Am Ende stand die TSG Sandershausen im Spiel gegen den neuen Spitzenreiter Hünfelder SV in der Partie der Fußball-Verbandsliga trotz großen Kampfes bei der 0:1 (0:0)-Niederlage mit leeren Händen da.

Trainer Bernd Hüter hatte den Niestetalern auf dem Kunstrasenplatz in Heiligenrode mit einem 4-4-1-1 ein neues taktisches System verordnet. Und das ging zumindest gut eine Stunde voll auf, denn bis dahin hielt sein Team gegen die spielstarken Gäste wacker mit und hielt ein torloses 0:0.

Wieder mit den Routiniers Magnus Künkler und Tobias Rühlmann waren die Sandershäuser voll motiviert und wollten dem Hessenliga-Absteiger Paroli bieten. Schon früh zeigten die erfahrenen Gäste um Regisseur Alexander Reith warum sie wieder auf dem besten Weg sind in die Hessenliga aufzusteigen. Ballsicherheit, Blick für den Mitspieler und ein gutes Timing zeichnete die Mannschaft von Trainer Dominik Weber aus. Doch die Gastgeber wollten dem Treiben des HSV nicht tatenlos zusehen, und hielten dagegen. Dennoch stand es zur Pause torlos Unentscheiden, weil sich keine der beiden Mannschaften klare Möglichkeiten erspielen konnte.

Nach dem Seitenwechsel legte Hüter-Elf los wie die Feuerwehr und drängte auf die Führung. Und die hatte El Jamouhi Zakariae auf dem Fuß als er überraschend einen Meter vor Torhüter Sebastian Vogt stand, diesem aber den Ball in die Arme hob (48.). Vogt machte dann das Spiel schnell, und so gab es im Gegenzug Eckball für die Gäste, der nichts einbrachte. Nun war wieder Sandershausen am Zug, Zakariae legte von der rechten Bahn auf Sascha Hebold zurück, dessen Schuss aus 16 Metern wiederum Ernst entschärfte. Stengele versuchte sich dann ebenfalls erfolglos mit tollem Hammer aus fast 30 Metern, der knapp sein Ziel verfehlte.

Dann die 62. Minute: Eine der wenigen Situationen in denen die TSG-Abwehr nicht im Bilde war und Florian Münkel völlig frei aus acht Metern zum 0:1 einköpfen konnte, Reith hatte geflankt. Die Gäste-Führung stellte den Spielverlauf zwar nicht auf den Kopf, zeugte aber von der Cleverness der Gäste, die eine ihrer wenigen Chancen nutzte. Die TSG ließ sich nicht beirren und versuchte alles, um den Ausgleich zu erzielen. Bruno Luis hatte Pech, als er nach einer Hebold-Flanke aus acht Metern knapp das Tor verfehlte. Im Gegenzug hielt Loic mit Glanztat gegen Münkel sein Team im Spiel. Der Stürmer musste kurz darauf nach mehrfachem Foulspiel mit Gelb-Rot den Platz verlassen. Letztlich lief der TSG die Zeit davon – auch vier Minuten Nachspielzeit reichten nicht aus, um die Niederlage zu verhindern.

„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen für eine ganz starke Leistung“, sparte Trainer Hüter trotz des 0:1 nicht mit Lob, obwohl er damit sicher keinen in der Mannschaft zu trösten vermochte. www.hna.de

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