Barockstadt Teil I

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Gruppenliga: Weber trifft

Wehner: „Das ist ein Skandal“

Dominik Weber war nicht in zivil, sondern als Kopfballungeheuer unterwegs. Foto: Siggi Larbig

Nach dem 2:2 (1:1) bei der zweiten Mannschaft des Hünfelder SV war einer außer sich: Und zwar Horas-Trainer Julian Wehner, der von einem Skandal sprach. Nicht weil sein Team die Tabellenführung verpasste, sondern weil er Schiedsrichter Jannik Schwarz (TSV Raboldshausen) an die Wand nagelte.

Warum? Sein Innenverteidiger Thomas Pekala sah in der Schlussphase Gelb-Rot. Pekala hatte in der ersten Halbzeit Gelb für ein Foul gesehen, dass klar ersichtlich ein anderer Spieler, nämlich Thomas Fabrizius, begangenen hatte. „Das ist ein Skandal, zumal wir den Schiedsrichter darauf hingewiesen haben. Schon in der ersten Halbzeit. Aber die haben ja nicht mit sich reden lassen.“ Wehner war außer sich, auch weil er mit einem der Assistenten ebenfalls hart ins Gericht ging: „Es ist sicher, dass der eine die Abseitsregel nicht kennt. Da waren drei Szenen, die nie und nimmer Abseits sein können“, meinte er und beendete seine Wutrede mit den Worten: „Da reißen sich die Jungs den Arsch auf, schleppen sich durch einen Doppelspieltag nach dem anderen und dann kriegst du so drei Hansels geschickt.“

Im Spiel selbst überzeugte Horas lange nicht. Der HSV legte los wie die Feuerwehr: Erst traf Christian Eckhardt die Latte, dann Enno Hoyndorf den Pfosten, schließlich scheiterte Ivan Lokavovic an Horas-Keeper Tim Seitz. Gespielt waren da erst sechs Minuten. Auch in der Folge presste der HSV gut, ließ Horas wenig Räume und lag plötzlich doch zurück, weil Askin Savran eine Balleroberung gelang und anschließend Patrick Lesser klasse per Hacke für Torschütze Mark Zentgraf auflegen konnte (37.). Dass Hünfeld direkt zurückkommen konnte, lag auch an Seitz, der den Freistoß von Lovakovic hätte halten müssen (42.).

Mit Beginn des zweiten Durchgangs das gleiche Bild: Schnell scheiterte Lovakovic völlig frei am Pfosten, dann traf der 40-jährige Dominik Weber per wuchtigem Kopfball nach Eckhardts präziser Ecke (51.). Ins Spiel zurück holte dann Julius Günther den FVH mit einem tollen Distanztreffer, wenngleich HSV-Keeper Pascal Baumgart wohl etwas zu weit vorm Tor stand (63.). Es war der Startschuss für die beste Horaser Phase: Zentgraf setzte einen Kopfball daneben (67.), Lesser scheiterte per Kopf an Baumgart (79.).

Letztlich ging die Punkteteilung in Ordnung – auch wenn HSV-Trainer Niclas Rehm eher „etwas enttäuscht vom Ergebnis“ war und resümierte: „Ich habe überhaupt nichts zu meckern – außer vielleicht mit der Chancenverwertung. Ich bin top zufrieden mit der Mannschaft, das war eine klasse Leistung. Mehr gibt es auch gar nicht zu sagen.“ resümierte Rehm, der den Schiedsrichter in Schutz nahm und die Gelb-Rote anders beurteilte: „Der Spieler foult, wir führen den Freistoß schnell aus und er foult direkt wieder. Das ist für mich eine neue Spielsituation und entsprechend zweimal mit Gelb zu bestrafen.“

Die Statistik:

Hünfelder SV II: Baumgart – Geyer, Halbleib, Weber, Binsack – Trabert, Eckhardt – Lovakovic, Sorian, Hoyndorf – Helm (90.+1 Ketteler).
FV Horas: Seitz – T. Fabrizius, Eckard, Pekala, Lübeck – C. Keller, Günther – Wehner (80. D. Fabrizius), Zentgraf, Savran (83. Möller) – Lesser.
Schiedsrichter: Jannik Schwarz (TSV Raboldshausen).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Mark Zentgraf (37.), 1:1 Ivan Lovakovic (42.), 2:1 Dominik Weber (51.), 2:2 Julius Günther (63.).
Gelb-Rote Karte: Thomas Pekala (81., Horas).

