HSV II Restprogramm

Sonntag, 04.05.2014  SG Bronnzell -Hünfelder SV II                                 15:00

Sonntag, 11.05.2014 Hünfelder SV II- SV Müs                                            15:00

Sonntag, 18.05.2014 FC Eichenzell -Hünfelder SV II                                 17:00

Samtag, 24.05.2014  Hünfelder SV II -SG Schlitzerland                            16:00

Sonntag, 01.06.2014 TSV Bachrain -Hünfelder SV II                                 17:00

Sonntag, 08.06.2014  Hünfelder SV II -TSV Künzell                                  16:00

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Fußball-Hessenliga – Weber: „Das muss uns einen Riesenschub geben“

Hünfeld (jg) – www.osthessen-sport.de

Es wird nur noch maximal zwei Absteiger in der Fußball-Hessenliga in dieser Saison geben, statt sieben Punkten beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer nur noch drei. Eben jene drei Punkte hat der FC Ederbergland, der am Mittwoch (19 Uhr) in der Rhönkampfbahn gastiert, Vorsprung vor Hünfeld.

Johnny Helmke, der am Montag das Aufwärmprogramm für Coach Dominik Weber übernahm, dann wegen Knieproblemen schon vorzeitig duschen ging und somit als Erster ein Smartphone greifbar hatte, überbrachte die frohe Kunde: „Das muss uns natürlich einen Riesenschub geben. Mit fünf Absteigern hätten wir es theoretisch noch schaffen, praktisch aber einen Haken dran machen können. Jetzt ist das Fünkchen Hoffnung wieder da. Und wir wollen die Gelegenheit jetzt natürlich ergreifen“, erklärt Weber. Dabei wird eine Leistungssteigerung notwendig sein, gerade die zweite Halbzeit am Samstag beim 1:4 gegen Hadamar war schwach, Weber meinte anschließend in der Pressekonferenz: „Die zweite Halbzeit stimmt mich traurig.“ Weber vermisste den Willen seines Teams, das Spiel noch drehen und gewinnen zu wollen.

Jetzt geht der Blick aber wieder nur nach vorne in Richtung „Abstiegsendspiel“ gegen Ederbergland: „Da wird jeder brennen. Wir werden das bestmögliche rausholen, um die drei Punkte zu holen. Die Vorzeichen sind aber nicht so, dass wir der Favorit sind. Ederbergland steht in der Rückrundentabelle auf einem gesicherten Mittelfeldplatz. Die sind nach der Winterpause besser zurechtgekommen als wir“, kennt Weber die Vorzeichen und erwartet einen heißen Fight: „Ederberland wird uns auch gar nichts schenken. Und wenn ich auf das Wetter schaue, dann wird es noch heißer.“ Gespielt wird voraussichtlich um 19 Uhr auf dem Kunstrasen. Falls Ederbergland es einrichten kann, wird der Anpfiff vielleicht noch auf 18.30 Uhr und Naturrasen verlegt.

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Hünfelds A-Jugend trägt wieder Früchte

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Niklas Wahl wieder mit überzeugender Leistung

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Hessenliga: Drei Absteiger weniger

Ralph Kraus, Aufatmen bei Buchonia Flieden, Hoffnung für den Hünfelder SV: Der Hessische Fußball-Verband (HFV) gab gestern Abend im Rahmen eines „Meinungsaustausches“ in Grünberg bekannt, dass es weniger Absteiger aus der Hessenliga geben wird.

Der Verband musste eine Regelung finden, nachdem die Vereine aus Fernwald und Jügesheim sowie die U 23 des FSVFrankfurt angekündigt hatten, nach der laufenden Runde die Teams aus der Liga zurückzuziehen. Nun steht fest, dass die drei als erste Absteiger gewertet werden und demnach nur noch zwei Vereine aus der Hessenliga sportlich absteigen müssen. Das heißt für Flieden elf Punkte Vorsprung zu den beiden verbleibenden Abstiegsplätzen und für den HSVnur noch drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.

„Das war die einzig mögliche und und für die sportliche Qualität der Liga unerlässliche Entscheidung. Wir sind damit zufrieden“, sagte Fliedens Abteilungsleiter Frank Happ. Vom Hünfelder SV konnte gestern niemand vor Ort sein. Lothar Mihm weilt noch im Urlaub, Coach Dominik Weber hatte einen beruflichen Termin, und Abteilungsleiter Joachim Hess liegt krank im Bett.

Hess erreichte die Nachricht gestern per Telefon. Seine Einschätzung: „So bleibt der Kern der Hessenliga zusammen. Aus meiner Sicht gab es keine andere Möglichkeit. Für uns als Hünfelder SV heißt das, dass wir am Mittwoch gegen Ederbergland wieder alle Chancen haben.“

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Gruppenliga: Hünfeld II denkt nicht an Rückzug

Die zweite Mannschaft des Hünfelder SV stemmt sich mit Macht gegen den Abstieg aus der Gruppenliga. Am Sonntag gab es ein beachtliches 1:1 gegen die SG Bad Soden. Getrübt wurde die Freude jedoch durch Gerüchte, wonach man sich in Hünfeld angeblich überlege, die zweite Mannschaft aus der Gruppenliga zurückzuziehen. Gerne, so heißt es, würde man kommende Saison in der A-Liga Hünfeld/Hersfeld weitermachen. Grund sei der bevorstehende Neuaufbau des Teams, das wohl einige Abgänge verkraften muss.

