Fulda/Hünfeld (ms) – www.osthessen-sport.de

Der Hünfelder SV trachtet nach den ersten Auswärtspunkten des Jahres, Lehnerz II möchte den Tabellendritten ärgern: Das nächste Osthessen-Derby in der Fußball-Verbandsliga verspricht, ein heißer Tanz zu werden (Sonntag, 15 Uhr in Lehnerz).

„Ich erwarte, dass die Lehnerzer große Verstärkung aus der ersten Mannschaft bekommen werden. Damit kommt natürlich eine immense Qualität in ihr Team“, meint Hünfelds Trainer Dominik Weber, der damit rechnet, dass Pierre Mistretta aus dem Hessenligakader des TSV im Verbandsliga-Derby dabei sein wird. Mistretta wurde vergangenes Wochenende gegen Lohfelden mit Gelb-Rot vom Platz gestellt, wird deswegen im Hessenligaspiel gegen Hadamar fehlen, ist dafür am Sonntag aber wieder spielberechtigt. „Wir haben schon die Bestrebung, auch irgendwann wieder in der Hessenliga zu landen. Jetzt können die Jungs schon mal zeigen, ob sie schon mithalten können“, so der Hünfelder Trainer. Doch auch ohne Unterstützung aus der Ersten besitzt Lehnerz II laut Weber große Qualität: „Gerade in der Offensive und spielerisch sind sie sehr gut besetzt. Das wird schon eine Hausnummer. An einem guten Tag können sie jeden in der Liga schlagen.“ Das bekam der HSV bereits am eigenen Leib zu spüren: In der Hinrunde unterlagen die Hünfelder dem TSV II mit 1:5. „Da haben wir noch etwas gutzumachen“, macht Weber klar, der am Sonntag wieder auf Lukas Budenz und Johannes Helmke zurückgreifen kann und mit seinem Team den ersten Auswärtssieg der Restrunde anstrebt: „Das 0:2 gegen Weidenhausen war unsere erste Auswärtsniederlage. Gegen Lehnerz wollen wir unsere gute Auswärtsbilanz wieder ausbauen.“

Mit dem 2:1-Derbyerfolg gegen Neuhof im Rücken gehen die Lehnerzer voller Selbstvertrauen in das Duell mit dem Hünfelder SV. „Der Sieg war sehr hart erarbeitet. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut gestanden und das wollen wir auch gegen Hünfeld schaffen“, gibt TSV-II-Coach Sedat Gören die Marschroute vor und kündigt an: „Wir sind auch eine Mannschaft, die das Spiel machen will und werden uns nicht verstecken, auch wenn Hünfeld auf Platz drei steht.“

Damit es mit dem Punktgewinn vor heimischer Kulisse für die Lehnerzer klappt, müssen sich die TSV-Kicker laut Coach Gören aber im Vergleich zum Derby in Neuhof noch steigern: „Wir müssen zusehen, dass wir spielerisch zulegen und besseren Fußball anbieten.“ Vor allem in der ersten Hälfte leisteten sich die Lehnerzer in Neuhof noch zu viele Fehler, Hünfeld zeigte sich nach der Niederlage in Weidenhausen beim 4:0-Erfolg gegen Baunatal klar verbessert. „Hünfeld ist kämpferisch und spielerisch sehr stark und steht auch nicht umsonst da oben“, zollt Gören dem kommenden Gegner Respekt, betont aber auch: „Wir freuen uns auf das Spiel und werden alles geben, um Hünfeld zu ärgern.“ Im Derby kann der Lehnerz-II-Trainer auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

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