiten Halbzeit sowie mehreren sehenswer-ten Toren zufrieden sein. Beide Teams lieferten sich streckenweise einen offenen Schlagabtausch und versuchten ihr Glück meist mit Schüssen aus
allen Distanzen. Schnei! merkten beide Sturmreihen, daß die gegnerischen Abwehrspieler nicht ihren besten Tag hatten. Mit etwas mehr Nervenstärke hätte die Torausbeute von Göbel, Padilla und Weber sowie auf der Gegenseite von Seban, Bunzenthal und Schäfer noch höher ausfallen können.
Für Flieden begann die Begegnung nach Wunsch. Seban angelte sich nach einem Fehlpaß in der eigenen Hälfte den Ball, übersprintete -wie fast ständig im weiteren Spielverlauf— seinen Gegenspieler Krimmel und überwand den anson-
sten sicheren Kosarek bereits nach vier Minuten.In der 23. Minute glich Weber mit einem Elfmeter aus, nachdem Röhrig den Hünfelder van Thiel im
Strafraum gelegt hatte.
Ulrich Schmid
Hünfeld: Kosarek, Ehrhardt, Engelhardt, Zimmermann, Krimmel, Stark, Lambrecht, Rehberg(62. Padillä), van Thiel, Weber (69. Biel), Göbel.
Flieden: Kreß, Schad, Hack, Hüttl, Schäfer,Müller, Seban, Stumpf, Bunzenthal, Röhrig, Seifeit (74. Köpf).
Schiedsrichter: Mihr (Edermünde).
Tore: 0:1
Seban (4.), 1:1 Weber (23., Foulelfmeter), 1:2Röhrig (54.), 2:2 Padillä (69.), 2:3 Röhrig (74.),3:3 Padilla (84.). Zuschauer: 200.
Beste Spieler:Padilla, Ehrhardt – Müller, Röhrig.


22.Spiel Ohetal-HSV 4:0


Frielendorf- Vema. Nachdem die Hünfelder das Hinspiel deutlich mit 7:2 gewannen,sollte zumindest ein Punkt bei der SG Ohetal erreicht werden. Die Gastgeber machten jedoch´einen Strich durch diese Rechnung und revanchierten sich mit 4:0 (2:0) ebenso deutlich.Die Vorentscheidung fiel bereits kurz vor der
Pause, als März den Hünfelder Schlußmann Kosarek mit einem Fernschuß zum zweiten Male überwand. Kurz zuvor eröffnete Ehrhardt mit einem unglücklichen Abpraller ins eigene Netz den Torreifen. Die ersten Treffer wären jedoch schon weitaus früher fällig gewesen, doch Ganz,H. Vonholdt und Berge vergaben aus besten Positionen.
Der Hünfelder Angriff kam zu keinem Zeitpunkt auf Touren, die nicht immer sattelfeste Ohetaler Hintermannschaft wurde somit nie vor größere Probleme gestellt. Im Verlauf der ersten Hälfte mußte Torwart Stieler lediglich bei einem
Freistoß von J. Weber eine Probe seines Könnens geben. Einem Treffer des gleichen Spielers versagte der Schiedsrichter nach der Pause zu Recht
die Anerkennung, da zuvor der Torwart behindert wurde.                 –
Im großen und ganzen paßte sich das Niveau der Begegnung an die wirdrigen Platzverhältnisse an, abgesehen von den Treffern, die aus Einzelaktionen resultierten ,waren Höhepunkte dünn gesät. Besonders die Gäste aus Hünfeld
wirkten lustlos. Fehlpässe (Padilla, J. Weber,Krimmel) bestimmten das Bild. Einzig Zimmermann erreichte Normalform, konnte die Tore jedoch nicht verhindern.
Letztlich ist der Sieg Ohetals auch in dieser  Höhe verdient, vor allem in kämpferischer Hinsicht war ein deutliches Plus zu verzeichnen.
Ralf Kleemann
SG Ohetal: Stieler, Baumgart, Runschke (76.V. Vonholdt), März, H. Vonholdt, Honal, Mete,Ganz, Hahn, Lepper, Berge.
Hünfelder SV: Kosarek, Ehrhardt, Biel, Zimmermann, Krimmel, Stark (46. Rehberg), Lambrecht, Padilla, van Thiel, J. Weber (70. W.Weber), Göbel.
Schiedsrichter: Schneider (Wattenbach).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Ehrhardt (38. Eigentor),2:0 März (42.), 3:0 Ganz (81.), 4:0 Hahn (85.).
Beste Spieler: März, Ganz – Zimmermann.


23. Spiel HSV-Hermannia Kassel 3:3


H ü n f e l d.  ‚Ich glaube, die gucken zuviel Handball, da fallen auch so .viele Tore“, meinte Hünfelds Trainer Axel Becker nach dem glücklichen 3:3 (1:2) seiner Mannschaft gegen Hermannia Kassel. Glücklich nicht wegen des Spielver-
laufs – der war ausgeglichen und beide Mannschaften gleich schlecht -, sondern wegen Starks Ausgleichstreffer kurz vor Schluß, den er aus
klarer Abseitsposition erzielte. Insgesamt hatte die Partie nie Landesliga Niveau: ‚Vom Tempoher wie ein Alt-Herren-Spiel“, haderte Becker.
Positive Aspekte waren bei den Gastgebern nur wenige auszumachen. Im Tor bot Kosarek eine solide Leistung, war zwar beim 2:3, das Fischer per Freistoß erzielte, nicht ganz schuldlos, machte aber Großchancen von Mander (3.),
Alexi (4.) und Bluhm (52.) zunichte und rettete dem HSV mit einer Glanzparade bei einem Fischer-Weitschuß kurz vor dem Schlußpfiff das Remis. Libero Zimmermann versuchte, zumindest in der ersten Hälfte, den konzept- und
ideenlosen Angritten der Hünfelder mit Antrittsschnelligkeit und raumöffnenden Pässen eine Linie zu geben. Damit war er jedoch meist zum Scheitern verurteilt, da seine Nebenleute, anstatt das Flügelspiel zu forcieren, immer wieder zur
Mitte gingen, wo die Stürmer in der engmaschigen Hermannen-Abwehr hängenblieben.
Lediglich in der ersten halben Stunde, als die Platzherren weiträumig und geradlinig spielten,brachte man Kassel in einige Verlegenheit. Der routinierte Gästetorhüter Wenzel jedoch avancierte zum besten Mann am Platz und bewies bei Schüssen von Weber (6., 8‘ 33.), Göbel (9., 25.)und bei Padillas Kopfball in der 79. Minute seinKönnen.
Da die Gäste bei ihren Spielzügen den Hünfeldem in puncto Gefährlichkeit um nichts voraus waren — lediglich Rittgam bereitete Engelhardt im Sturmzentrum auf Grund seiner Wendigkeit einige Probleme – traf Axel Beckers Resümee:
‚Das war ja katastrophal“ voll und ganz zu.Einzig erfreulich war die außergewöhnliche Fairneß der Begegnung.
Christoph Witzel
Hünfelder SV: Kosarek, Ehrhardt, Engelhardt(80. Biel), Zimmermann, Krimmel, Stark, Lambrecht, Rehberg (46. Padilla), van Thiel, Weber,Göbel.
Hermannia Kassel: Wenzel, Weppner, Reimschüssel, Braun, Fischer, Schmelz, Alexi (67.Neubert), Blum, Rittgam, Menzel, Mander (84.Bork).
Schiedsrichter: Nix (Herbom).
Tore: 0:1 Rittgarn (12.), 0:2 Rittgam (39.), 1:2 Stark (45.), 2:2Göbel (54.), 2:3 Fischer (65.), 3:3 Stark (88.).
Zuschauer: 180.
Beste Spieler: Kosarek, Zimmermann – Wenzel, Rittgarn.