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Gelb-Rot für einen Unschuldigen? – „Eine Frechheit“

Hünfeld (pf) – Hat der FV Horas das Spiel beim Hünfelder SV II (2:2) zu Unrecht in Unterzahl beendet? Der Aufsteiger der Fußball-Gruppenliga jedenfalls ist nach der Partie am Freitagabend mächtig sauer über den Platzverweis gegen Thomas Pekala.

Warum? Weil Pekala in der Schlussphase von Schiri Jannik Schwarz (Raboldshausen) nach seinem ersten Foul im Spiel mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde, nachdem er zuvor fälschlicherweise die erste Gelbe Karte gesehen hatte. „Es hat jeder mitbekommen, dass er nicht der Schuldige war. Die erste Gelbe Karte hätte Thomas Fabrizius bekommen müssen, wenn das überhaupt eine war“, erklärt der Horaser Vorstandssprecher Winfried Mehler. Fabrizius habe das Foul begangen, doch der Unparteiische zeigte Pekala Gelb. Das hatte dann Folgen. „Die zweite mag ja richtig gewesen sein“, so Mehler. Doch eigentlich hätte der FVH die Partie demnach mit elf Mann beenden – oder zumindest von da an weiterführen – müssen.

Trainer Julian Wehner macht derweil keinen Hehl daraus, „dass wir die erste Halbzeit verschlafen haben und grottenschlecht waren“ und möchte auch kleine Fehlentscheidungen nicht kommentieren, doch zu dem Platzverweis seien in Hünfeld einige „wahnwitzige Abseitsentscheidungen“ hinzugekommen, die den Coach nicht ruhig blieben ließen: „Wir brauchen die Schiedsrichter, aber wenn sowas passiert, macht das keinen Spaß. Das ist eine absolute Frechheit, da werde ich noch ein paar Tage dran rumknabbern“. Wehner und seine Mitspieler hätten den Schiedsrichter nach dem Foul von Rechtsverteidiger Fabrizius auch noch darauf hingewiesen, dass Innenverteidiger Pekala gar nicht an der Szene beteiligt war, doch der ließ sich nicht umstimmen.

Tore: 0:1 Mark Zentgraf (36.), 1:1 Ivan Lovakovic (42.), 2:1 Dominik Weber (51.), 2:2 Julius Günther (63.)

Zuschauer: 60.

Gelb-Rote Karte: Thomas Pekala (Horas, 81.)

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Anzeigetafel steht dank Winges und Metam Wintergärten

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Infos für unsere Zuschauer für das Spiel in Flieden

Zuschauerinfo

Es wird zwei voneinander getrennte Zuschauerbereiche mit je 250 Zuschauerplätzen geben. Bereich A ist nur über den Eingang direkt am Clubhaus erreichbar, Bereich B ist ausschließlich über den Eingang an der Straße Richtung Döngesmühle her erreichbar. Für beide Bereiche gibt es separate Versorgungsstände.
Toiletten für beide Bereiche befinden sich im Clubhaus. Zuschauer aus dem Bereich B müssen außen herumgehen an der Straße entlang zum WC gehen und dürften nicht den direkten Weg am Spielfeld entlang nutzen. Das Ticketkontingent für Gästefans ist im Bereich B (Eingang B) vorgesehen.
Auf dem gesamten Gelände ab den Zuläufen zu den Kassen gilt bis zum Erreichen ihres Zuschauerplatzes eine generelle Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, so z. B. auf dem Weg vom Eingang bis zum gewählten Platz, beim WC-Besuch oder beim Aufsuchen eines Getränke- oder Würstchenstandes. Die Zuschauer dürfen sich alleine, in Zehnergruppen oder mit Angehörigen ihres Hausstandes im öffentlichen Raum aufhalten. Sofern Personen unter Wahrung des Abstandes von 1,5 Meter entlang des unmittelbaren Barrierebereiches alleine stehen, sind dort zwei Reihen zulässig.
Die Formulare zur Erfassung der Zuschauerdaten sind vor dem Betreten des Vereinsgeländes auszufüllen oder am besten ausgefüllt mitzubringen. Die Ausschilderung an den Zugängen, Verkaufsständen, Toiletten und auf den Zuschauerplätzen ist unbedingt zu beachten, ebenso die Bodenmarkierungen und Absperrungen.
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Hünfelder SV – Kerzell 1:0 (0:0)