„Dazu sage ich lieber nichts. Da ist nichts dran. Unser Wunsch ist es, drin zu bleiben und wieder mit einer starken Mannschaft in der Gruppenliga an den Start zu gehen“, stellt HSV-Abteilungsleiter Joachim Hess jedoch unmissverständlich klar.

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Hessenliga – Nur zwei Absteiger – Weber will Feuersbrunst –

Grünberg (tg) – www.osthessen-sport.de

Durchatmen und Hoffnung bei den hiesigen Fußball-Hessenligisten: Wie der Hessische Fußball-Verband in einer Sitzung am Montagabend in Grünberg den Vereinen mitteilte, gibt es in dieser Saison drei Absteiger weniger.

Dies entschied der HFV, nachdem Fernwald, Jügesheim und der FSV Frankfurt U23 Anfang April angekündigt hatten, nach Saisonende die Mannschaften aus der Hessenliga zurückzuziehen. Somit gibt es nicht vor der Runde festgelegt fünf, sondern nur zwei Absteiger. Damit kann auch der Tabellenvorletzte Hünfeld, der drei Punkte hinter dem Drittletzten Ederbergland liegt,  noch einmal hoffen. Beide Teams stehen sich am Mittwochabend in der Haunestadt gegenüber. Gewinnt der HSV, zieht er aufgrund des dann gewonnenen direkten Vergleichs (Hinspiel endete 2:2) an Ederbergland vorbei und läge dann auf einem Nichtabstiegsplatz. „Das gibt uns natürlich wieder einen Riesen-Schub. Das kleine Flämmchen der Hoffnung kommt wieder richtig ins Lodern und ich hoffe, dass eine Feuersbrunst daraus wird“, so Hünfelds Coach Dominik Weber: „Ich finde die Verantwortlichen haben eine weise, sinnvolle und für alle Vereine zufriedenstellende Entscheidung getroffen.“ Buchonia Flieden hat nun bei noch vier ausstehenden Spielen elf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Auch Fliedens Abteilungsleiter Frank Happ ist natürlich mit der Entscheidung zufrieden. „Aus rein sportlicher Sicht ist das die einzige vertretbare Entscheidung“, meint Happ.

Weitere Vereine, die ebenfalls freiwillig absteigen oder keine Mannschaft für die Spielzeit 2014/15 melden, werden ebenfalls auf die Anzahl der Absteiger angerechnet. Eine derartige Einzelfallentscheidung war notwendig geworden, da in der aktuellen Saison 2013/14 keine Relegationsspiele zur Hessenliga stattfinden und eine Lösung der Regelungslücke in Form von einem Auffüllen der Liga durch die Zweitplatzierten der drei Verbandsligen nicht möglich und sportlich auch nicht vertretbar gewesen wäre.  „Wir haben uns diese Entscheidung nicht einfach gemacht und sind zusammen mit dem Verbandsspielausschuss unter der Leitung von Jürgen Radeck alle möglichen Varianten durchgegangen. Die nun getroffene Entscheidung ist sportlich fair und benachteiligt keinen der betroffenen Vereine“, so Präsident Rolf Hocke.

Der zuständige HFV-Vizepräsident für Recht und Satzung, Torsten Becker, ergänzt: „Durch das Aussetzen der Relegation in dieser Meisterschaftsrunde ist eine ausfüllungsbedürftige Regelungslücke in der Spielordnung entstanden. Das heißt, wir müssen die Spielordnung nun nach Sinn und Geist unter Berücksichtigung des sportlichen Gedankens auslegen. Danach kann es nur so sein, dass die freiwillig ausscheidenden oder sich zurückziehenden Mannschaften nach dem letzten Spieltag an das Ende der Tabelle rücken und es keine zusätzlichen Absteiger aus der Hessenliga gibt. Auch die Abstiegsregelungen der unteren Klassen werden durch diese Entscheidung nicht berührt.“

Auf der Sitzung am Montagabend erklärte HFV-Präsident Rolf Hocke zudem, dass er bemüht ist, einen Liga-Sponsor zu finden. Zudem gibt es Überlegungen, die Verpflichtung für Hessen-, Verbands- und Gruppenligisten, eine zweite Mannschaft stellen zu müssen, abzuschaffen. Der HFV ist nur noch einer von sechs Verbänden in Deutschland, in der diese Regelung gilt.

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Fußball

Gruppenliga – Hünfeld II macht Borussia zum Meister – 1:1 gegen Soden

 

Hünfeld (jg) – www.osthessen-sport.de

Oliver Bunzenthal ist im alten Wohnzimmer Rhönkampfbahn Meister mit Borussia Fulda in der Fußball-Gruppenliga geworden. Nicht weil sein Team selbst gewonnen hat, sondern weil Hünfelds Hessenligareserve dem Tabellenzweiten Bad Soden beim 1:1 (1:0)-Remis einen Punkt abknöpfen konnte, das reichte um die Borussen zu küren.