Spieler gegen A.Becker


Fulda (us). Beim Fußball-Landesligisten Hünfelder SV rumort es: Die Spieler haben sich in einer Abstimmung gegen Trainer Axel Becker ausgesprochen.
Nach dem Training am Dienstag abend hatte sich die Mannschaft zusammengesetzt und die Lage erörtert. Eine Abstimmung ergab dann bei einer Enthaltung die Ablehnung Axel Beckers.
Karl-Heinz Kircher, als Abteilungsleiter gleichzeitig Spielausschußvorsitzender beim HSV, erklärte dann am gestrigen Mittwoch abend: ‚Ich habe keine offiziellen Informationen, tappe selbst im dunkeln. Ich habe zwar gehört, daß da etwas gewesen sei, mehr weiß ich nicht.“
Roland Kosarek, Torwart und Mannschaftskapitän beim Hünfelder SV, dagegen
gestern:  ‚In meiner Funktion als Mannschaftsführer habe ich heute mittag Herrn
Kircher telefonisch unterrichtet, Ludwig Stark als Vorsitzendem wurde alles schrift-
lich mitgeteilt. Eine Reaktion wird jetzt sicher erfolgen, abertlie beiden können nicht alleine entscheiden.“
Über eine Vorstandssitzung war jedoch nichts zu erfahren. Schatzmeister Hermann Müller war nicht zu erreichen, Helmut Becker als zweiter Vorsitzender: ‚Ich weiß von nichts.“ Kircher zu diesem Komplex: ‚Ich könnte so eine Sitzung auch einberufen, sehe aber keine Veranlassung. Von mir aus läuft
nichts. Die Mannschaft kann so viel abstimmen, wie sie will, entscheiden werden andere.“  Spielaüsschußmitglied Winfried Aha war nicht informiert: ‚Herr Kircher hat mich gerade angerufen und kurz von den Vorgängen unterrichtet. Mehr weiß ich nicht. Ich gehöre auch nicht zum geschäftsführenden Vorstand.“ An diesem wird es liegen, auf das Spielervotum zu reagieren.
Eine Sitzung ist spätestens für den heutigen Donnerstag abend zu erwarten. Bereits heute steht nämlich das nächste Training beim HSV auf dem Programm. In Hünfeld hieß es dazu, daß ein älterer Spieler die Übungsleitung übernehme. In Frage käme Roland Kosarek, der Becker schon vertreten hatte, als dieser den Trainer-A-Schein absolvierte. Kosarek selbst: ‚Ob ich das mache, ist noch vage, mir ist das alles zu früh. Aber die Sache ist ins Rollen geraten.“
Becker trainiert Hünfeld jetzt im dritten ahr und hatte die Mannschaft in dieser
Saison in die Landesliga Nord geführt. Hünfeld ist nach Neukirchen seine zweite Trainerstation. Aktiv war er bei Hünfeld, Borussia Fulda und Großenbach. Axel Becker war am gestrigen Mittwoch nicht zu erreichen.


Rücktritt Kirchers,Becker suspendiert


H ü n f e l d  (us). Karl-Heinz Kircher, Fußball-Abteilungsleiter und ebenso  Spielausschußvorsitzender des Landesligisten Hiinfelder SV, ist von seinen Ämtern zurückgetreten.Gleichzeitig erklärte Ludwig Stark, erster Vorsitzender : ‚Herr Axel Becker ist vorerst nicht mehr Trainer der Mannschaft.“
Vorausgegangen war am Dienstag abend eine Spielersitzung, in der sich bei einer Enthaltung die Aktiven gegen ihren Coach ausgesprochen hatten. Stark hatte dem Team über Spielführer Roland Kosarek mitteilen lassen, daß Becker am gestrigen Donnerstag die Übungsstunden normal leiten solle, danach werde man sich zu einem Gespräch zusammensetzen.
Diese Anweisung wurde von den beim Training Anwesenden nicht durchgeführt. Sie sprachen sich erneut gegen Becker aus, der daraufhin seine Sportmontur wieder auszog und bereits um 18.44 Uhr die Rhönkampfbahn verließ. Mit ihm ging Kircher, der bereits zuvor Rücktrittsabsichten angedeutet hatte. Das Trai-
ning leitete dann Kosarek.
Ludwig Stark hatte noch am Mittag erklärt:’Wir sind schon dabei, den Konflikt zu beseitigen. Wir hätten dies lieber intern geregelt, aber es ist jetzt nicht mehr zu verschweigen. Wir hatten schon am Dienstag spät abends ein langes, ergiebiges Gespräch, das nach dem Training zusammen mit allen Spielern fortgesetzt wird.“ Ein Beschluß war beim ersten Mal nicht gefaßt worden.
Über die Gründe der ‚Spielerrevolte“ moch te sich Stark nicht konkret äußern: ‚Es gab Situationen, wo die Spieler glaubten, daß sie anders angefaßt werden sollten. Es ist vielleicht eine Frage des Fingerspitzengefühls, weniger
ein fachliches Problem, obwohl auch das angesprochen worden ist.“ Stark war noch am Vormittag davon ausgegangen, daß die Situation bereinigt werden könne: ‚Ich gehe davon aus, daß Axel Becker heute abend das Training leitet.“ Der Coach selbst erklärte mittags: ‚Ich kann und werde keine Auskunft geben, das ist für mich eine prinzipielle Frage. Der Verein hat sich zwar mit mir in Verbindung gesetzt, aber ich bin weiter Trainer beim Hünfelder SV.“
Um 22.10 Uhr erklärte Ludwig Stark dann,Kircher habe ihm seinen Rücktritt mitgeteilt und gab die ‚Beurlaubung“ Beckers bekannt.
In einer Besprechung zwischen ihm und der Mannschaft hatte sich seiner Auskunft nach folgendes ergeben: ‚Der Vorstand hat noch keinen Beschluß gefaßt, ich alleine kann das nicht. Wir werden uns erst nächste Woche
zusammensetzen. Es war eine harte und konsequente Aussprache, aber immer fair und ohne böse Worte. Aber die Mannschaft geht von ihrer Vorstellung nicht ab. Sie hat sich im letzten halben Jahr nicht richtig behandelt gefühlt.“
Zum Rücktritt Kirchers war Stark betroffen:’Der HSV braucht Karli Kircher, er ist allseits bekannt und beliebt. Ich bedauere seinen Schritt als Fachmann, Freund und immer fairen Menschen. Aber er hat gesagt, seine Tätigkeit ende mit sofortiger Wirkung.“ Becker, der ebenfalls zu der Aussprache mit der Mann-
schaft kommen sollte, erschien nicht. Er hatte wissen lassen, daß er in dieser Situation nicht mehr dazu bereit sei.
In Hünfeld will man nun zunächst das Spiel am morgigen Samstag beim RSV Petersberg abwarten.Stark: ‚Die Entwicklung hat keinen, Einfluß auf dieses Treffen. Das Training wird zunächst Josef Pannert ubeniehmen.“ Pappert
war erst vor einem viertel Jahr als Aktiver beim HSV aus Verletzungsgründen ausgeschieden. Der 35jährige hat viele Jahre im HSV-Dreß gespielt und bringt von daher noch Hessenligaerfahrung mit. Er wird in Petersberg auch auf der Bank sitzen.


Das Interview


Josef Pappert: Bis Saisonende Josef Pappert (35), kaufmännisch er Angestellter, übernahm  beim  Fußball-Landesligisten Hiinfelder SV das Training für den
suspendierten Axel Becher. Am Samstag saß er bei der 0 :1Niederlage in Petersberg erstmals auf der HSV-Bank.
Frage: Was haben Sie bislang sportlich getan?
Pappert: Schon als Schüler habe ich beim Hünfelder SV Fußball gespielt, bin also seit rund 25 Jahren im Verein. Im Spiel in Flieden Mitte September habe ich mich verletzt, die Innenbanddehnung zeigt heute noch Folgen,obwohl es sich gebessert hat. Also werde ich auch versuchen, weiterzumachen, vielleicht
so in vier Wochen, falls man mich braucht.
Frage: Und wie sieht es mit der Trainererfahrung aus?
Pappert: Zusammen mit Roland Kosarekhabe ich schon bisher Axel Becker vertreten,wenn er nicht da war. Mein Wissen stammt aus der Erfahrung, wozu Hessenliga und fast zehn Jahre Landesliga gehören. Dabei habe ich vielleicht sechs oder acht Trainer gehabt und konnte einiges abschauen. Übungsleiter
zu sein ist recht einfach, schwierig wird es erst damit, was einen guten Trainer ausmacht, etwa die taktische Einstellung. Die Handschrift eines guten Trainers sieht man auf dem Spielfeld. Langfristige Ambitionen aber habe ich nicht, mein Engagement geht nur bis zum Saisonende und keinen Schritt weiter.
Frage: Waren Sie denn mit dem ersten Auftritt unter Ihrer Regie zufrieden?
Pappert: Ich habe die Mannschaft bisher noch nicht trainiert, saß aber in Petersberg auf der Bank und habe sowohl die Aufstellung als auch die Einstellung vorgenommen.
Aus meiner Sicht ist das aufgegangen. Daß keine Tore geschossen werden, dazu kann ich nichts. Schließlich habe ich acht klare Chancen für uns registriert.
Frage: Woran lag dann die Niederlage?
Pappert: Auf Grund der Querelen wollte die Mannschaft unbedingt etwas zeigen und war dadurch zu verkrampft. Kämpferisch hat sie mich überzeugt, vom Spielerischen her war es etwas wenig.
Frage: Wie will man darin am Samstag bei Spitzenreiter Schrecksbach bestehen?
Pappert: Ich hoffe, daß diesmal wieder Engelhardt und Norbert vanThiel zur Verfügung stehen, außerdem baue ich auf Steffen Maus. Von der Tabelle her scheint alles vorprogrammiert, aber vielleicht haben wir auch einmal Glück.
Frage: Wie ist Ihre Bestandsaufnahme,was wird sich ändern?
Pappert: Ich habe die Mannschaft immer beobachtet. Sie hat nicht mehr die Verfassung wie 1982, bringt konditionell nicht das,was benötigt wird. Groß ändern wird sich unter meiner Leitung nichts, schließlich war Axel Becker ein guter Mann. Die Probleme gab es ja nicht im fachlichen, sondern in anderen Bereichen. Ein Nachteil ist, daß ich mit allen zusammen gespielt habe und der Abstand etwas fehlt, der Vorteil halt, daß ich die Leute genau kenne und weiß, wer gut ist.
Frage: Warum haben Sie dieses Amt übernommen, wie stecken Sie Ihr Ziel ab?
Pappert: Es war so, daß die Mannschaft auf mich zukam, ob ich bereit sei, einzusteigen.Unser Ziel ist eindeutig der Klassenerhalt,und dabei richten wir das Hauptaugenmerk auf die fünf Heimspiele, denn alle Spitzenteams haben wir schon hinter uns. Acht Heimpunkte und ein bis zwei Auswärtspunkte sollten reichen.