Nachdem Kerzell in der Anfangsphase in Person von Darko Lazarevski und Tristan Niklas zwei hochkarätige Torchancen liegen ließ, nahm Hünfeld in der Folge das Heft in die Hand und hatte vor der Pause die zwingenderen Möglichkeiten und traf sogar das Aluminium. Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften ein ausgeglichenes Spiel mit einigen Chancen auf beiden Seiten. Hünfeld war allerdings die etwas spielstärkere Mannschaft, sodass der knappe 1:0- Sieg durch den Treffer von Marvin Rützel in Ordnung geht.

Tore: 1:0 Marvin Rützel (73)

Zuschauer: 70.

Gelb-Rote Karten: Niklas Hilfenhaus (Kerzell, 83.), Julian Helm (Hünfeld, 90.+4) www.osthessen-zeitung.de

 

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Hünfeld gegen Kickers Offenbach

Hessenpokal –  – SGB gegen Gießen

Osthessen (tg) – Fußball-Hessenligist SG Barockstadt Fulda-Lehnerz trifft in der dritten Runde des Hessenpokals auf den Regionalligisten FC Gießen. Ligakonkurrent Hünfelder SV hat es derweil mit Regionalligist Kickers Offenbach zu tun.

Dies hat die Auslosung der weiteren Runden am Montagabend im VIP-Bereich der Britta-Arena in Wiesbaden ergeben. „Absolutes Traumlos“, kommentierte Hünfelds Co-Trainer Simon Grosch am Montagabend: „Wir freuen uns auf jeden Fall darauf. Die englischen Wochen haben sich gelohnt. Ein absolutes Highlight-Spiel, wenn so ein traditionsreicher Verein zu einem Pflichtspiel nach Hünfeld kommt“.

Nachdem die ersten beiden Runden unter regionalen Gesichtspunkten ausgetragen worden waren, sind nun auch die höherklassigen Teams und der Fairplay-Sieger (Hallgarten) mit dabei. Die dritte Runde soll, wie der stellvertretende Verbandsfußballwart Matthias Bausch (Waldbrunn) erklärt, im November und Dezember ausgetragen werden. Die Viertelfinale sollen nach Möglichkeit im Februar und März durchgezogen werden. Im April werden die Halbfinale gespielt, im Mai findet das Finale statt.

 

Die Auslosung:

Dritte Runde:

Biebrich – Stadtallendorf

Fernwald – FSV Frankfurt

Hallgarten – Hessen Kassel

Hünfeld – Kickers Offenbach

Neu-Isenburg – Steinbach-Haiger

Lichtenau – Alzenau

Barockstadt Fulda-Lehnerz – FC Gießen

Zeilsheim – Wehen Wiesbaden

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Helmke kritisiert Einstellung harsch

Hessenliga: HSV spielt heute

0:4, 0:3, 0:5 – die letzten drei Ergebnisse des Hünfelder SV waren heftig. Vor allem das jüngste 0:5 gegen die SG Barockstadt hat merklich Spuren beim Hessenliga-Aufsteiger hinterlassen. Ob heute (19 Uhr) der kriselnde KSV Baunatal als Aufbaugegner taugt?

HSV-Trainer Johannes Helmke glaubt, „dass eine solch gestandene Hessenliga-Mannschaft wie der KSV über kurz oder lang in anderen Regionen zu finden sein wird“. Und damit hat es sich bereits mit der Gegneranalyse. Denn Helmke hat Lehren aus dem Barockstadt-Spiel gezogen. Dort hätte er die Mannschaft intensiv auf den Gegner vorbereitet, auf Stärken verwiesen und musste anschließend konstatieren, dass die ganze Arbeit nicht gelohnt hat.