HSV-Coach Mario Rohde sprach im Vorlauf der Partie, dass Bad Soden die stärkste Mannschaft der Liga sei und man sie nur mit einer top kämpferischen Leistung knacken könne. Nach dem Spiel durfte Rohde der Mannschaft dann genau dafür gratulieren: „Die kämpferische Einstellung war super, das war eine bombenstarke Mannschaftsleistung. Die Spieler haben sich zerrissen, so wie  das gegen Bad Soden, die 90 Minuten gepflegtes Kurzpassspiel aufziehen, auch sein muss.“

Der HSV, der nur Patrick Faust und Toto Trabert von oben dabei hatte, hatte nur eine Phase von zehn Minuten, in der Bad Soden zu klaren Torchancen kam und auch den Ausgleich erzielte (63.). Halil Kutlu traf nach herausragender Vorarbeit von Tuna Moaremoglu. Direkt zuvor setzte Anton Römmich einen Freistoß knapp neben den Giebel, direkt danach scheiterte der gerade eingewechselte Niklas Dietz per Kopf nach Kutlu-Flanke.

Aber auch der HSV hatte nur ganz wenige Torchancen: Einmal prüfte Michael Straub den zumindest in dieser Situation ungewohnt unsicheren Arturo Gonzalez Garcia, einmal verpasste der unter großem Applaus eingewechselte Steffen Witzel nach einem Freistoß von Benedikt Kircher knapp den Ball und einmal traf der HSV ja auch: Nach einer einstudierten Eckball-Variante war Christian Rehn der letzte der Kette und schob aus kurzer Distanz ein (25.).

Sodens Trainer Klaus Dörner dachte nach dem Spiel zuerst an Borussia Fulda: „Wir müssen dem neuen Meister gratulieren. Borussia ist verdient Meister, das muss man neidlos anerkennen. Das ist auch eine Qualitätssache und heute hat man wieder gesehen, dass wir die Qualität nicht haben.“ Damit meinte er trotz deutlichen Vorteilen in Sachen Ballbesitz zu wenige produzierte Torchancen, die dann auch noch zu inkonsequent verwertet werden: „Das ist das berühmte Salz in der Suppe, das Borussia drin hat und wir noch nicht.“

Hünfeld II: Ruck; Traud (69. Witzel), Vogt, Schilling, Faust, Dieterich, Trabert, Rehn, Kircher (82. Ziegler), Wahl, Straub.

Bad Soden: Gonzalez Garcia; Seitz, Özyer, Römmich, Moaremoglu, Degermenci, Keim (88. Osdautej), Kutlu, Schulz, Mulfinger (64. N. Dietz), Raszyk.

Schiedsrichter: Marcus Klimek (Dirlos)

Tore: 1:0 Christian Rehn (25.), 1:1 Halil Kutlu (63.)

Zuschauer: 50.

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Tischtennis-Abteilung des Hünfelder SV startet neue Beginner-Gruppe

Die Tischtennis-Abteilung des Hünfelder SV eröffnet unter Anleitung des B-Lizenz-Trainers Karl Laible eine neue Beginner-Gruppe für 7- bis 12-jährige Mädchen und Jungen. Interessierten Kindern soll dadurch das Kennenlernen und der Einstieg in eine der rasantesten und spannendsten Ball-Sportarten ermöglicht werden.

Die Übungsstunden finden donnerstags von 17.00 bis 18.00 Uhr in der Sporthalle des Wigbertgymnasiums (Kreissporthalle 3) in der Karl-Medler-Str. in Hünfeld statt.

Die Tischtennis-Abteilung lädt daher recht herzlich zur ersten Übungseinheit am Donnerstag, den 08.05.2014 ein (ein späterer Einstieg ist aber auch noch möglich).
Mitmachen kann jeder in sportgerechter Kleidung – Tischtennisschläger können in begrenztem Umfang zur Verfügung gestellt werden.

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HSV.news

Hünfeld II – Bad Soden 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Christian Rehn (25.), 1:1 Halili Kutlu (63.)

Zuschauer: 50.

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Bilder Hadamar

Fußball

Hünfeld schlittert Richtung Verbandsliga

von Christian Halling,

 

Der Hünfelder SV kann im Moment kein Hessenligaspiel gewinnen. Bei der 1:4-Heimpleite gegen Hadamar offenbarte der Abstiegskandidat wieder mal arge Defizite.

Gegen die sehr robusten Gäste aus Hadamar erwischte der HSV einen tollen Start: Nach einem Rohde-Freistoß von halbrechts köpfte Oliver Krenzer zum 1:0 ein. Doch wie schon in der Vorwoche gegen Lehnerz klingelte es im Gegenzug im Hünfelder Tor. Celal Yesil stand nach einer Flanke von links goldrichtig.