An starrer Haltung gescheitert


H ü n f e l d (FZ). Karl-Heinz Kircher ißt beim Landesligisten Hiintelder SV wieder aut ten Posten des Abteilungsleiters zurückgekehrt .Er wird aber nicht mehr im Spielausschaß der ersten Mannschaft mitarbeiten.              \
Kircher war von seinem Posten vor knapp drei Wochen zurückgetreten, weil die Mannschaft sich gegen Trainer Axel Becker ausgesprochen und den Abteilungsleiter dabei nach dessen Ansicht übergangen hatte. Für Becker leitet inzwischen der frühere Spieler Josef Pappert das Training.
In einer Pressemitteilung zu den Vorgängen erklärt Hünfelds erster Vorsitzender Ludwig Stark
Auf Grund verschiedener Presseberichte in der Fuldaer Zeitung über Geschehnisse beim Hünfelder Sportverein sieht sich der Vorstand des HSV
veranlaßt, folgende Stellungnahme abzugeben:
Der Hünfelder Sportverein ist der mitgliederstärkste Verein in der Stadt Hünfeld. Er besteht aus acht Abteilungen. Der Breitensport und die Jugendarbeit nehmen einen besonderen Raum ein. In der Fußballseniorenabteilung ist es in letzter Zeit zu Unstimmigkeiten gekommen,deren Ursprünge dem Vorstand des Vereins nicht bekannt waren, und die vom Vorstand nach Kenntnisnahme nur bedingt beeinflußt werden.
Die Spieler der Seniorenfußballmannschaft haben den Vorstand mit der nahezu einmütigen Ablehnung des Trainers Axel Becker vor vollendete Tatsachen gestellt. Hierdurch und durch voreilige Presseberichte mit teilweise unzutreffendem Inhalt wurden Fakten geschaffen, die ein regulierendes Eingreifen der Vereinsführung er heblich erschwerten.
Die Bemühungen des Vorstandes, nach Anhörung von Mannschaft und Trainer eine gütliche und befriedigende gemeinsame Regelung bis zum Saisonende zu finden, sind an der starren Haltung der Seniorenfußballmannschaft gescheitert. Für die restliche laufende Saison wird damit Herr Axel Becker die Mannschaftsbetreuung nicht mehr wahrnehmen. Herr Karl-Heinz Kircher wird die Fußballabteilung gegenüber ursprünglichen Berichten weiter leiten, hat aber auf eine Mitwirkung im Spielausschuß bis zum Saisonende verzichtet.
Der Vorstand würdigt ausdrücklich die erfolgreiche Arbeit des Trainers Axel Becker, die nicht zuletzt im Aufstieg in die Landesliga Nord ihren Ausdruck fand. Der Vorstand sieht in dessen Arbeit kein Verhalten, das eine vorzeitige Trennung gerechtfertigt hätte.
Für die Mannschaftsbetreuung in der restlichen laufenden Saison hat sich auf Wunsch der Seniorenfußballmannschaft Herr Josef Pappert zur Verfügung gestellt.
Der Vorstand ist sicher, daß die Seniorenfußballmannschaft trotz dieser personellen Veränderungen in der Lage ist, das sportliche Ziel des Spieljahres 1982/83, nämlich den Klassenerhalt in der Landesliga Nord, zu erreichen.
Anmerkung der Redaktion: Über den Zeitpunkt einer Veröffentlichung entscheidet die Redaktion. Die erste Abstimmung der Spieler war am Dienstag, dem 8. März, der Bericht über diesen Vorgang erschien am Donnerstag, dem 10.
März. Der Vorhalt des ‚teilweise unzutreffenden Inhaltes“ wurde von Schriftführer Helmut Pfitzner dahingehend erläutert,daß die Formulierung’Becker suspendiert“ zu diesem Zeitpunkt nicht den Tatsachen entsprochen habe. Bezugspunkt
dafür war die Aussage des Vorsitzenden Ludwig Stark: ‚Herr Axel Becker ist vorerst nicht mehr Tramer der Mannschaft.“ Das ist nach allgemeinem Sprachverständnis eine Suspendierung. Der Rücktritt Kirchers von seinem Amt ist von ihm selbst bestätigt worden: ‚Ich werde mit Sicherheit nicht mehr auf diesen Posten zurückkehrenund auch nicht mitarbeiten.“


24.Spiel Petersberg-HSV 1:0


Petersberg. Keinen sehr glücklichen Einstand feierte Interimstrainer Josef Pappert beim0:1 (0:1) des Hünfelder SV im Bezirks- und Kellerderby beim RSV Petersberg: Seine Mannschaft hätte zwar ein Unentschieden verdient
gehabt, zumal ‚wir in der zweiten Halbzeit besser waren“, brachte aber in einer Partie, in der beide Teams wie Abstiegskandidaten aussahen,keinen Treffer zustande.
Bei den Gästen, bei denen Axel Becker in der vorigen Woche vom Trainerposten suspendiert worden war, hatte sich trotz dieser Tatsache bis auf die Rückennummern nicht viel verändert.Mittelstürmer. Jürgen Weber, der seinen Zweikampf gegen John verlor, trug zwar die 5, Mittelfeldspieler Stark die 9 und Libero Zimmermann die 10, die Spielanlage war jedoch dieselbe wie beim 3:3 gegen Hermannia Kassel am Vorwochenende. Lediglich Stark, der trotz seiner zwei Tore gegen die Kasseler noch wenig zu überzeugen vermochte, steigerte sich kämpferisch wie spielerisch gewaltig und avancierte mit einem großen Laufpensum, viel Einsatz und klugen Pässen zum besten Mann auf dem Feld. Er hatte jedoch bei seinem Schuß von außen (41.), den RSV-Torhüter Heil an den Pfosten lenkte, und einem Heber (58.) ebenso Pech wie Göbel, derdrei gute Chancen nicht verwerten konnte (15.,47., 50.).
Die Petersberger hatten in der ersten Hälfte ,als sie etwas mehr Druck mächten als die Gäste,leichte Vorteile, konnten aber spielerisch wenig überzeugen. Eine ganze Reihe von Fehlpässen —beim HSV waren es nicht weniger – war ebe
symptomatisch wie die Aktionen des schwachen Gehring, die einige Zuschauer mit: ‚Der geht fünf Meter vor und dann zehn zurück“ verärgert und treffend charakterisierten. Obwohl Einsatz vorhanden war, brachte auch der RSV beim
Fehlen von durchdachten Aktionen im Mittelfeld und bar jeglichen Flügelspiels nicht viel zustande.So stellte Trainer Wigbert Mahr nachher fest:
‚Wir haben schlecht gespielt, aber trotzdem gewonnen. Und das ist im Augenblick das einzig Wichtige.“
Größter Lichtblick war noch die Fairneß der Partie (nur zwei gelbe Karten für Padilla und Zimmermann):
Christoph Witzel
RSV Petersberg, Heil, Dettmar, John, Geier,B. Weber, Lingelbach, G. Schäfer, Vomdran (74.H. Schäfer), Klingenhöfer, M. Schäfer, Gehring.
Hünfelder SV: Kosarek, Ehrhardt, Engelhardt. Biel, Padilla,Zimmermann, Stark, Lambrecht, Rehberg ,Göbel,Krimmel( 45.Weber)78.van Thiel)