Denn Helmke hat bei der Vorstellung gegen Barockstadt ein ganz anderes Problem ausgemacht. Zu viel Respekt hatte sein Vize-Kapitän Steffen Witzel bereits direkt nach Abpfiff beklagt, Helmke geht aber noch ein ganzes Stück weiter und kritisiert die Einstellung seiner Mannschaft harsch. Denn in den 90 Minuten habe es vor allem an Zweikampfverhalten und Laufbereitschaft gefehlt. All das habe sich Helmke auch noch einmal auf Video angeschaut und hofft, „dass das die Spieler auch gemacht haben, um sich entsprechend zu hinterfragen“. Helmke selbst habe es zumindest wehgetan, dies noch einmal mitanschauen zu müssen.

Der 35-jährige Trainer, der im Sommer von Dominik Weber übernommen hatte, wird heute wohl nicht umhinkommen, die Mannschaft erneut neu zusammenzuwürfeln: Denn hinter Kapitän und Spielmacher Julian Rohde (Wadenprobleme) sowie Marcel Dücker (Knieprobleme) stehen dicke Fragezeichen. Maximilian Fröhlich (Schlag auf den Fuß) wird ohnehin länger fehlen. Wie Helmke das Spiel diesmal personell und taktisch angehen möchte, ist noch offen. „Es ist aber nicht ganz so entscheidend, wer da heute spielt, sondern wie sich der Einzelne auf dem Platz präsentiert.“

Der KSV muss auf den gesperrten Dino Kardovic verzichten und wartet bislang noch auf seinen zweiten Saisonsieg. Der bis dato einzige gelang beim SV Neuhof. Gegen Steinbach, Flieden und Barockstadt verlor der KSV. www.torgranate.de

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Hier die Teilnehmer der dritten Runde des Hessenpokales

weiter sind  :Hessen Kassel  ,Lichtenauer FV  ,Hünfelder SV , Barockstadt Fulda-Lehnerz ,Biebrich ,Pars Neu-Isenburg ,Zeilsheim

Die Auslosung zur dritten Runde findet dann am Montag, dem 19.Oktober, in der Brita-Arena in Wiesbaden statt. Mit Drittligist SV Wehen-Wiesbaden, den Regionalligisten TSV Steinbach-Haiger, Kickers Offenbach, Bayern Alzenau, FSV Frankfurt, FC Gießen und Eintracht Stadtallendorf, sowie dem Fairplay-Sieger SV Hallgarten steigen acht Teams erst in der dritten Runde in den Wettbewerb ein.

 

 

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Hessenliga – Helmke: „So werden wir keine Punkte mehr holen

Hünfeld (pf) – Auch wenn schon am Dienstagabend (19 Uhr) das nächste Heimspiel gegen Baunatal ansteht, ist der Hünfelder SV doch noch schwer mit der Derbyklatsche beschäftigt. Auf eine ausgiebige Aufarbeitung des Barockstadt-Spiels am Montagabend muss gegen den KSV vor allem eine andere Einstellung folgen, sonst rutscht der HSV ganz tief unten rein.

 „Ich hoffe, dass sich jeder einzelne schonmal Gedanken gemacht hat. Wir werden das mit der Mannschaft und dem Trainerteam nochmal aufarbeiten und reflektieren“, kündigt HSV-Coach Johannes Helmke am Montagmorgen an – und der Austausch nimmt diesmal am Abend vor dem nächsten Spiel verhältnismäßig mehr Platz ein als die Trainingseinheit selbst, denn nach dem 0:5 gegen die SGB und besonders der Art und Weise der Niederlage „ist es schwer, einfach so zur Tagesordnung überzugehen. Natürlich kann man gegen Barockstadt verlieren, aber die Leistung war desolat“.

Baunatal hatte den Wunsch geäußert, am Dienstagabend zu spielen, dem stimmte der HSV zu. Doch Tag, Platz (logischerweise Kunstrasen), personelle Lage und Gegner spielen für Helmke jetzt nicht die größte Rolle, der stattdessen klarstellt: „Nach so einem Spiel ist das egal, wenn wir nicht an unserer Einstellung etwas ändern, werden wir keine Punkte mehr holen“. Der KSV Baunatal, der für den Hünfelder Coach schlechter dasteht als er ist (nämlich mit noch zwei Punkten weniger als der HSV), kommt als Vorletzter in die Rhönkampfbahn. „Wir stehen jetzt ein bisschen unter Druck, ab damit muss man umgehen“, so Helmke, der betont, dass nun drei ganz wichtige Spiele warten (nach Baunatal kommen die Derbys gegen Flieden und Steinbach). Allerdings fällt Maxi Fröhlich auch am Dienstag noch aus, Marcel Dücker (Rücken) und Julian Rohde (Wade) gingen angeschlagen aus dem Derby gegen Fulda.   www.osthessen-zeitung.de