In der 26. Minute machte HSV-Keeper Tim Gutberlet keine gute Figur, als ein Freistoß Hadamars den Kopf von Semir Aljusevic fand. Aus acht Meter köpfte dieser den Ball in Form einer Bogenlampe über Gutberlet hinweg. Hünfeld versuchte in der Folgezeit alles, um den Ausgleich zu erzielen, doch wurden dickste Chancen fahrlässig versemmelt: So tauchte Lukas Budenz nach gut einer halben Stunde frei vor Gästekeeper Christopher Strauch auf, umkurvte diesen, aber scheiterte dann aus spitzem Winkel.

Die Inkonsequenz vor dem Tor und die Nachlässigkeiten in der Abwehr sollten in Minute 54 spielentscheidend sein, als der HSV nach einem Diagonalball Hadamars ganz schlecht gestaffelt stand. Weidlich Platz hatte Hadamars Torjäger Steffen Moritz, der das vorentscheidende 3:1 erzielte und in der 72. Minute Felix Beck stehen ließ und sogar noch auf 4:1 erhöhte. Bitter, dass ausgerechnet Moritz das Spiel entschied. Der hatte in der ersten Halbzeit Schiedsrichter Martin Kliebe nämlich den Vogel gezeigt und hätte damit vom Platz fliegen müssen.

Dass aber auch eine Überzahl dem Hünfelder SV nichts genutzt hätte, offenbarte sich in der letzten halben Stunde. Da agierten die Westhessen aus der Nähe von Limburg nämlich mit einem Mann weniger; Aljusevic hatte sich zu einer Kopfnuss gegen Kevin Krieger hinreißen lassen und hatte Rot gesehen.

Hünfeld schlug aus dieser Überzahl allerdings gar kein Kapital und lässt immer deutlicher die Frage zu, ob die mannschaftliche Substanz in dieser Saison für die Hessenliga reicht.

Hünfeld: Gutberlet; Alles (46. Gensler), Rohde (84. Wahl), Müller, Klüber (55. van Leeuwen), Krieger, Krenzer, Neidhardt, Beck, Budenz, Helmke.

Hadamar: Strauch; Kuczok, Schraut, Aljusevic, Decise (90. Groß), Böcher, Yesil (79. Wilk), Kretschmer, Leopold, Takushima, Moritz.

Schiedsrichter: Martin Kliebe (Hessisch Lichtenau).

Zuschauer: 220. Tore: 1:0 Oliver Krenzer (14.), 1:1 Celal Yesil (16.), 1:2 Semir Aljusevic (26.), 1:3, 1:4 Steffen Moritz (54., 72.).

Rote Karte: Semir Aljusevic (Hadamar) wegen Tätlichkeit (64.).

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Fußball, HSV.news

„Geld muss von oben nach unten verteilt werden“

Gewinnfreie Zone: Die Hessenligisten müssen um jeden Cent kämpfen. Welche Zukunft hat die Liga noch? 

Wie geht es weiter mit der Fußball-Hessenliga?

Hat die Regionalliga noch eine Chance?

Und wie sehen die Betroffenen ihre Zukunft in der Viert- und Fünftklassigkeit?

Im Vorfeld des als Meinungsaustausch deklarierten Treffens, zu dem der Hessische Fußball-Verband die Vereine der nach einigen Rückzügen in Schieflage geratenen Hessenliga am Montag eingeladen hat, haben wir uns umgehört.

Nach derzeitigem Stand würden 2014/15 nach dem Aus von TGM SV Jügesheim, dem FSV Fernwald und der U23 des FSV Frankfurt bei fünf Absteigern und eventuell einem Aufsteiger in die Regionalliga nur 13 Mannschaften in der Hessenliga spielen. Das ist natürlich inakzeptabel, bildet aber einen Trend ab: Die höchste Klasse des Landes ist nicht mehr attraktiv.

Hessenliga

Ronnie Borchers ist als Spieler und Trainer viel herumgekommen; die Tristesse, die er jetzt erleben muss, macht den Coach des FSVFernwald nachdenklich: „Man muss sich wirklich Gedanken machen – nicht nur um die Hessenliga, sondern um den gesamten Amateurfußball. Ich erlebe es immer wieder, dass vielleicht 100 Leute am Sportplatz sind, aber die Hälfte davon sitzt drinnen im Sportlerheim und schaut Sky. Alle Vereine haben damit zu kämpfen“, weiß Borchers und schildert seine Erlebnisse vom Spiel in Griesheim: „Da hat man nicht einmal mehr die Pommesbude aufgeschlossen, weil es sich ob der wenigen Zuschauer anscheinend nicht mehr lohnt.“

Warum es sich nicht mehr lohnt, verdeutlicht Holger Kurth, der Coach von Viktoria Griesheim: „Du hast kaum noch eine Chance, die nötigen Mittel zu erwirtschaften. Für den Bus zur Auswärtsfahrt zahlen wir 600 Euro. Schon das tut uns weh.“ Für den Verein sei in naher Zukunft existenziell, aus einer guten Jugendarbeit zu schöpfen. Kurth: „Wir verlieren Spieler, die lieber in untere Klassen gehen, weil das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag in der Hessenliga für sie nicht mehr passt.“

