Hessenliga: Hünfeld holt glücklichen Punkt in Bad Vilbel

Einen Punktgewinn konnte der Hünfelder SV beim Mitaufsteiger in Bad Vilbel feiern. Beim 2:2 (1:1)-Unentschieden wäre zum Ende hin sogar ein Dreier möglich gewesen. Unterm Strich kann der HSV mit dem Punkt aber sehr gut leben.

Als Sebastian Schuch nach 83 Minuten den Ball an die Latte köpfte, hätte der Hünfelder SV fast die Partie auf den Kopf gestellt. Auf der anderen Seite muss der eingewechselte Lukas Knell in der Nachspielzeit für drei Punkte sorgen, scheiterte jedoch viel zu überhastet an Sebastian Ernst. So konnten die Haunestädter letztlich froh über den einen Punkt sein, kamen die beiden Ausgleichstore durch Kevin Krieger jeweils fast aus dem Nichts.

Bad Vilbel, mit zuletzt zehn Punkten aus vier Spielen, versuchte nach einer kurzen Abtastphase das Heft in die Hand zu nehmen. Immer wieder wechselte die Mannschaft von Amir Mustafic schnell die Seite bei Ballbesitz, und stellte die Hünfelder so vor Probleme. Ernst stand immer wieder im Mittelpunkt: Zuerst gegen Bauscher (5.), dann gegen Emmel (13), die aus spitzem Winkel scheiterten. Beim Führungstor für die Hausherren sah der Keeper dagegen etwas unglücklich aus, denn den Schlenzer von Bejic musste Ernst prallen lassen, sodass Ajdin Maksumic seinen ersten Treffer des Tages abstauben konnte. Hünfeld schaffte es nicht zwingend in den Strafraum zu kommen, doch fast mit dem Pausenpfiff köpfte Kevin Krieger den überglücklichen Ausgleich (44.), als Lukas Budenz ein zweites Mal flanken durfte und den Kopf von Krieger fand. Kurz zuvor hätte Bauscher alleinstehend vor Ernst allerdings erhöhen müssen.
Halbzeit zwei ging genau so weiter, wie Halbzeit eins endete. Bad Vilbel bestimmte die Partie, hatte Chancen für mehrere Tore, doch einzig Maksumic schaffte es ein zweites Mal den Ball über die Linie zu drücken, als drei Bad Vilbeler nach einer Flanke total frei im Strafraum standen (51.). Brauburger hätte bereits vier Minuten vorher auf 2:1 stellen müssen, doch dem Außenspieler versagten die Nerven. So kam der HSV erneut zum Ausgleich, und erneut fragten sich viele am Nidda-Sportfeld, wie das geschehen konnte. Budenz brachte einen langen Freistoß, der wiederum Krieger fand, der unbedrängt zum zweiten Mal einköpfte (67.). Anschließend ging es hin und her, Chancen hatten beide noch, doch da Maksumic bereits bei den Hausherren ausgewechselt war, fand sich kein weiterer Torschütze für die zahlreichen Chancen der Hausherren.

Die Statistik:

FV Bad Vilbel: Sememy – Emmel, Alik, Tilger, Aslan (76. Geh), Sabic – Bauscher, Knauer – Brauburger (71. Uslu), Bejic – Maksumic (76. Knell).
Hünfelder SV: Ernst – Dücker, Faulstich, Rehm, Budenz – Alles (60. Fröhlich), Rohde, Krieger – Vogt (66. Bambey) – Neidhardt, Kornagel (76. Schuch).
Schiedsrichter: Steffen Ehwald (FC Geldersheim).
Zuschauer: 130.
Tore: 1:0 Ajdin Maksumic (21.), 1:1 Kevin Krieger (44.), 2:1 Ajdin Maksumic (51.), 2:2 Kevin Krieger (67.).

Autor: Tobias Konrad

BAd Vilbel 10-2018-2