25.Spiel Schrecksbach-HSV 4:0

26.Spiel HSV-Künzell 0:1


H ü n f e l d. Es war ein Tor, das für den TSV-Künzell Gold wert sein kann. In der 72. Minute faßte sich Detlef Heil ein Herz und zog aus rund zwanzig Metern ab, Torhüter Kosarek, bis dahin  kein einziges Mal ernsthaft geprüft, war ohne
Führung schon auf dem Fuß, konnte aber noch von Zimmermann in letzter Sekunde abgeblockt werden. Nach dem 0:1, als Hünfeld alles auf eine
Karte setzen mußte, eröffneten sich den Gästen weitere hochkarätige Möglichkeiten, die von Reith und Kowalski  jedoch nicht genutzt wurden.
Unglücklich agierte der Unparteiische Worin aus Melsungen, der Künzell mit fünf gelben Karten (Kowalski, Müller, Loeber, Fischer, Drüschler) sowie einer Zeitstrafe (Reith nach Foulspiel an Stark) bedachte – während Hünfeld völlig
straffrei blieb,
Verständliche Freude herrschte nach dem Abpfiff bei Künzells Trainer Dieter Unterstab: ‚Es war ganz wichtig, daß wir heute gewonnen haben, der Sieg hier zählt doppelt. Von der Taktik und vom Konzept her waren wir heute eindeutig
besser.“ Sein Gegenüber Josef Pappert zog ein selbstkritisches Fazit. ‚Es war ein ganz schwaches Spiel beider Mannschaften. Künzell hat den Sieg angesichts der klaren Chancen in der zweiten Halbzeit verdient, wir hatten unter dem Strich keine einzige zwingende Torgelegenheit.Da war nichts drin.“
Ulrich Semmler
Hünfeld: Kosarek, Ehrhard (78. Biel), Krimmel, Zimmermann, Padilla, Labrecht, v. Thiel,Stark, Rehberg (70. Weber), S. Maus, Göbel.
Künzell: Kroth, Schumacher,JDriisch!er, Reith,Link,  Kowalski,  Heil,  Loeber,  Köhler  (46.Hoehl), Fischer (74. Hasicic), Müller.    •    J
Schiedsrichter: Worin (Melsungen).
Tor: 0:1Heil (72.).
Zuschauer: 350. Beste Spieler, Stark,Maus – Drüschler, Müller.
Chance. Der l:0-(0:0-)Sieg des TSV Künzell im
Derby beim Hünfelder SV dürfte für den Gast das beste und wichtigste Ergebnis dieses Nachmittags gewesen sein.
Über weite Strecken der Partie boten beide Teams ein Niveau, das ihrem Tabellenstand entsprach: Flüssige Kombinationen kamen trotz optischer Überlegenheit der Platzherren kaum zustande. Und obwohl Hünfeld ein Eckenverhältnis von 12:1 verzeichnete, wurde keine einzige klare Torgelegenheit herausgearbeitet. Auf beiden Seiten hatten die Abwehrreihen ihre Gegenspieler
gut im Griff, dabei konnte besonders Schumacher gefallen, gegen den Göbel überhaupt nicht zum Zuge kam. Im Mittelfeld trennten sich Lambrecht und Kowalski oftmals zu spät vom Ball. Nach der Pause gelang es den Gästen immer
besser, gefährliche Konter aufzuziehen, die praktisch allesamt über den unermüdlich rackernden Karl-Heinz Müller liefen. Anfänglich von Ehrhard gut bewacht, hatte er später gegen Biel einige glänzende Szenen. Auf seine Vorarbeit hin hatte Fischer in der 64. Minute die Künzeller Führung schon auf dem Fuss,konnte aber noch von Zimmermann in letzter Sekunde abgeblockt werden.Nach dem o:1 , als Hünfeld alles auf eine Karte setzen musste,eröffneten sich den Gästen weitere hochkarätige Möglichkeiten, die von Reith und kowalski jedoch nicht genutzt wurden

 

27.Spiel HSV-Bebra 4:2


Hünfeld. Der Hünfelder SV darf im Kampf um den Klassenerhalt weiter hoffen.
Nicht nur der 4:2-(l:l-)Sieg gegen den mitgefährdeten FV Bebra – vor allem die Art und Weise, in der dieser Erfolg erkämpft und erspielt wurde, lassen die Aussicht auf den rettenden 14.Tabellenplatz als durchaus realistisch erscheinen.
Sehenswerte Kombinationen, packende Torraumszenen und klarste Einschußchancen in Hülle und Fülle prägten diese von beiden Seiten offensiv geführte Partie. Dem Spielverlauf kam zugute, daß Bebra auf Grund des frühen Rückstandes sich nicht lange auf taktische Finessen einlassen konnte. Doch selbst als die Platzherren kurz nach Pause in Rückstand gerieten, hatte man nicht das Gefühl, daß sie den Platz als Verlierer würden verlassen müssen. Zu überzeugend waren ihre Aktionen, die mannschaftliche Geschlossenheit,der kämpferische Einsatz. Ehrhard, Padilla und Zimmermann rackerten in der Abwehr unermüdlich, Stark und Maus kurbelten die Offensive an,Lambrecht setzte seine technischen Fähigkeiten in mannschaftsdienliches Spiel um, und vorn
schossen Rehberg und Göbel aus allen Lagen.
Verständlich die Freude bei Hünfelds Trainer Josef Pappert: ‚In der zweiten Halbzeit boten wir gutes Landesliga-Niveau.“
Ulrich Semmler
Hünfeld: Kosarek, Ehrhard, Padilla, Zimmermann, Krimmel, Lambrecht, Rehberg, v. Thiel,Stark, S. Maus, Göbel.
Bebra, Ludwig, Gleim, Gonnermann, Kaufmann, Küch, Licht, Halas, Purkl, Riedl (25. Padilla), Hollstein (46. Zindler), Wiltich.
Schiedsrichter: Zirkenbach (Schweinfurt)
Tore: 1:0 Rehberg (5.), 1:1 Ehrhard (29., Eigentor)1:2 Wittich (50.), 2:2 Göbel (59.), 3:2 van Thiel(62.), 4:2 Göbel (84.).
Zuschauer: 150.
Beste Spieler, Padilla, Maus – Ludwig, Purkl.


28.Spiel Sport Kassel -HSV 1:2


Kassel. In einer über lange Zeit mäßigen Partie sicherte sich Hiinfeld letztlich verdient einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Abstieg. Hünfelds Trainer Josef Pappert zeigte sich nach dem Spiel erfreut: ‚Ich muß der gesamten Mannschaft ein Lob aussprechen, auf Grund der besseren Kondition und der größeren Spielanteile in der zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient.“
Sechzig Minuten lang tat sich auf beiden Seiten wenig, bei Hünfeld hatte Krimmel Langer sicher im Griff, ebenso waren Hühner bei van Thiel und
Gabriel bei Ehrhard gut aufgehoben. Andererseits  konnte sich  Göbel gegen  den schnellen Hollstein kaum durchsetzen. Rehberg gewann egen Schröder kein Duell. Einzig Lambrecht mit ungeheurem Laufpensum konnte Akzente setzen, war aber im Abschluß nicht vom Glück verfolgt. In der 62. Minute verhängte Schiedsrichter Schwedes, der bis dahin bereits durch einige kuriose Entscheidungen aufgefallen war,nach einer schönen ‚Schwalbe“ von Hühner
einen umstrittenen Foulelfmeter für Kassel, den der ‚Gefoulte“ sicher verwandelte.
Danach wurde die Partie farbig, Hünfeld verstärkte den Angriffsdruck und kam durch Padilla (82.) und van Thiel (89.) zum Sieg. Daneben hatte Weber, der für den verletzten Rehberg kam, noch eine gute Möglichkeit (66.), zuvor verpaßten gleich drei Hünfelder eine Flanke von Padilla. Nicht zu übersehen waren aber auf beiden Seiten einige technische Mängel, bis auf die letzte halbe Stunde sahen die Zuschauer wenig Berauschendes.
Sandor Meingast
Kassel: Scherb, Hollstein, Schröder, Weida,Mark, Arend, Mihr (82. Hellbach), Obst, Langer(67. Heidel), Hühner, Gabriel.
Hünfeld. Kosarek, Krimmel, Padilla, Zimmermann, v. Thiel, Lambrecht, Ehrhard, Rehberg(58. Weber), Stark, S. Maus, Göbel.
Schiedsrichter: Schwedes (Wollhagen).
Tore:1:0 Hühner (Foulelfmeter, 62.), 1:1 Padilla (82.),1:2 v. Thiel (89.). Zuschauer: 200.
Beste Spieler:Arend, Obst – Lambrecht, Zimmermann,