Keine zwei Meinungen gibt es unter den Befragten darüber, wie mit der Abstiegsfrage zu verfahren sei. Unisono betonen ausnahmslos alle, die einzig nachvollziehbare Lösung müsse vorsehen, die Anzahl der sportlichen Absteiger um die Anzahl der zurückgezogenen Teams zu verringern. Ergo: drei Direktabsteiger weniger. „Ich weiß überhaupt nicht, was es da zu diskutieren gibt“, sagt etwa Fußball-Abteilungsleiter Sven Kittler von den Sportfreunden Seligenstadt. Dominik Weber, Trainer des Hünfelder SV, betont: „Es gibt nur eine saubere Lösung – und das ist die, dass man die Vereine, die zurückziehen, nach dem letzten Spieltag ans Ende der Tabelle setzt und so weniger Vereine absteigen.“ Weber moniert den extremen Bedeutungsverlust der Hessenliga im Vergleich zu früher: „Da war die Oberliga die Dritte Liga: Wenn es heute wenigstens wieder die Vierte als Unterbau unter dem Profibereich wäre, dann würde die Hessenliga auch wieder interessant. Eine dreigleisige Liga zu schaffen wäre aus meiner Sicht der Anfang vom Ende. Dadurch würde die Spielklasse noch unattraktiver. Die Hessenliga muss aufgewertet werden und eingleisig bleiben.“


Einen vermehrten Aufstieg aus den Verbandsligen lehnen alle kategorisch ab. „Die Liga würde weiteren Schaden nehmen, wenn der aktuelle Bestand an Teams weiter ausgedünnt würde und über Gebühr neue Teams hinzukämen“, betont der Fliedener Trainer Martin Hohmann. Schon jetzt mangele es erheblich an Traditionsmannschaften, da dürfe das Teilnehmerfeld nicht weiter verwässert werden.
Um wenigstens den Bestand zu wahren, müsse man den Vereinen zum Beispiel in der Spielplangestaltung entgegenkommen, gegebenenfalls auch ligaübergreifend. Hohmann: „Es ist doch nun wirklich nicht zu fassen, dass alle drei osthessischen Clubs parallel auswärts oder zuhause spielen. Außerdem müssen für die wenigen echten Derbys attraktive Termine gefunden werden: nicht im Dezember oder Februar, aber auch dann nicht, wenn es um nichts mehr geht. Hier ist von den Klassenleitungen mehr Flexibilität gefordert. Von den Darmstädter Clubs höre ich ähnliche Klagen, da kollidieren die Termine der Hessenligisten und von Drittligist Darmstadt 98.“


Auch Henry Lesser, Trainer des TSV Lehnerz haut in diese Kerbe und moniert ebenfalls Details der Spielplangestaltung. Mittwochsspieltage gerieten gerade für die Auswärtsteams zur hohen Belastung – ­ und: „Wir müssen aufpassen, dass das Niveau nicht zu sehr verwischt wird. Das würde passieren, wenn der Vorschlag, die Hessenliga dreigleisig zu machen, eine Mehrheit bekommt.“ Ganz anders sieht das Ronnie Borchers: „Vielleicht wäre eine dreigleisige Hessenliga gar nicht die schlechteste Lösung, denn wir leben von Derbys und dann gäbe es wieder genügend davon.“


„Welchen sportlichen Wert hat denn diese Saison überhaupt noch?“, fragt Alfred Kaminski. Der Sportliche Leiter des Hessenliga-Schlusslichtes Kickers Offenbach U23, dessen erste Mannschaft im Insolvenzverfahren in der Regionalliga spielt, schlägt vor, dass „außer den Mannschaften, die zurückgezogen haben, keiner die Liga verlassen muss“. Kaminskis Begründung: „Nehmen wir Fernwald: Die holen in der Winterpause Hübner, der schießt gegen uns zwei Tore, und jetzt zieht Fernwald aus wirtschaftlichen Gründen zurück. Unter solchen Umständen kann man nicht davon reden, dass die Ergebnisse unter rein sportlichen Gesichtspunkten zustande kommen.“ Und daher gebricht es der Hessenliga in Kaminskis Augen auch weniger an Attraktivität als vielmehr an vernünftig wirtschaftenden Vereinen. „Ich weiß: Wer im Glashaus sitzt, sollte besser nicht mit Steinen werfen. Trotzdem: Da werden in der Winterpause Transfers getätigt, die nicht immer sinnvoll sind und offenbar negative Konsequenzen zur Folge haben.“ Für den OFC, sagt Kaminski, sei die Hessenliga in ihrer aktuellen Form „auf jeden Fall okay. Wir verstehen uns als Ausbildungsverein und sind froh, jungen Spielern auf diesem Niveau eine Plattform bieten zu können. Und auch wenn sich diese Frage im Moment nicht stellt: Für uns käme eine Abmeldung der zweiten Mannschaft nicht infrage.“


Regionalliga


Änderungsbedarf sieht Kaminski vielmehr für den Regionalligabereich: „Ich war nie ein Befürworter einer derart mehrgleisigen Regionalliga und sehe mich bestätigt.“ Kaminski schlägt vor: „Wenn Vereine wie etwa Pfullendorf nach Kassel ohnehin schon die halbe Republik durchqueren müssen, um ein Spiel auszutragen, das, bei allem Respekt, von womöglich geringem Interesse ist, dann kann man auch gleich auf zwei Staffeln reduzieren, um die Attraktivität zu steigern. So wäre zumindest gewährleistet, dass der Meister aufsteigt. Und in meinen Augen wäre es auch erforderlich, dass der DFB die vierten Ligen finanziell besser unterstützt.“
Für Henry Lesser ist die Regionalliga auch eine Frage der Zusammensetzung: „Manche Staffeln laufen gut, manche nicht“. Ein Umstand, den Lesser auch am Vorhandensein von Traditionsmannschaften festmacht.