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Hessenliga: Witzel wird deutlich

Ohnmächtige Gastgeber einer Gala

Zum Mäusemelken: Steffen Witzel (rechts) muss sich im Derby gegen die fünfmal jubelnden Barockstädter oft allein vorgekommen sein. Foto: Charlie Rolff

Die SG Barockstadt hat mit dem Hünfelder SV im prestigeträchtigen Derby gemacht, was sie wollte – und hätte noch deutlich mehr Tore erzielen können. Auch weil der Gegner hilflos, wehrlos und ohnmächtig agierte.Oder wie eine „Schülermannschaft“. So formulierte Steffen Witzel den Auftritt. Er war Hünfelds einziger Akteur in Normalform – verbal und kämpferisch. Vize-Kapitän Witzel stand die Enttäuschung entsprechend ins Gesicht geschrieben: „Wir hatten viel zu viel Respekt, hatten Schiss in der Hose.“ Witzels Kollegen ließen bis auf in einer kurzen Phase Mitte der ersten Halbzeit, als Alexander Reith die einzige Gelegenheit vergab (31.), die Fuldaer gewähren, nahmen die Zweikämpfe nicht an und ließen nie so etwas wie Derbycharakter gegen die zweifelsfrei qualitativ deutlich überlegenen Gäste aufkommen.

HSV-Trainer Johannes Helmke hatte erneut experimentiert und diesmal Rechtsverteidiger Marcel Dücker auf die Sechs beordert, dafür Sechser Aaron Gadermann auf Linksaußen gestellt. Nach einer halben Stunde folgte die Rolle rückwärts. Auch das half nichts. Gegenüber Sedat Gören vertraute im 4-1-4-1 auf vertrautes Personal und durfte sich über die Rückkehr seines Mittelstürmers Dominik Rummel freuen, der auch traf. Dennoch kritisierten alle Befragten der Gästefraktion erneut die Chancenverwertung. Durchaus zehn Tore waren möglich. Immerhin fünf wurden es diesmal. Ausgenommen der Doppelpack von Kapitän Patrick Schaaf, der einmal aus der Distanz und einmal per Kopf nach einer Ecke traf, waren die Treffer glänzend herausgespielt. Zweimal über Jan Vogel, der nach der Pause für mächtig Betrieb über die rechte Seite sorgte. Einmal durch einen Sensationsball von Abwehrchef Markus Gröger auf den 1:0-Torschützen Marcel Trägler. Träglers Tor nach elf Minuten war überfällig, bis dahin hatte Fulda schon fünf Großchancen vergeben.

Trägler war Fuldas bester Offensiver und machte seinem Spitznamen Maschine alle Ehre – schon in der Vorwoche gegen Hanau hatte er geglänzt. „Jetzt bin ich gerade derjenige, der die Tore schießt. Aber wir brauchen nicht zu zählen, wer wie viele Tore schießt oder auflegt“, sagte Trägler und stellte damit die vielleicht größte Stärkte der SG Barockstadt dieser Tage heraus. „Jeder gönnt dem anderen alles. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist sehr groß“, beschrieb Linksverteidiger Dennis Müller an alter Wirkungsstätte, der Mitleid mit dem Ex-Club hatte: „Wir haben sehr, sehr konsequent unser Spiel durchgezogen. Hünfeld muss gegen andere Mannschaften die Punkte holen und dazu ist das Team auch in der Lage.“

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Abseits des Platzes eine Glanzleistun

„Eine grandiose Leistung der Ehrenamtler“

Vor dem Spiel organisierte Siegmar Larbig den Vorverkauf, während des Spiels frönte er seiner Leidenschaft der Sportfotografie. Foto: Charlie Rolff

Verlief sportlich für den HSV im Derby gegen die SG Barockstadt rein gar nichts nach Plan, funktionierte zumindest das Hygienekonzept perfekt. Rund 50 Ehrenamtler, darunter Alte Herren wie Reserve, sorgten für einen reibungslosen Ablauf in kritischen Corona-Zeiten.