29 Spiel Borussia Fulda-HSV 1:2


F u l d a. ‚Man kann doch von heute auf morgen nicht das Fußballspielen verlernt haben“,klagte Bernd Zimmer, Trainer von ßorussia Fulda, nach dem 1:2 (0,1) im Derby gegen den  Hünfelder SV. Seine Mannschaft aber hatte ihn in
den vorausgegangenen 90 Minuten Lügen gestraft: Anscheinend kann man doch.Unter Donner und Blitz war der HSV durch Göbel in Führung gegangen, schien vom Platzregen aufgeweckt. Aggressiver, antrittsschnell, kombinationssicherer – so wurde Borussia ein ums andere Mal ausgespielt. Fast jeder Zweikampf endete mit einem Freistoß für Hünfeld, ohne Häkeleien wußten sich die Fuldaer anscheinend nicht mehr zu helfen. Wolffs Lattenschuß und Keßlers Großchance direkt vor dem Pausenpfiff waren die einzige Ausbeute während der ersten 45 Minuten. Dem standen klarste Möglichkeiten von Stark und Maus gegenüber, die schon hier alleine vier weitere Treffer hätten erzielen
können.Nach dem Wechsel dann das gleiche Bild:
Fuldas Abwehr schwamm, ein Mittelf eld existierte kaum, so stand auch der Sturm – wenn überhaupt als solcher zu bezeichnen – allein auf weiter Flur. Einige wenige Lichtblicke im tiefen Dunkel setzten in wenigen Momenten M. Hohmann, Hacker, Woiff oder Keßler, der selten angespielt wurde – und wenn doch, dann eigensinnig agierte. Nach dem 0:2 durch Padilla (70.)schienen die Platzherren überhaupt erst nach Keßlers Anschluß so etwas wie Kampfgeist zu zeigen, doch der Torschütze dezimierte sein Team durch seine Zeitstrafe (81.), die dann auch
Hünfelds Zimmermann (86.) traf.Beim Gast aber lagen die klaren Chancen:
Göbel, Maus und der eingewechselte Weber hätten die Trefferausbeute deutlich erhöhen können, verzogen aber knapp, trafen wie Göbei (88.) die Latte oder tändelten etwas zu lange. Das minderte den Erfolg aber nicht, und zu Freuden-
gesängen in der Kabine resümierte Trainer Josef  Pappert: ‚Den Chancen nach waren wir klar im Vorteil, erst die letzten Minuten war es ein offener Schlagabtausch mit einigen heiklen Situationen. Der Sieg aber ist verdient.“ Und sein Gegenüber Zimmer ärgerte sich: ‚So etwas Desolates von der Einstellung her gibt es nicht.Keiner erfüllte seine Aufgaben wie angegeben,da kann ich als Übungsleiter auch nichts machen. Von Nummer eins bis elf ist die gesamte Mannschaft meilenweit von ihrer Form entfernt.“ Mit Auswechslungen und Umstellungen jedoch wäre sicher etwas Einfluß möglich gewesen.
Gerhard Cellarius
Bor. Fulda: Wiegand, Breunung, M. Hohmann,Weiß, Leutke, Firle (46. Sauer), Weieand, Hakker, Wolff, Keßler, Füg.
SV Hünfeld: Kosarek, Erhardf, Krimmel, Zimmermann, W. van Thiel, Lambrecht, Stark, Padila, N. van Thiel, S. Maus, Göbel.
Schiedsrichter: Schneider (Wattenbach).
Tore:0:1 Göbel (19.), 0:2 Padilla (70.), 1:2 Wolff (80.).
Zuschauer: 250.
Beste Spielen—Stark, Göbel.


30.Spiel Hessen Kasel (A)-HSV 3:0


Kassel. Gespielt wurde auf dem F-Platz,die Kasseler Besucher unter den 20 Zuschauem rätselten über den Namen des Gegners – Landesliga-Idylle 500 m abseits des Auestadions, das zwei Stunden später beim Zweit-Bundesliga-
Vergleich des KSV mit dem FSV Frankfurt immerhin 6500 Interessenten faßte.
Die Gastgeber unterlagen dort 0:1, die KSV-Amateure hatten es zuvor besser gemacht, mit 3:0 (1:0) wurde der abstiegsgefährdete Aufsteiger Hünfeld auf Distanz gesetzt. Spielertrainer Josef Pappert, der in der 65. Minute eingewech-
selt und zwei Minuten später nach Foulspiel schon mit der gelben Karte bedacht worden war,gestand ein, ‚Es war ein verdienter Erfolg. Bei uns hat der letzte Einsatz gefehlt, vielleicht haben die Spieler die Begegnung schon vorher abge- schrieben.“
Der Gast, technisch, vor allem aber körperlich unterlegen, leistete sich mit wenigen Ausnahmen  Kardinalfehler dieser Sportart: Zu engmaschig
die Kombinationen, zu spät den Ball abgespielt,zu wenig Übersicht aus dem Mittelfeld heraus, zu unpräzise Deckungsarbeit. So blieben als Pluspunkte in der von Schiedsrichter Thoman solide geleiteten Partie ein bißchen Tapferkeit als
Gegengewicht und die prächtige Leistung von Torhüter Kosarek, der Übleres verhütete. 8:3 Ecken sprachen ebenso für die Gastgeber wie ihre weitgehende Überlegenheit — ein paar,Chancen allerdings hatte auch der HSV: Stark
mit einem Konter, N. van Thiel mit einem Kopfball, schließlich Göbel, der knapp übers Tor  schoß, und Weber, der ungehindert aus acht Metern in die Wolken drosch. Ein Treffer für den Gast hätte deshalb durchaus fallen können, an
einen Punkt aber war nicht zu denken.
Den Klassenerhalt glaubt Hünfeld dennoch packen zu können. Mit vier Punkten aus den letzten vier Spielen (von denen drei zu Hause ausgetragen werden) ist nach Josef Papperts Rechnung die Mannschaft auf jeden Fall in Sicherheit
Uwe-Bernd Herchen
Hessen Kassel (A): Kneuer, Aschenbrenner(22. Schweitzer), Griesel, Sturm, Wolf, Ringleb, Freudenstein,  Szczedzina,  Palupski,  Mohr,Kirchberg (79. Toth).
Hünfelder SV: Kosarek, Biel, Krimmel (53.Weber), Zimmennann, Ehrhardt (65. Pappert), Lambrecht, N. van Thiel, Padilla, Stark, Maus,Göbel.
Schiedsrichter: Thoman (Felsberg).
Tore: 1:0 Szczedzina (25.), 2:0 Freudenstein (64.), 3:0Palupski (90.).
Zuschauer: 20.
Beste Spieler: Wolf, Freudenstein, Szczedzina – Kosarek


31. Spiel HSV-Melsungen 1:5


Hünfelder SV: Kosarek, Biel,W. van Thiel ,Erhardt (46.Weber), Padilla , Zimmerman,Stark(75.Rehberg), Lambrecht, Maus, ,Göbel.van Thiel


32. Spiel HSV-Bergshausen1:0


Hünfeld. Man spürte förmlich die Abstiegsangst, die auf beiden Mannschaften lastete.Der knappe Erfolg war verdient, denn die Bergshausener Spieler boten zuwenig, um sich ein Remis zu erkämpfen. Ganze zwei Ecken holten die Gästestürmer heraus. Die beste Chance der Bergshausener hatte Baumgarten in der 89. Minute. Seinen harten Schuß konnte Kosarek nur noch mit dem Fuß abwehren. Die vergebene Chance und die unabwendbare Niederlage ärger-
ten den Mittelstürmer so, daß er zwei Minuten später wegen Meckems vom Schiedsrichter die rote Karte zu sehen bekam. Hünfeld begann sehr zurückhaltend und vorsichtig, hatte aber über die gesamte Spielzeit acht
In der zweiten Halbzeit hatten die Platzherren ihre Nerven besser unter Kontrolle, um zu einem Torerfolg zu kommen aber brauchten sie einen gute  Tormöglichkeiten,  die  aber  vergeben wurden.
Obwohl Hünfeld zweimal mit elf gegen zehn spielte, Chorbacz (47.) und Sommerfeld (73.) mußten 10-Minuten-Strafen absitzen, gelang es den Gästen einige Male, das Hünfelder Tor unter Druckzusetzen.     .
Ulrich Schmid
Hünfeld: Kosarek, Biet, Padilla, Zimmermann,W. van Thiel, Lambrecht, N. van Thiel, Stark (82.Pappert), Weber (65. Rehberg), Maus, Göbel.
Bergshausen: Fiedler, Windisch, Hendrich,Müller, Chorbacz, Pressler (73. Krug), Gail,Münch, Baumgarten, Dinger (50. Dunkel), Sommerfeld.
Schiedsrichter: Gimus (Lieh).
Tor: 1:0 Weber(48., Foulelfmeter).
Zuschauer: 180.
Beste Spieler: Kosarek, Biel, N. van Thiel – Chorbacz,Windisch.
Besonderes Vorkommnis: Rote Kartefür Baumgarten (91.) wegen Meckems.
Foulelfmeter.