Ein ganz klares Kontra kommt aus Flieden: „Die Regionalligen sind ein totaler Flop“, stellt Trainer Martin Hohmann fest. Er hätte nichts dagegen, würde man sie ganz abschaffen, da dies automatisch die Landesklassen aufwerte. „Und wenn man schon an den Regionalligen festhält, dann gibt es zwei Alternativen“, sagt Hohmann: „Wenn man es bei vieren belässt, müssen die Hürden bei der Zulassung abgebaut werden. Oder man macht nur noch zwei, Südwest und Nordost, als quasi vierte Profiligen.“ In Bayern, sagt Hohmann, ginge es doch auch. „Die haben, mal vereinfacht ausgedrückt, kein Problem damit, auf einer Kuhwiese zu spielen. Die haben das toll gelöst, dort spielt man gerne in der Regionalliga, auch ohne Zäune für Gästefans oder ausgewiesenen VIP-Bereich.“


Die Sinnfrage stellt Seligenstadts Abteilungsleiter Sven Kittler. „Wir fragen uns schon, was der ganze Aufwand, den wir hier in der Hessenliga betreiben, eigentlich soll. Wir würden sehr gerne einen Aufstieg in die Regionalliga in Angriff nehmen, aber es ist uns unmöglich, die Zulassungsbestimmungen zu erfüllen. Also können wir doch auch gleich in die Gruppenliga zurückziehen, da haben wir mehr Derbys, steigen wahrscheinlich bald wieder in die Verbandsliga auf und starten das Prozedere bis zum nächsten Rückzug dann eben immer wieder von vorne. Aber in eine immer unattraktiver werdende Hessenliga dermaßen viel Zeit und Mühe zu investieren, wird zunehmend sinnlos.“


Einen ganz anderen Lösungsansatz verfolgt Winfried Happ, der Vorsitzende des SV Flieden. „Ich würde noch sehr viel mehr Regionalligen installieren und dafür die Hessenliga abschaffen.“ Nachdem sein Verein vor einigen Jahren das Zulassungsprozedere zur Regionalliga selbst durchlitt, möchte Happ von den Funktionären außerdem Folgendes wissen: „Ich war unlängst beruflich in Neckarelz und konnte mir vor Ort ein Bild davon machen, dass von all dem, was man von uns an Rahmenbedingungen für Regionalligafußball verlangt hat, dort kaum etwas umgesetzt werden musste. Warum ist das in Baden-Württemberg möglich, nicht aber in Hessen?“
Grundsätzlich mehr Gerechtigkeit fordert Seligenstadts Trainer Klaus Reusing ein, der mit dem FC Bayern Alzenau die Regionalliga bereits hautnah erlebte. „Man wird das Rad nicht mehr zurückdrehen. Die Zeiten sind, wie sie sind, das Zuschauerverhalten hat sich massiv geändert, die Leute gucken lieber Fußball im Pay-TV als auf dem Sportplatz. Davon profitieren alleine die Proficlubs. Deshalb muss Geld von oben nach unten verteilt werden, sonst hat der anspruchsvolle Amateurfußball keine Zukunft mehr.“

 

Wie geht es weiter mit der Fußball-Hessenliga? Hat die Regionalliga noch eine Chance? Und wie sehen die Betroffenen ihre Zukunft in der Viert- und Fünftklassigkeit? Im Vorfeld des als Meinungsaustausch deklarierten Treffens, zu dem der Hessische Fußball-Verband die Vereine der nach einigen Rückzügen in Schieflage geratenen Hessenliga am Montag eingeladen hat, haben wir uns umgehört.

Nach derzeitigem Stand würden 2014/15 nach dem Aus von TGM SV Jügesheim, dem FSV Fernwald und der U23 des FSV Frankfurt bei fünf Absteigern und eventuell einem Aufsteiger in die Regionalliga nur 13 Mannschaften in der Hessenliga spielen. Das ist natürlich inakzeptabel, bildet aber einen Trend ab: Die höchste Klasse des Landes ist nicht mehr attraktiv.