„Das war eine super grandiose Leistung, die wir hier dargeboten haben“, dankte HSV-Abteilungsleiter Mario Rohde in einer Pressekonferenz, die so kurz wie selten mitten am Spielfeld abgehalten wurde. Zuvor hatte schon HSV-Trainer Johannes Helmke ähnlich lobende Worte an einem „sehr, sehr bitteren Tag“ für die Ehrenamtler gefunden und sich insbesondere bei ihnen für das Dargebotene seines Teams entschuldigt.

Im Vorlauf hatte beispielsweise Siegmar Larbig, Physiotherapeut, Gönner und Fotograf des HSV, ganze Arbeit geleistet, weil er den Vorverkauf der 750 Tickets organisierte. Schon am Samstagmorgen waren nur noch rund 100 übrig, vor Anpfiff meldete Rohde „ausverkauft“. Spätentschlossene schauten entsprechend in die Röhre.

In drei durch unzählige Flatterbänder voneinander getrennte Zonen mit jeweils separatem Eingangs-, Versorgungs- und Sanitärbereich war die Rhönkampfbahn aufgeteilt. Die Tribüne war für ältere Personen reserviert. Schon im Vorverkauf wurde jedem Ticket ein „Corona-Zettel“ beigelegt, damit der Zugang zügig über die Bühne gehen kann. Dass Hünfeld nicht zu allen Heimspielen diesen immensen Aufwand betreiben kann, wurde jedem aufmerksamen Beobachter offensichtlich. Entsprechend ist vorerst nur zum Derby in zwei Wochen gegen Steinbach gleiches geplant. Wie der Vorverkauf dann vonstattengehen wird, will der HSV gesondert mitteilen.

Doch vor dem ewigen Duell gegen den SVS ist Hünfeld noch zwei weitere Male gefordert: Schon morgen geht es am heimischen Kunstrasen gegen den kriselnden KSV Baunatal, am Samstag nach Flieden. Ob Kapitän Julian Rohde (Wadenprobleme) und Marcel Dücker (Knieprobleme) dann helfen können, ist zumindest höchst fraglich. Beide mussten angeschlagen runter. Noch schlechter sieht es bei Maximilian Fröhlich aus, der Linksaußen fehlte schon am Samstag, wird in dieser Woche in ein MRT müssen. Fröhlich hatte es am vergangenen Mittwoch im Hessenpokal bei Bad Soden böse am Fuß erwischt.
Die Barockstädter sind personell freilich breiter bestückt und doch zollte Trainer Sedat Gören der Arbeit von Reserve-Coach Florian Roth Respekt und berief mit Niklas Budesheim und Arnis Mulaj zwei Youngster erstmals in den Kader. Mulaj durfte auch sogleich sein Hessenliga-Debüt feiern und zumindest sieben Minuten spielen.

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Hanau Teil II

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Bilder Zeilsheim Teil IV

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Respekt ja, Angst nein!

Hessenliga-Vorschau

Ganz Osthessen blickt am Samstag (15 Uhr) nach Hünfeld, wenn die Blau-Weißen Ligaprimus Barockstadt vor bis zu 750 Zuschauern zum Derby erwarten. Ein besonderes Spiel ist es zudem für Hünfelds Franz Faulstich, der eine SGB-Vergangenheit hat.
„Respekt ja, Angst nein“, lautet die Devise von Hünfelds Franz Faulstich, der sich gegen die schier übermächtige Barockstadt nicht verstecken möchte. „Wieso auch? Wir haben nichts zu verlieren und haben bisher gegen starke Mannschaften immer gut ausgesehen“, zeigt sich der 26-Jährige, der 2018 das Siegtor gegen die Barockstadt köpfte, kämpferisch. Wieso es allerdings gegen vermeintlich schwächere Gegner wie Griesheim hakt, kann sich auch Faulstich nicht erklären. „Wenn wir für dieses Problem eine Lösung hätten, wären wir 2019 nicht abgestiegen und hätten jetzt mehr Zähler auf dem Konto“, hadert der Ex-Lehnerzer. Die Spiele seien allerdings abgehakt und die Vorfreude auf das Derby überwiegt. „Gegen die Barockstadt ist man nochmal ein Stück mehr motiviert und möchte unbedingt gewinnen“, verdeutlicht der Defensivmann, dessen Mannschaft unter der Woche im Pokal Selbstvertrauen getankt hat. „Endlich ist vorne der Knoten geplatzt und wir haben fünf Tore erzielt. Zuvor waren es höchstens zwei. Das hat uns sehr gutgetan.“