33.Spiel Ausbach-HSV 3:1


Hünfelder SV: Kosarek, Biel,W. van Thiel (20.N. van Thiel ), Padilla(45.Erhardt), Zimmennann, Krimmel,Stark, Lambrecht, Maus, Weber,Göbel.


34. Spiel HSV-Olympia Kassel 3:3


H ü n f e l d. Der HSV konnte einem leid tun.Er hatte den Gegner gut im Griff und den Sieg mit einer 2:0-Halbzeitführung schon fast in der Tasche. Doch nach dem Wechsel überstürzten sich die Ereignisse, gingen die Olympianer mitwahrem Löwenmut zur Sache und erzwangen zweimal den Ausgleich, obwohl sie wegen Zeitstrafen(Krug ab 72., Grujo ab 77.) und Hattwichs Verletzung (82., kein zweiter Ersatzspieler zur Verfügung) zeitweise nur neun Mann auf dem Platz
hatten. Statt des 2:2, bei dem sich Zimmermann und Kosarek gegenseitig behinderten (Schütze Hattwich: ‚Ein halbes Eigentor“), hätte es längst 5:l
stehen  müssen.  Doch  G^bels  Pfostenschuß,Starks Lattenstreifer, Webers verpaßte Riesenchancen, Bergs Rettungstat ‚auf der Linie und Torhüter Igels tolle Paraden verhinderten den Zusammenbruch der Gäste. Beim Hünfelder 3:2 protestierten die Kasseler wegen angeblichen Handspiels minutenlang und
kämpften dann, obwohl dezimiert, ‚mit Wut im Bauch“ weiter. Sie stürzten die HSV-Deckung von einer Konfusion in die andere, trafen zweimal die Latte und sahen, sich bei Zimmermanns Eigentor zum 3:3 am Ziel ihrer Wünsche.
Während sich die Hünfelder und Petersberger Zuschauer im Abstieg vereint wähnten und gegenseitig trösteten  ((das falsche Gerücht über Siege von Sport Kassel u. Bergshausen hatte sich wie ein Lauffeuer verbreitet  ), trat der Nie-
derzwehrener Trainer Klug allen Spekulationen entgegen: ‚Wir haben aus rein sportlichen Gründen so gut gekämpft. Ich bin der Meinung, daß es richtig ist, sich als Absteiger ordentlich aus der Landesliga zu verabschieden.“
Eduard Hoehl
Hünfeld: Kosarek, Padilla, Krimmel, Zimmermann, Biel, Lambrecht, Stark (81. Pappert), N.van Thiel (73. Rehberg), Weber, Maus, Göbel.
Olympia Kassel: Igel, Hattwich, W. Mukof,Knauf, Grujo, Rachow, Berg (68. Sittig), H. Mukof, Krug, Marhenke, Junge.
Schiedsrichter: Schreiner (Asbach). –
Tore:1:0 Weber (18.), 2:0 van Thiel (38.), 2:1 Junge (50.), 2:2 Hattwich (70.),3:2 van Thiel (71.), 3:3 Zimmermann (79., Eigentor). –
Zuschauer: 250.
– Beste Spieler: Lambrecht, van Thiel – Igel, H.Mukof.
Besonderes Vorkommnis: Hattwich verletzt ins Krankenhaus (82.).

 

Entscheidungsspiel
HSV-Petersberg 3:1


K ün z e ll.  Der Hünfelder Sportverein hat sich für ein weiteres Jahr den Klassenerhalt in der FußbaII-Landesliga Nord gesichert. Vor 1318 zahlenden Zuschauem — mit Frauen und Kindern, die freien Eintritt hatten, durften rund 1700 Besucher in Kiinzell den Platz ‚An den Tannen“bevölkert haben – besiegte der HSV im Entscheidungsspiel den RSV Petersberg letztlich verdient mit 3:1 (0:1) und triumphierte dabei über einen Gegner, der fast eine Stunde lang das Spiel fest im Griff zu haben schien.
Petersberg begann die Begegnung Konzentriert, selbstbewußt und druckvoll und hatte auch die ersten guten Tormöglichkeiten. Bereits nach vier Minuten landete eine verunglückte Abwehr Zimmennanns vor Martin Schäfers Füßen, Torwart Kosarek konnte den schwachen Abschluß des RSV-Mittelstürmers jedoch aufnehmen. Eine Minute später war Kosarek bei einem beherzten
Weitschuß Glanias erneut auf dem Posten. Der frühe Führungstreffer des RSV – nach einer Flanke Gerhard Schäfers vollendete Gehring per Kopf – verlieh dem Petersberger Spiel zusätzliche Sicherheit. Dettmar, Glania und Gerhard
Schäfer zogen im Mittelfeld die Fäden, und trotz mancher Fehlpässe wirkte der RSV abgeklärter als Hünfeld, das erst nach zwanzig Minuten durch
Wolfgang van Thiels Freistoß Torwart Heil ernsthaft prüfte.
In der ersten Viertelstunde nach dem Wechsel hatte es Petersberg in der Hand, das vorentscheidende 2:0 zu erzielen, Dettmar verfehlte mit einem schönen Direktschuß (47.) jedoch ebenso das Gehäuse des HSV wie Martin Schäfer, der
acnt Meter vor dem Tor die wohl größte Chancedes RSV in der zweiten Halbzeit nicht verwertenkonnte (61.). Mit zunehmender Spieldauer setztesich Hünfeld jedoch immer besser in Szene.Maus, der sich im Mittelfeld mit Klingenhöfer
sehenswerte Zweikämpfe lieferte, Stark, Lambrecht, Padilla und Libero Wolfgang van Thiel trieben das Spiel nach vom, Petersbergs Hintermannschaft mit Weber, der gegen Norbert van Thiel ein großes Spiel machte, Geier (gegen Gö-
bel), John (gegen Weber) sowie Libero Lingelbach sahen sich einem ständig steigenden Druckausgesetzt.  Göbels herrlicher Kopfballtreffer
zum Ausgleich war längst überfällig, Wolfgang van Thiels 2: l, der einen Eckball von Lambrecht sträflich ungedeckt einköpfen konnte, und das Ausscheiden des RSV-Vorstoppers Michael John (Leistenverletzung) brachen schließlich die Moral der Petersberger, die lediglich bei Glanias Volleyschuß, der knapp übers Tor strich, den 2:2 Ausgleich vor Augen hatten. Hünfeld hingegen spielte nun im Bewußtsein der eigenen Überlegenheit befreit auf, und Stark krönte seine tolle
Leistung mit dem schönsten Tor des Tages, einem unhaltbar verwandelten indirekten Freistoß aus rund zwanzig Metern.
Ulrich Semmler
Hünfelder SV: Kosarek, Biel, Zimmermann,W. van Thiel, Lambrecht, Maus, Weber (81.Rehberg), Stark, Göbel, N. van Thiel, Padilla.

Stimmen zum Spiel:
Josef Pappert (Trainer des Hünfelder SV): ‚Ich habe meiner Mannschaft gesagt, sie solle sich bei der Hitze ihre Kraft einteilen. In der ersten Halbzeit hatte Petersberg zwar ein Plus an klaren Torchancen, als aber das 2:0 nicht fiel, brach der RSV ein. Nach unserem Ausgleich waren die ja stehend k. o.“
Wigbert Mahr (Trainer des RSV Petersberg): Es war ein kämpferisch gutes und faires Spiel.Nach der Pause hätten wir die Begegnung entscheiden müssen, wir hatten ja unsere Konterchancen. Es hat nicht sollen sein.“

 

 

