Muss Steinbach bis zum 16. Dezember spielen

„Bei uns sind jetzt schon drei Spiele in Serie ausgefallen. Das habe ich überhaupt noch nicht erlebt und wir haben ja immer noch ein Punktspiel gegen Dörnberg für kommendes Wochenende angesetzt. Von daher bin ich heilfroh, dass wir so ein Spiel so kurzfristig abmachen konnten, um zumindest ein bisschen im Rhythmus zu bleiben, nachdem es in den Wochen davor so gut gelaufen hat“, sagte Hünfelds Trainer Dominik Weber, der auf Julian Rohde (Bluterguss in der Wade, zugezogen im Training vergangenen Mittwoch), Kevin Krieger (USA-Aufenthalt) und den beruflich verhinderten Marius Bublitz verzichten musste.

Zunächst hatte sich Weber mit Hessenligist Ederbergland in Verbindung gesetzt, doch die wollten ihr spielfreies Wochenende lieber genießen. Als dann die Steinbacher Absage gegen Watzenborn feststand, ging alles ganz schnell.„Wir waren am Freitag mit einem Platzgremium bei uns auf dem Platz, da konntest du nur mit Gummistiefeln drauf“, beschreibt Steinbachs Coach Petr Palitaka die Situation am Mühlengrund. „Deshalb war dieser Test verdammt wichtig, um ordentlich in Bewegung zu bleiben.“ Paliatka selbst schaute sich das Treiben von draußen an. Genau wie der am Halswirbel verletzte Petr Kvaca. Auch im Tor stellte Steinbach um: Mahsuni Algac bekam seine Einsatzzeit anstelle von Marco Motzkus. „Das galt aber nur für diesen Test“, erstickte Paliatka gleich alle möglicherweise aufkommenden Gerüchte sofort im Keim.

Indes hat man den Rasen in Steinbach gelocht in der Hoffnung, dass das Wasser besser abfließen kann und zumindest das am 2. Dezember angesetzte Heimspiel gegen Ginsheim noch angesetzt werden kann. Weitere Ausfälle von Heimspielen wird es aber vermutlich nicht mehr geben: Klassenleiter Jürgen Radeck soll bereits angedeutet haben, dass sogar das ausgefallene Spiel gegen Rot-Weiß Frankfurt eventuell am 16. Dezember nochmals angesetzt wird. Zudem könnte es sein, dass der SVS seine Spiele auf einem der Kunstrasen in Hünfeld oder Asbach austragen muss.

Was das Spiel an sich angeht, ging Steinbach durch einen Schuss von Dimitrijevic (17 Meter unter die Latte) in Führung. Hünfeld drehte das Spiel innerhalb von 180 Sekunden. Erst legte Fröhlich für Schuch auf, dann traf Fröhlich nach einer vergebenen Chance von Schuch. Auch das dritte HSV-Tor erzielte dann Schuch.

Steinbach hatte das Spiel seinerseits zwischenzeitlich gedreht, weil der HSV bei einem Freistoß im Mittelfeld tief schlief und Michael Wiegand den ruhenden Ball blitzschnell ausführte.

Die Statistik

Hünfelder SV: Ruck; Häuser, Faulstich, Witzel, Kröning (78. Belaarbi), T. Trabert, Budenz, Neidhardt (68. Lovakovic), Bambey, Fröhlich, Schuch.
SV Steinbach: Algac; F. Wiegand, Bott, S. Trabert, Yildiz, Schaub, Dimitijevic, T. Wiegand, Schäfer, Ludwig, Münkel – Toskovic, M. Wiegand, Manns.
Schiedsrichter: Steffen Gaschitz (VfL Eiterfeld).
Zuschauer: 40.
Tore: 0:1 Sasa Dimitrijevic (17.), 1:1 Sebastian Schuch (29.), 2:1 Maximilian Fröhlich (32.), 2:2 Vuk Toskovic (72.), 2:3 Max Schäfer (75.), 3:3 Sebastian Schuch (81.).

Autor: Ralph Kraus

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