Dass gerade er gegen die Rummels und Träglers der Barockstadt gefordert ist, ist dem 26-Jährigen bewusst, nimmt aber die gesamte Mannschaft in die Pflicht. „Eine stabile Defensive wird nicht ausreichen. Die Arbeit gegen den Ball muss bereits in den vorderen Mannschaftsteilen beginnen“, verdeutlicht der Hünfelder, der vor fünf Jahren in die Rhönkampfbahn gewechselt ist. Diese Entscheidung bereue er auf keinen Fall, beim HSV ist er zu einer festen Größe gereift. „Ich komme jetzt in ein Alter, in dem ich nicht mehr als Talent gelte und andere Aufgaben übernehmen kann und möchte“, so Faulstich, der bereits jetzt mehr Verantwortung auf und neben dem Platz übernimmt.

Dass Hünfeld eine unangenehme Aufgabe werden kann, ist auch SGB-Trainer Sedat Gören bewusst, der den HSV spielerisch als eine der besseren Mannschaften betitelt. Eine Option wird wieder Stürmer Dominik Rummel sein, der sich im Spiel gegen Waldgirmes (12. September) verletzte. „Dominik wird definitiv im Kader stehen. Wie weit er ist, wird sich erst im Abschlusstraining zeigen. Wir werden aber kein Risiko eingehen“, betont der 49-Jährige.

Klares Indiz für den Erfolg ist zudem die starke Defensive, die erst sechs Gegentreffer kassierte – Bestwert in der Hessenliga. „Jeder macht für den anderen die Wege und das Anlaufverhalten setzen die Jungs ideal um“, erklärt Gören. Aus diesem Grund könne die Mannschaft Ball und Gegner gut vom Tor halten.

Dies ist auch Neuhof gegen Zeilsheim (1:1) gelungen, wobei das Heimspiel gegen Griesheim (Sonntag, 15 Uhr) auf der Kippe steht. Grund: Aufgrund der Wetterverhältnisse ist der Rasenplatz noch gesperrt. Sogar ein Heimrechttausch steht im Raum.

Auf der Reise nach Hanau

Mit breiter Brust reist der SV Flieden zum Tabellennachbarn Hanauer FC, die Favoritenrolle weist Trainer Zlatko Radic allerdings von sich. „Sie haben zu Hause noch kein Spiel verloren. Dennoch sind wir nicht chancenlos.“ Generell erwartet der 50-Jährige, dass Hanau versucht, das Spiel an sich zu reißen. „Das heißt im Umkehrschluss, dass wir im Umschaltspiel unsere Räume gut nutzen und vor dem Tor sehr effektiv sein müssen.“ Für diese Effektivität könnte nach Verletzung Stürmer Fabian Schaub sorgen. „Ob er beginnt oder eingewechselt wird, zeigt sich nach dem Abschlusstraining. Fakt ist allerdings, dass es wohl nicht für 90 Minuten reicht“, verdeutlicht Radic, der schlechte Nachrichten bezüglich der Personalie Kamran Tariq hat. „Er muss nächste Woche nach seinem Außenmeniskusriss operiert werden und wird uns auf unbestimmte Zeit fehlen.“
Eine Pflichtaufgabe sollte für Steinbach Schlusslicht Erlensee (Samstag, 17 Uhr) sein. Aber Obacht: Bereits der SV Neuhof stolperte über diese Hürde und auf Kunstrasen kann die junge Truppe von Trainer Tobias Heilmann ihre technische Finesse unter Beweis stellen. Heilmann betonte bereits nach der Flieden-Niederlage, dass seine Mannschaft noch im Lernprozess sei. „Wir werden uns in den kommenden Wochen besser behaupten und uns auch dafür belohnen.“

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Zugänge Rhönkampfbahn

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