Hessenliga


Ronnie Borchers ist als Spieler und Trainer viel herumgekommen; die Tristesse, die er jetzt erleben muss, macht den Coach des FSVFernwald nachdenklich: „Man muss sich wirklich Gedanken machen – nicht nur um die Hessenliga, sondern um den gesamten Amateurfußball. Ich erlebe es immer wieder, dass vielleicht 100 Leute am Sportplatz sind, aber die Hälfte davon sitzt drinnen im Sportlerheim und schaut Sky. Alle Vereine haben damit zu kämpfen“, weiß Borchers und schildert seine Erlebnisse vom Spiel in Griesheim: „Da hat man nicht einmal mehr die Pommesbude aufgeschlossen, weil es sich ob der wenigen Zuschauer anscheinend nicht mehr lohnt.“


Warum es sich nicht mehr lohnt, verdeutlicht Holger Kurth, der Coach von Viktoria Griesheim: „Du hast kaum noch eine Chance, die nötigen Mittel zu erwirtschaften. Für den Bus zur Auswärtsfahrt zahlen wir 600 Euro. Schon das tut uns weh.“ Für den Verein sei in naher Zukunft existenziell, aus einer guten Jugendarbeit zu schöpfen. Kurth: „Wir verlieren Spieler, die lieber in untere Klassen gehen, weil das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag in der Hessenliga für sie nicht mehr passt.“


Keine zwei Meinungen gibt es unter den Befragten darüber, wie mit der Abstiegsfrage zu verfahren sei. Unisono betonen ausnahmslos alle, die einzig nachvollziehbare Lösung müsse vorsehen, die Anzahl der sportlichen Absteiger um die Anzahl der zurückgezogenen Teams zu verringern. Ergo: drei Direktabsteiger weniger. „Ich weiß überhaupt nicht, was es da zu diskutieren gibt“, sagt etwa Fußball-Abteilungsleiter Sven Kittler von den Sportfreunden Seligenstadt. Dominik Weber, Trainer des Hünfelder SV, betont: „Es gibt nur eine saubere Lösung – und das ist die, dass man die Vereine, die zurückziehen, nach dem letzten Spieltag ans Ende der Tabelle setzt und so weniger Vereine absteigen.“ Weber moniert den extremen Bedeutungsverlust der Hessenliga im Vergleich zu früher: „Da war die Oberliga die Dritte Liga: Wenn es heute wenigstens wieder die Vierte als Unterbau unter dem Profibereich wäre, dann würde die Hessenliga auch wieder interessant. Eine dreigleisige Liga zu schaffen wäre aus meiner Sicht der Anfang vom Ende. Dadurch würde die Spielklasse noch unattraktiver. Die Hessenliga muss aufgewertet werden und eingleisig bleiben.“


Einen vermehrten Aufstieg aus den Verbandsligen lehnen alle kategorisch ab. „Die Liga würde weiteren Schaden nehmen, wenn der aktuelle Bestand an Teams weiter ausgedünnt würde und über Gebühr neue Teams hinzukämen“, betont der Fliedener Trainer Martin Hohmann. Schon jetzt mangele es erheblich an Traditionsmannschaften, da dürfe das Teilnehmerfeld nicht weiter verwässert werden.
Um wenigstens den Bestand zu wahren, müsse man den Vereinen zum Beispiel in der Spielplangestaltung entgegenkommen, gegebenenfalls auch ligaübergreifend. Hohmann: „Es ist doch nun wirklich nicht zu fassen, dass alle drei osthessischen Clubs parallel auswärts oder zuhause spielen. Außerdem müssen für die wenigen echten Derbys attraktive Termine gefunden werden: nicht im Dezember oder Februar, aber auch dann nicht, wenn es um nichts mehr geht. Hier ist von den Klassenleitungen mehr Flexibilität gefordert. Von den Darmstädter Clubs höre ich ähnliche Klagen, da kollidieren die Termine der Hessenligisten und von Drittligist Darmstadt 98.“


Auch Henry Lesser, Trainer des TSV Lehnerz haut in diese Kerbe und moniert ebenfalls Details der Spielplangestaltung. Mittwochsspieltage gerieten gerade für die Auswärtsteams zur hohen Belastung – ­ und: „Wir müssen aufpassen, dass das Niveau nicht zu sehr verwischt wird. Das würde passieren, wenn der Vorschlag, die Hessenliga dreigleisig zu machen, eine Mehrheit bekommt.“ Ganz anders sieht das Ronnie Borchers: „Vielleicht wäre eine dreigleisige Hessenliga gar nicht die schlechteste Lösung, denn wir leben von Derbys und dann gäbe es wieder genügend davon.“


„Welchen sportlichen Wert hat denn diese Saison überhaupt noch?“, fragt Alfred Kaminski. Der Sportliche Leiter des Hessenliga-Schlusslichtes Kickers Offenbach U23, dessen erste Mannschaft im Insolvenzverfahren in der Regionalliga spielt, schlägt vor, dass „außer den Mannschaften, die zurückgezogen haben, keiner die Liga verlassen muss“. Kaminskis Begründung: „Nehmen wir Fernwald: Die holen in der Winterpause Hübner, der schießt gegen uns zwei Tore, und jetzt zieht Fernwald aus wirtschaftlichen Gründen zurück. Unter solchen Umständen kann man nicht davon reden, dass die Ergebnisse unter rein sportlichen Gesichtspunkten zustande kommen.“ Und daher gebricht es der Hessenliga in Kaminskis Augen auch weniger an Attraktivität als vielmehr an vernünftig wirtschaftenden Vereinen. „Ich weiß: Wer im Glashaus sitzt, sollte besser nicht mit Steinen werfen. Trotzdem: Da werden in der Winterpause Transfers getätigt, die nicht immer sinnvoll sind und offenbar negative Konsequenzen zur Folge haben.“ Für den OFC, sagt Kaminski, sei die Hessenliga in ihrer aktuellen Form „auf jeden Fall okay. Wir verstehen uns als Ausbildungsverein und sind froh, jungen Spielern auf diesem Niveau eine Plattform bieten zu können. Und auch wenn sich diese Frage im Moment nicht stellt: Für uns käme eine Abmeldung der zweiten Mannschaft nicht infrage.“