Fulda (khz)..Die Fußball-Landesliga Nord hat ihre Serie 1982/83 abgeschlossen. Meister und Aufsteiger zur Hessenliga wurde überlegen der VfB Schrecksbach. Absteigen müssen Olympia Kassel, Neuling FSC Lohfelden und Hessenligaabsteiger FSV Bergshausen sowie der Verlierer des gestrigen
Entscheidungsspiels zwischen dem RSV Petersberg und dem Hünfelder SV. Aus der Hessenliga kommt die SG Bad Soden zurück, während aus der Bezirksliga Fulda der TSV Schwarzbach auf dem Sprung steht. Die nordhessischen Aufsteiger standen bei Redaktionsschluß noch nicht fest
Für die osthessischen Vereine verlief die Saison im großen und ganzen unbefriedigend. Hessenligaabsteiger  Hessen  Hersfeld wollte um den Titel mitspielen,landete aber abgeschlagen auf Rang 4. Noch schlimmer brachen
die  selbsternannten  Favoriten aus Flieden ein, die zwar optisch gut auf Rang 5 stehen, seit Jah ren aber erstmals ein negatives Punktekonto aufweisen und zeitweise sogar in Abstiegsgefahr schwebten. Künzells Abschneiden auf Rang 8 entsprach den Erwartungen, ebenso Rang 11 für den TSV Ausbach. Dagegen mußten die wesentlich höher eingestuften  Fuldaer Borussen zum Schluß gar ernstlich um den Klassenerhalt bangen. Nach 25 Spieltagen lag die Mannschaft
mit 27:23 Punkten auf Rang 5,jenseits von gut und böse. Dann
wurde die Devise des Experimentierens ausgegeben, und man erwirtschaftete noch ganze 3:15 Punkte. Das hätte in die Hose gehen können. Hoffentlich haben
die Fuldaer aus dieser Lektion für die  kommende  Saison  gelernt.
Eine  schwere  Saison  hatte man dem RSV Petersberg zugesagt,  der  nach  der  Vorrunde schon  abgeschrieben  schien,dann aber wenigstens noch ein
Entscheidungsspiel    erreichen konnte — gegen Neuling Hünfeld, der vor Saisonbeginn viel Geld  investierte  und seinenNachbarn die Stammspieler weg-
kaufte. Doch einmal mehr mußten .die Verantwortlichen erfahren, daß eine zusammengekaufte Startruppe  noch  längst  keine Bombenmannschaft  gibt  und durch finanzielle Transaktionen höchstens Unruhe in eine Mannschaft kommt, die mit dem Trainerrausschmiß von Axel Becker und dem gleichzeitigen Rücktritt von Fußballboß Karli Kircher ihren traurigen Höhepunkt fand.
Meister Schrecksbach war die Mannschaft der Superlative. Auswärts gab man nur zwei Zähler ab und blieb ungeschlagen. Die einzige Saisonniederlage setzte es
zu Hause mit 1:3 gegen Hermannia  Kassel.  Auswärts  sieglos blieb  als  einzige  Mannschaft Neuling Lohfelden. Es fällt weiterhin auf, daß mit Ausbach und Borussia   zwei   osthessische Mannschaften die schlechtesten
der Rückrunde sind. Ebenfalls auffallend   die   katastrophale
Heimbilanz der Borussen.
In den 306 Spielen gab es 26 verschiedene Resultate. Am häu-
figsten gab es ein 2:1 (45mal) vor dem 1:1 (33mal) und dem 2:0 (30mal). Den höchsten Heimsieg erzielte Eintracht  Baunatal  mit 9:0 gegen Olympia Kassel. Die höchsten Auswärtssiege feierten der FV Bebra (6:1 in Petersberg) und der VfB Schrecksbach (5:0 in Fulda).
Die meisten Zuschauer kamen zum Traditionsderby zwischen
Borussia und Flieden (rund 1800).Ansonsten blieben die Zuschauerzahlen insgesamt weit hinter den Erwartungen zurück. Selbst die  zahlreichen  Osthessenderbys brachten nicht mehr den hohen Zuspruch der Vergangenheit
Lediglich in den Spielen Hersfeld gegen Ausbach (1200), Künzell gegen Borussia (1400), Fulda gegen Petersberg (1000) und Flieden gegen Borussia (1100) gab es vierstellige Besucherzahlen,
Trotz der miserablen Rückrunde hatten die Fuldaer aufgrund der hohen Zuschauerzahlen zu Saisonbeginn wiederum die meisten Besucher dieser Klasse mit einem Schnitt von rund 450. Die Dominanz der Schrecksbacher ließ  frühzeitig  Langeweile  aufkommen, unter der der neue
Meister stark zu leiden hatte.Knapp 300 Besucher kamen im
Schnitt zu seinen Heimspielen.
Torschützenkönig  wurden  gemeinsam Frank (Melsungen) und Heidl (Schrecksbach) mit je 21 Treffern, gefolgt vom Fliedener Bunzenthal (19) und dem Hünfelder Göbel (18).

 

HSV.news

HSV-Meisterschaftsfeier

HSV.news

U14w holt Bronze bei den Südwestdeutschen Meisterschaften

VB-TS- SWDM-U14

Ein glanzvoller Abschluß der Saison – die JSG DJK SSV Großenlüder / Hünfelder SV belohnt sich mit der Bronzemedaille in einem hochkarätig besetzten Feld. Lediglich gegen den Erst- und Zweitplatzierten mussten sich die Mädchen um Spielführerin Lara Prokein geschlagen geben. Auch wenn man diesmal nicht ganz an die Leistung der Hessenmeisterschaft angeknüpft konnte, war Trainerin Ines Prokein mehr als stolz auf ihre Schützlinge.

  1. TuS Heiligenstein
  2. VC Wiesbaden
  3. JSG DJK SSC Großenlüder/Hünfelder SV
  4. LAF Sinzig
  5. TV Lebach
  6. TV Wiesbach

Es spielten: Nina Sippel, Ines Martinovic, Lara Prokein, Marie Hohmann und Finja Prokein

HSV.news

Training während der Osterferien

In den Osterferien ist die Halle an folgenden Terminen geöffnet:

Montag, 26.03.2018, 18:00 – 22:00 Uhr
Donnerstag, 29.03.2018, 18:00 – 22:00 Uhr
Donnerstag, 05.04.2018, 18:00 – 22:00 Uhr

Das erste Training nach den Ferien findet wieder am Montag, 09.04.2018 zu den gewohnten Uhrzeiten statt.

Wir wünschen allen TT-Aktiven schöne Osterferien.

HSV.news, Tischtennis

Karli Kircher feierte seinen 80. Geburtstag

Karli Kircher 80Am 10.März 2018 feierte unser ehemaliger langjähriger 2.Vorsitzender und Vorsitzender des Ehrenrates seinen 80. Geburtstag.

Er feierte mit seinen Freunden im Hünfelder Gasthof Schützenhof. Der 1. Vorsitzende des „kleinen HSV“ und die Vorstandskollegen Martin Abel und Hubert Vogt zählten zu den zahlreichen Gratulanten.

Karli Kircher war in seiner aktiven Fußballerzeit lange Jahre Leistungsträger in unserer Hessenligamannschaft. Zu dieser Zeit gab es noch keine Bundesliga, sodass der Hünfelder Sportverein in dieser Zeit 3.Liga spielte. Karli war auf Grund seiner sportlichen Leistungen auch mehrmals in die Hessenauswahl berufen worden. Nicht vergessen wollen wir, dass Karli fast 20 Jahre mit seiner honorigen Stimme unser Stadionsprecher war.

Wir wünschen an dieser Stelle Karli und seiner Frau Babara für das nächste Lebensjahrzent alles Gute und vor allem viel Gesundheit.

Bilder HSV-Ball 2018 Teil III

HSV.news

Bilder HSV-Ball 2018 Teil II

HSV.news

Bilder HSV-Ball 2018 Teil I

HSV.news

Level 4

HSV.news

AH-Kreismeisterschaft Lauterbach-Hünfeld – Hünfeld/Kirchhasel siegt

Schlitz (pf) –www.osthessen-zeitung.de

Die Alten Herren der SG Hünfeld/Kirchhasel haben sich am Samstag in der Sporthalle in Schlitz zum Hallenkreismeister gekrönt: In einer spannenden Gruppe mit acht Teams setzte sich die Mannschaft um Teammanager Bernhard Göbel im Modus „jeder gegen jeden“ nur knapp gegen den SV Michelsrombach durch. Dritter wurde der VfL Lauterbach.

Foto: Privat

Obwohl der SV Michelsrombach im gesamten Turnierverlauf kein einziges Gegentor kassierte, mit dem 3:0 gegen Steinbach den höchsten Sieg des Tages landete und ebenso wie der spätere Sieger ungeschlagen blieb, musste er sich am Ende mit Platz zwei zufriedengeben. Denn aus sieben Spielen holte Hünfeld/Kirchhasel starke 17 Punkte und damit zwei mehr als der SVM, der im direkten Duell nicht über ein 0:0 hinauskam. Michelsrombach hatte mit einem Sieg im letzten Spiel sogar die Chance auf den Turniersieg, gegen den VfL Lauterbach hieß es am Ende jedoch erneut 0:0. Zwar fielen in dem torarmen Turnier, was auch der Spielzeit von nur acht Minuten geschuldet war, nur 31 Treffer in 28 Partien, doch angesichts des fairen Ablaufs und des guten Niveaus waren die Altherren-Titelkämpfe im Fußballkreis Lauterbach-Hünfeld einmal mehr ein Erfolg.