Regionalliga


Änderungsbedarf sieht Kaminski vielmehr für den Regionalligabereich: „Ich war nie ein Befürworter einer derart mehrgleisigen Regionalliga und sehe mich bestätigt.“ Kaminski schlägt vor: „Wenn Vereine wie etwa Pfullendorf nach Kassel ohnehin schon die halbe Republik durchqueren müssen, um ein Spiel auszutragen, das, bei allem Respekt, von womöglich geringem Interesse ist, dann kann man auch gleich auf zwei Staffeln reduzieren, um die Attraktivität zu steigern. So wäre zumindest gewährleistet, dass der Meister aufsteigt. Und in meinen Augen wäre es auch erforderlich, dass der DFB die vierten Ligen finanziell besser unterstützt.“
Für Henry Lesser ist die Regionalliga auch eine Frage der Zusammensetzung: „Manche Staffeln laufen gut, manche nicht“. Ein Umstand, den Lesser auch am Vorhandensein von Traditionsmannschaften festmacht.


Ein ganz klares Kontra kommt aus Flieden: „Die Regionalligen sind ein totaler Flop“, stellt Trainer Martin Hohmann fest. Er hätte nichts dagegen, würde man sie ganz abschaffen, da dies automatisch die Landesklassen aufwerte. „Und wenn man schon an den Regionalligen festhält, dann gibt es zwei Alternativen“, sagt Hohmann: „Wenn man es bei vieren belässt, müssen die Hürden bei der Zulassung abgebaut werden. Oder man macht nur noch zwei, Südwest und Nordost, als quasi vierte Profiligen.“ In Bayern, sagt Hohmann, ginge es doch auch. „Die haben, mal vereinfacht ausgedrückt, kein Problem damit, auf einer Kuhwiese zu spielen. Die haben das toll gelöst, dort spielt man gerne in der Regionalliga, auch ohne Zäune für Gästefans oder ausgewiesenen VIP-Bereich.“


Die Sinnfrage stellt Seligenstadts Abteilungsleiter Sven Kittler. „Wir fragen uns schon, was der ganze Aufwand, den wir hier in der Hessenliga betreiben, eigentlich soll. Wir würden sehr gerne einen Aufstieg in die Regionalliga in Angriff nehmen, aber es ist uns unmöglich, die Zulassungsbestimmungen zu erfüllen. Also können wir doch auch gleich in die Gruppenliga zurückziehen, da haben wir mehr Derbys, steigen wahrscheinlich bald wieder in die Verbandsliga auf und starten das Prozedere bis zum nächsten Rückzug dann eben immer wieder von vorne. Aber in eine immer unattraktiver werdende Hessenliga dermaßen viel Zeit und Mühe zu investieren, wird zunehmend sinnlos.“


Einen ganz anderen Lösungsansatz verfolgt Winfried Happ, der Vorsitzende des SV Flieden. „Ich würde noch sehr viel mehr Regionalligen installieren und dafür die Hessenliga abschaffen.“ Nachdem sein Verein vor einigen Jahren das Zulassungsprozedere zur Regionalliga selbst durchlitt, möchte Happ von den Funktionären außerdem Folgendes wissen: „Ich war unlängst beruflich in Neckarelz und konnte mir vor Ort ein Bild davon machen, dass von all dem, was man von uns an Rahmenbedingungen für Regionalligafußball verlangt hat, dort kaum etwas umgesetzt werden musste. Warum ist das in Baden-Württemberg möglich, nicht aber in Hessen?“
Grundsätzlich mehr Gerechtigkeit fordert Seligenstadts Trainer Klaus Reusing ein, der mit dem FC Bayern Alzenau die Regionalliga bereits hautnah erlebte. „Man wird das Rad nicht mehr zurückdrehen. Die Zeiten sind, wie sie sind, das Zuschauerverhalten hat sich massiv geändert, die Leute gucken lieber Fußball im Pay-TV als auf dem Sportplatz. Davon profitieren alleine die Proficlubs. Deshalb muss Geld von oben nach unten verteilt werden, sonst hat der anspruchsvolle Amateurfußball keine Zukunft mehr.“

von Torgranate Redaktion,

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A und C Jugend gewinnen deutlich

A-Jugend  :Hünfeld – Kressenbach 6:2

C-Jugend :Hünfeld – JSG Alheim 4:1

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