Das Siegerteam der SG Hünfeld/Kirchhasel spielte mit: Jürgen Ruschke; Andrej Dimitrov, Klaus Krimmel, Klaus Wagner, Andreas Steinmetz, Claus Lühn, Jürgen Fleischmann und Bernhard Göbel.

HSV.news

33. Darmstadt-Cross 2017

Hochkarätige Wettbewerbe sind schon seit Jahren das Gütezeichen des Darmstadt-Cross. Der Darmstadt-Cross ist u.a. auch EM-Qualifikationsrennen des DLV, aber auch für die Nachbarländer Schweiz und Österreich. Eine hochkarätige Besetzung ist damit ebenso garantiert, wie die traditionell kompakten Starterfelder im Nachwuchsbereich oder bei den Masters-Kategorien. In diesem Jahr waren in Darmstadt rd. 600 Starter aus 18 Nationen am Start.

Die 33. Auflage toppte in vielfältiger Weise die Vorzeige-Veranstaltung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. In der Presse liest man z.B.: „In einem dramatischen Rennen bezwang Alina Reh (SSV Ulm 1846) nach langer Führungsarbeit auf dem 6.600 m langen Parcours im Südwesten Darmstadts ihre mit 20 Jahren gleichaltrige Konkurrenz im Rennen der Frauen und U23-Juniorinnen. Mit 21:23 Minuten und zwei Sekunden Vorsprung bezwang die zur Langstrecke tendierende Alina die aktuelle U23-Cross-Europameisterin Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer Leverkusen). Damit bringen sich beide Topläuferinnen des DLV in Position für die in zwei Wochen stattfindenden Europameisterschaften in Samorin (Slowakei).“

Bei dieser Veranstaltung waren von uns mit dabei:

  • Max, der im Rennen über 6.600m zur EM-Qualifikation starten durfte landete bei der MJU20 auf Platz 33.
  • Maja S., die im traditionell ranghöchsten Vergleich der Alterskategorien W15/W14 im Querfeldeinlaufen in Deutschland über 2.500m auf dem 9. Platz landete.
  • Maja H., die im Nachwuchsrennen der W9 über 1.300m den 6. Platz erreichte.

Für alle Drei war die Veranstaltung ein besonderes Erlebnis; so nahe wie in Darmstadt kommt man den deutschen Spitzenläufern selten!

Hannelore Dietz feierte ihren 60. Geburtstag

Hannelore Dietz 60Ihren 60. Geburtstag feierte Hannelore Dietz am 8.November 2017.

Hannelore ist seit 32 Jahren Mitglied im Hünfelder Sportverein. Seit dem Jahre 2000 ist Hannelore Abteilungsleiterin für unsere Gymnastikgruppen. Außerdem ist Hannelore sei dem Jahre 2000 auch unsere Frauenwartin.

Der 1. Vorsitzende Lothar Mihm gratulierte Hannelore im Namen seiner Vorstandskollegen und übergab einen Geschenkgutschein mit den besten Wünschen für die Zukunft sowohl für die Jubilarin als auch für ihre Familie.

Geburtstage und Ehrungen

Michael Rausch feierte seinen 50. Geburtstag

Michael Rausch 50Am 7. November feierte Michael Rausch seinen 50. Geburtstag.

Mehr als 10 Jahre war „Lui“ der Abwehrchef unserer 1. Seniorenmannschaft. In dieser Zeit entstand ein großes Vertrauensverhältnis zwischen Michel und unserem Vorsitzenden Lothar Mihm.
Als Ratgeber war er in dieser Zeit unentbehrlich….er war das Bindeglied zwischen der Mannschaft, dem Vorstand sowie den Betreuern Gerdi Görk und Gerhard Trost. In dieser schwierigen Phase für den „kleinen HSV“ (wir waren gerade aus der Landesliga in die damalige Gruppenliga abgestiegen) übernahm Michel als Spielertrainer auch unsere  1. Mannschaft, bis wir mit Friedhelm Bott einen neuen Trainer verpflichten konnten. Auch als langjähriger A-Jugendtrainer hat „Lui“ seine Spuren beim Hünfelder Sportverein hinterlassen.

Für seine besonderes sportliches Engagement wurde Michael Rausch im Jahre 2000 mit dem Jürgen-Peter Wittrowski Pokal ausgezeichnet.

Unser 1. Vorsitzender Lothar Mihm gratulierte Michel zu seinem runden Geburtstag und wünschte ihm und seiner Frau Edith alles Gute und vor allem Gesundheit.

Gerhard (Gerdi) Görk feierte seinen 70. Geburtstag

Gerdi Görk 70. GeburtstagAm 21.10.2017 feierte Gerhard (Gerdi) Görk seinen 70. Geburtstag.

Neben zahlreichen Freunden waren auch die „Alten Herren“ sowie unser 1. Vorsitzender Lothar Mihm unter den Gratulanten.

Gerdi ist seit 1961 Mitglied im „kleinen HSV“. Er war in den 60-iger Jahren ein gefürchteter Stürmer, der den Spitznamen “ Bomber“ hatte. Nach seiner aktiven Zeit war Gerdi mehr als 30 Jahre als „Mädchen für alles“ seinem HSV treu geblieben. Besonders seine Nähe zu den Seniorenmannschaften und deren Trainer war ein Glücksfall für unseren Verein. Gerdi`s hohe fachliche Kompetenz in Verbindung mit seiner ruhigen Art, half dabei so machen Konflikt zu entschärfen.

Gerdi und seine Frau Marianne sind bei unseren Heimspielen gern gesehene Gäste auf der Rhönkampfbahn. Von dieser Stelle aus wünschen wir Gerdi und seiner Familie alles Gute und vor allem viel Gesundheit.

Siegreiches Wochenende

Dieses Wochenende konnten einige Siege verbucht werden. Dabei schaffte die 2. Mannschaft ein 9:5-Erfolg gegen Müs-Bad Salzschlirf und bleibt damit in ihrem 4. Spiel ungeschlagen. Desweiteren siegte die Damenmannschaft mit 8:5 gegen Tabellenschlusslicht Dirlammen. Die Jugendmannschaft darf sich über eine bisher makellose Bilanz freuen. Diese gewann in einem spannenden Spiel gegen Eichenzell II mit 6:4 und sichert sich somit ihren 3. Sieg in ihrem 3. Spiel.

Lediglich die 1. Herrenmannschaft musste sich dieses Wochenende geschlagen geben. Sehr unglücklich verlor sie mit 7:9 ein wichtiges Spiel gegen Angersbach II.

HSV.news, Tischtennis

Martin Ebert feierte am 5. Oktober seinen 70. Geburtstag

Am 5. OMartin Ebert 70ktober feierte Martin Ebert seinen 70. Geburtstag.

Martin hat für seine 50 jährige Mitgliedschaft im Jahre 2016 die Goldene Ehrenadel des Hünfelder Sportvereins bekommen. In seiner aktiven Zeit war Martin Ebert ein hervorragender Handballspieler.

Martin ist immer noch ein treuer Besucher unserer Handballspiele aber auch bei unseren Fußballern auf der Rhönkampfbahn ist er ein gern gesehener Zuschauer. Martin Ebert ist Förderndes Mitglied im „kleinen HSV“. Hierfür dankte unser 1. Vorsitzender Lothar Mihm, Martin im Namen des Vorstandes und der Handballabteilung. Unser Vorsitzender überreichte Martin Ebert die obligatorische Flasche „AHA Excelsior“ mit den besten Wünschen für die nächsten Jahre.

Geburtstage und Ehrungen

Rasenplatz gesperrt 2014

HSV.news

8. Westerwälder EWH-Leichtathletik-Meeting in Selters

Heute war eine kleine Schar von Leichtathleten beim 8. Westerwälder EWH-Leichtathletik-Meeting in Selters unterwegs um zum eine Quali-Normen anzugehen bzw. Wettkampferfahrung zu sammeln. Die Ergebnisse (pB = persönliche Bestleistung):

  • Maja Holstein, W9; 800m, 2.Platz (3:07,54; pB)
  • Finja Waider, W12; 800m, 4.Platz (3:19,68; pB)
  • Marina Zachartschuk, W15; 300m, 1.Platz (44,78; pB)
  • Franziska Schmitt, W14; 800m, 2.Platz (2:52,01; pB); Weitsprung, 3.Platz (3,81; pB)
  • Daniel Hahn, M,; 200m, 5.Platz (25,25)
  • Maja Severloh, W14; 2.000m, 1.Platz (7:31,58)
  • Max Schmitt, MJU20; 3.000m, 1.Platz (10:17,64; pB)